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Sonntag, 20. Juli 2025

Hemdblusenkleid Sew Along - Finale

Heute ist Finale beim gemeinsamen Nähen eines Hemdblusenkleides von Manuela von Twill & Heftstich und Tina von Sie näht schon wieder... - vielen Dank an dieser Stelle für die Organisation!


Ich habe leider den letzten Zwischentermin vergessen, aber das mag auch daran liegen, dass das Kleid bereits kurz nach dem zweiten Zwischentermin fertig war - es ging mir einfach sehr gut und schnell von der Hand.


Ich habe als Grundlage den bereits mehrfach genähten Schnitt für meine Hemdblusen genommen. Dann habe ich an einer fertigen Bluse gemessen, wie viel Abstand zwischen Saum und Taille liegt und habe diesen Wert rundherum weggenommen. Normalerweise würde man sinnvollerweise von oben nach unten messen, aber weil ich eine Anpassung für die große Brust gemacht habe, wäre das Messen von oben viel komplizierter, weil zulaufend zur vorderen Mitte habe ich mehr Länge als an den Seiten oder am Rücken. Den Wert vom Saum aus zu messen, hat wunderbar geklappt und dort habe ich einfach den Rock vom Butterick 6380 angesetzt. In der vorderen Mitte habe ich für die Knopfleiste dem Rock einige Zentimeter zugegeben und diese ebenso wie an der Bluse mit einem Beleg verstürzt. Weiter unten, wo die Knopfleiste endet, habe ich dann beide Rocklagen mit der Maschine so aufeinandergesteppt, wie die Knopfleiste es vorgegeben hat.


Wo Oberteil und Rock nicht zufällig genau aufeinanderpassten, habe ich das Rockteil etwas eingehalten - das war gar kein Problem und fällt unter dem Gürtel eh nicht auf.

Ansonsten habe ich Kragen, Beleg, die selbstgemachten Manschetten und die Klappen an den Taschen, die ich einem anderen Kleid aus einem alten Heft entliehen habe, in einem dunkelblauen Kontraststoff gearbeitet - das Dunkelblau findet sich auch in dem kleinen Blümchenmuster des Baumwollstoffes wieder.


Gerade die Taschen sind sehr praktisch, denn sie sind richtig groß und dazu auch noch sehr hübsch.

Nach Miriams Hinweis habe ich auch alle Kanten nochmal abgesteppt - vielen Dank dafür! Nun liegen die Kanten immer schön ordentlich und nichts blitzt hervor. Ich musste zwar ständig die Garnfarbe wechseln, aber das war es auf jeden Fall wert.


Alles in allem überzeugt mich das Kleid aber an mir leider nicht. Es liegt ja nun seit drei Wochen fertig hier, aber angezogen habe ich es bislang nicht. Dabei passt und sitzt es eigentlich ziemlich gut, dennoch passt es irgendwie nicht zu mir. Ich kann gar nicht recht sagen, was das Problem ist und bin noch sehr unsicher, was ich nun damit mache. Vielleicht muss ich ihm einfach eine Chance geben oder einsehen, dass es ein Fehlschlag war.. ich weiß es noch nicht..


Dennoch bin ich zufrieden, dass ich meinen Plan aus der Hemdbluse ein Kleid zu machen nun endlich verwirklicht habe und er ja eigentlich auch gut geklappt hat. Vielleicht versuche ich es doch nochmal mit einem anderen Stoff..

Hier findet ihr alle anderen Hemdblusenkleider von den hoffentlich erfolgreicheren Mitnäherinnen.

Sonntag, 22. Juni 2025

Hemdblusenkleid Sew Along - Teil II

Es ist der zweite Termin beim gemeinsamen Nähen eines Hemdblusenkleides von Manuela von Twill & Heftstich und Tina von Sie näht schon wieder...

Eigentlich soll es um Probeteile und Anpassungen gehen, allerdings ist mein Schnitt bereits angepasst und es ging mir alles so gut von der Hand, dass ich schon ein halbfertiges Kleid präsentieren kann.


Es fehlen noch die Taschen, Knöpfe und der Saum sowie Bügeln und Versäuberungen. Auch der Übergang zwischen Knopfleiste und geschlossenem Rockteil ist noch nicht ganz ausgereift. Es ist also noch ein bisschen was zu tun, aber ich bin sehr gut im Rennen. Ich denke auch über ein zweites Kleid aus einem weicher fallenden Stoff nach, aber das ist vielleicht auch nur der aktuellen Hitze geschuldet.

Hier treffen wir uns heute mit den bisherigen Fortschritten.

Sonntag, 8. Juni 2025

Hemdblusenkleid Sew Along

Zum gemeinsamen Nähen eines Hemdblusenkleides rufen Manuela von Twill & Heftstich und Tina von Sie näht schon wieder... auf und weil ich längst mal aus meinem bereits mehrfach genähten Hemdblusenschnitt ein Kleid machen wollte, nutze ich die gute Gelegenheit!

Alles liegt bereit: ich habe bereits vor einiger Zeit eine kleingemusterte, mintfarbene Baumwolle gekauft, die Knöpfe sind aus dem Vorrat und am Freitag habe ich kurz entschlossen noch einen blauen Stoff als Ergänzung gekauft, denn ich möchte blaue Schuhe und Accessoires dazu tragen. Das Bild aus der Praktischen Mode zeigt, was ich ungefähr plane, nämlich ein ganz klassisches Hemdblusenkleid mit Kragen und Knopfleiste, kurzen Ärmeln und ein mäßig weites Rockteil, wobei ich auf Falten im Rock wohl verzichten werde.


Ich werde meinen altbewährten Hemdblusenschnitt nehmen, also brauche ich kaum Schnittmusteranpassungen machen und werde auch auf ein Probemodell verzichten. Die Schultern muss ich ein bisschen verkleinern und die Taille bestimmen, außerdem einen passenden Rockschnitt finden und mir überlegen, welche Art von Taschen ich möchte und ob ich eine Rückenpasse einbauen will.

Wer auch schon lange oder ganz spontan ein Hemdblusenkleid nähen will, kann hier mitmachen und in zwei Wochen berichten dann alle über ihre Fortschritte. Seid ihr dabei? Oder habt ihr bereits zu viele Hemdblusenkleider?

Mittwoch, 1. Mai 2024

Fertig: Hemdbluse von 1940 aus Resten!

Wer schon länger hier mitliest, wird vermutlich nur noch gelangweilt mit den Augen rollen - schon wieder eine Hemdbluse!


Ja, es ist nicht die erste Hemdbluse und ich fürchte, dass es auch nicht die Letzte sein wird.

Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass diese Bluse nicht geplant war! Sie ist das Ergebnis eines Einkaufsbummels in dem Hosenrock und der Feststellung, dass der Baumwollreststoff von 70cm für 2,80 Euro ideal zum Hosenrock passt. Und weil ich auch noch Reste vom Hosenrock hatte, ergab sich alles andere von selbst.


Den Hosenrock aus bordeauxrotem Viskosekrepp hatte ich bereits gezeigt; das Schnittmuster ist von Burda Hosenrock #126 aus 06/2015. Der Hosenrock wird oft und gern getragen und lässt sich vielseitig kombinieren.


Von dem Viskosekrepp habe ich einige mittelgroße Reststücke aufbewahrt. Ich kann mich so schlecht von Resten trennen - die kann man immerhin noch für Taschen oder Kleinigkeiten nutzen und was, wenn am Hosenrock der stoffbezogene Knopf verloren ginge und ich hätte keinen Reststoff davon?


Nun kann man Reste aber nicht nur sammeln, denn irgendwann reichen die zwei vorgesehenen Kisten dafür nicht mehr, also müssen sie auch verbraucht werden. Glücklicherweise waren solche Sparsamkeiten auch in den 1940er Jahren sehr beliebt und so sind Kleidungsstücke aus zweierlei Stoff in der Mode oft zu sehen. Das habe ich mir hier zu nutze gemacht und aus dem Viskosekrepp sowohl Schulterpassen gemacht wie auch die Ärmel zugeschnitten und die schon besagten Knöpfe damit bezogen.

Den Übergang an den Passen habe ich sicherheitshalber nochmal dunkelrot abgesteppt, dann liegen die Zugaben wirklich immer richtig und der Übergang ist weniger abrupt. Außerdem habe ich dort, wo die verschiedenen Stoffe verbunden sind, den Oberfaden in dunkelrot und den Unterfaden in rosa gewählt, dann drückt sich auch farblich an der Naht nichts durch.


Dabei muss man bei Resten nehmen, was sie halt hergeben und so konnte ich aus dem rosa Baumwollstoff, mit dunkelroten Stempeln und weißen Blüten, gerade so Vorder- und Rückenteil sowie die Belege für die vordere Mitte und den hinteren Halsausschnitt herausholen; die Belege musste ich gegen den Fadenlauf schneiden, aber weil die ohnehin noch mit Vlieseline beklebt wurden, ist der Fadenlauf hier nicht so wichtig. Für einen Kragen hätten weder der Baumwollstoff noch der Viskosekrepp gereicht.

An die nun kragenlose Bluse mussten auch etwas kürzere Ärmel als vorgesehen, weil der Krepp mehr nicht hergab.


Doch all das stört gar nicht - die Bluse ist wunderbar geworden! Zwar ist der Baumwollstoff noch etwas steif und der Viskosekrepp wirkt ein wenig dunkler als im Hosenrock, aber das dürfte sich nach ein oder zwei Wäschen von allein geben.


Ich mag die Kombination von Bluse und Hosenrock sehr gern - beides lässt sich natürlich auch getrennt tragen. Und so bin ich sowohl über das Ergebnis sehr zufrieden als auch darüber, dass die Stoffrestekiste etwas leerer ist - und zu meiner eigenen Beruhigung ist sogar immernoch ein kleines Stück Viskosekrepp übrig für den noch zu verlierenden Knopf!

Sonntag, 24. Dezember 2023

Fertig: Weihnachtsbluse!


Gestern hat es hier geschneit und bevor der Schnee sich in Regen verwandelte, war nochmal kurz alles weiß! Wir haben Plätzchen gebacken, Weihnachtsmusik gehlört und das Haus für den Weihnachtsbesuch geputzt - kann es denn noch festlicher werden? Ja, mit der passenden Weihnachtsbluse!


Den Schnitt aus der Praktischen Mode 12/1940 habe ich bereits unzählige Male genäht, aber dieses Mal mit halblangen Ärmeln und einem kleinen Stehkragen - vielleicht brauche ich noch eine Bluse mit Schluppe, aber der Stoff gab mehr nicht her.

Den Wollrock habe ich schon 2017 zum Weihnachtskeid-Sewalong genäht; damals zusammen mit dem großartigen Pullover für den Gatten.


Der Baumwollsatin von Poppy Ray ließ sich ingesamt gut verarbeiten, aber wie meistens bei Stoffen, die nicht durchgefärbt sind, drückt sich hier und da an der Naht die weiße Rückseite durch. Aber weil der Schnitt nur wenige Nähte hat, macht das nichts weiter.

Außerdem duldet der Stoff mit den kräftigen Farben nur zurückhaltende Kombinationspartner - mit farbigen Röcken wirkt es zu bunt und unruhig.


Ich bin zufrieden mit der Bluse - sie ließ sich gewohnt gut nähen, passt und ich mag das Muster wirklich sehr gern. Insofern ist die Bluse ein wundervoller Abschluss für dieses Jahr und damit reihe ich mich ein beim Weihnachtskleid-Sewalong des MeMadeMittwoch und wünsche euch ein wunderbares Weihnachtsfest, geruhsame Feiertage und einen guten Rutsch in ein friedliches Jahr 2024.

Mittwoch, 1. November 2023

Fertig: Hemdbluse von 1940!


Die heutige Hemdbluse habe ich schon diverse Male genäht, aber heute das erste Mal im Westenstil, wie sie eigentlich gedacht ist. Dazu gehören neben dem geschrägten Saum insbesondere die kleinen Gürtelteile in den Abnähern, die in der hinteren Mitte mit einem Knopf geschlossen werden. Der Schnitt ist aus der Praktischen Damen- und Kindermode von 12/1940.

Fertig: Selbstgenähte Bluse aus den 1940ern || Praktische Damen- und Kindermode 12/1940 || beswingtesallerlei.de

Der petrolfarbene Wollstoff besteht aus blauen und grünen Fäden, die je nach Lichteinfall mal der einen und mal der anderen Farbe mehr zuneigen. Der Stoff hat pinke und beerenfarbene Stipsel sowie ein leichtes Karomuster. Ein ganz wundervoller Stoff, der sich traumhaft verarbeiten ließ und sich sehr angenehm tragen lässt; allerdings lag er auch deutlich über meiner Kostengrenze, aber ich hatte zum Glück einen Geschenkgutschein - der ist dafür da, unvernünftig zu sein!

Es ist eher eine kühle Wolle, also ideal für den Sommer, weshalb die Bluse auch kurze Ärmel bekommen hat.


Für einen guten Sitz hatte ich bei der Bluse eine FBA (Full Bust Adjustment) gemacht. Weil der Wollstoff sehr fest ist und daher nur wenig nachgibt, sitzt der Abnäher aus der Seitennaht einen Tick zu hoch, aber das Problem lässt sich mit Wäsche beheben.

Fertig: Selbstgenähte Bluse aus den 1940ern || Praktische Damen- und Kindermode 12/1940 || beswingtesallerlei.de

Der Rock ist das Modell 106B aus der Burda 05/2012, ein Bahnenrock mit hohem Formbund und in einer Bahn eingesetzten Taschen. Ich hatte ihn gar nicht für die Bluse vorgesehen, aber dann fiel er mir zufällig in die Hände und beides passt hervorragend zusammen!

Fertig: Selbstgenähte Bluse aus den 1940ern || Praktische Damen- und Kindermode 12/1940 || beswingtesallerlei.de

Ich bin sehr zufrieden mit der Bluse und der Kombination. Die Hemdbluse ist formell ohne langweilig zu sein und das ist genau das, was ich erreichen wollte!
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Mittwoch, 2. August 2023

Fertig: Burda Hosenrock 126 aus 06/2015!


Bereits vor drei Jahren nähte ich die erste Version dieses Hosenrockes, #126 aus der Burda Heft 06/2015. Und er hat sich bewährt, also musste nun eine weitere Variante her!

Wie schon beim letzten Mal habe ich mich nicht an die Stoffempfehlung "Baumwollstoffe mit etwas Stand" gehalten, sondern einen Viskosekrepp mit etwas Elasthan gewählt, den ich Ende '21 beim Sale für 6,12 Euro ergattert hatte. Der Farbton, ein wunderbares Bordeauxrot, passt zu mindestens zwei Drittel meiner Blusen, also eine hervorragende Wahl und ein Schnäppchen noch dazu.


Bereits beim letzten Modell hatte ich nach dem Probemodell einige Anpassungen vorgenommen, insbesondere den Bund auf 3cm verschmälert, aber ihm Länge zugegeben und im Hohlkreuz etwas Länge weggenommen - die Anpassungen habe ich wieder übernommen und zudem erneut am Bund ein Ripsband eingenäht, damit der Stoff nicht ausleiert.


Geschlossen wird der Rock mit zwei Knöpfen, der eine ist hier zu sehen, der andere liegt unsichtbar innen. In der vorderen Mitte ist der Rock ansonsten offen, was aber durch die Überlappung des Wickelteils eben nicht auffällt.


Ich bin sehr zufrieden mit dem Modell - sowohl mit Sitz als auch Farbe und Fall des Stoffes. Und wie findet ihr meinen Hosenrock?

Die Bluse aus Leinen-Viskose hatte ich übrigens hier bereits gezeigt. Beides zusammen ist eine gute Kombination für heiße Tage.


[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Samstag, 18. Juni 2022

Fertig: Ein Kleid aus Bluse und Rock!


Die erste Hitzewelle dieses Jahr ist im Gange und glücklicherweise schützt Stoff nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Sonne und Hitze. In weiser Voraussicht habe ich daher beim letzten Stoffkauf auch eine Viskose-Leinen-Mischung mitgenommen und mir daraus ein Kleid genäht.


Okay, ich gestehe, dass es gar kein echtes Kleid ist - ich habe vielmehr eine Hemdbluse und einen Rock genäht, aber beides eben aus dem gleichen Stoff und so ergibt sich gemeinsam getragen der Eindruck, dass es sich um ein Kleid handelt.


Beide Schnitte sind bekannt, die Hemdbluse nach einem angepassen Schnitt von 1940, der Rock ist Teil eines Kleides aus einem Heft von 1956. Ich habe sie beide bereits mehrfach genäht und es ist mir fast peinlich, dass ich sie schon wieder genommen habe, aber sie passen und stehen mir, ich mag sie sehr und kann sie gefühlt mit verbundenen Augen nähen. Ich bleibe dann doch daran hängen und auch diese beiden Versionen werden nicht die letzten gewesen sein.


An der Bluse mag ich besonders die beiden Falten von der Schulter, die Platz für die Brust schaffen und gleichzeitig Bewegung in die Bluse bringen. Ein kleines Bisschen sperrt die Bluse zwischen dem zweiten und dritten Knopf auf, weil der lose Stoff trotz Beleg zu wenig Halt dort hat. Vielleicht setze ich noch einen kleinen Druckknopf.


Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden - beide Teile sind von einem Kleid kaum zu unterscheiden und verbinden insofern den Vorteil, dass ich sofort komplett angezogen bin, aber auch beides einzeln tragen oder besser gesagt anders kombinieren kann. Der Stoff ist mit seinem Blütenmuster ganz entzückend und trägt sich sehr, sehr angenehm - da komme ich auch gut durch die Hitzewellen des Jahres!

Mittwoch, 2. März 2022

Fertig: Hemdbluse von 1940!

Fertig: Selbstgenähte Bluse aus den 1940ern || Praktische Damen- und Kindermode 12/1940 || beswingtesallerlei.de

Fast ein Jahr lang habe ich - bedingt durch Studium, Promotionsstudium und Umzug - fast gar nicht genäht. Nachdem nun das Nähzimmer im neuen Haus fertig ist, musste es natürlich auch getestet werden!

Fertig: Selbstgenähte Bluse aus den 1940ern || Praktische Damen- und Kindermode 12/1940 || beswingtesallerlei.de

Für einen leichten Einstieg habe ich mit der bekannten Hemdbluse aus der Praktischen Damen- und Kindermode von 12/1940 angefangen - die sitzt gut und wurde schon so oft genäht (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8), dass ich nur wenig nachdenken muss.

Fertig: Selbstgenähte Bluse aus den 1940ern || Praktische Damen- und Kindermode 12/1940 || beswingtesallerlei.de

Die Bluse wird von mir stets als gerade Bluse genäht, also weder mit Westenabschluss noch mit Gürtelteilchen, obwohl ich die gar nicht so unattraktiv finde. Die Tasche lasse ich hingegen unbedingt weg, denn direkt auf der Brust brauche ich wirklich keine Details. Für einen guten Sitz hatte ich vielmehr eine FBA (Full Bust Adjustment) gemacht und so hat die Bluse an der Brust insgesamt zwei Abnäher, je einen aus der Seitennaht und von der Taille, sowie zwei Falten aus der Schulter; diese Details gehen allerdings in dem Streublumenmuster ziemlich unter.

Fertig: Selbstgenähte Bluse aus den 1940ern || Praktische Damen- und Kindermode 12/1940 || beswingtesallerlei.de

Genäht habe ich die Bluse aus einer leichten Baumwollwebware und weil ich sie auch im Sommer tragen möchte, habe ich nur dünne Vliseline für Beleg und Kragen verwandt und auf Schulterpolster verzichtet. Die Knöpfe mit ihrem hübschen Streifenmuster passen hervorragend zum Stoff und schaffen eine Verbindug zwischen Bluse und Rock.

Fertig: Selbstgenähte Bluse aus den 1940ern || Praktische Damen- und Kindermode 12/1940 || beswingtesallerlei.de

Der Rock ist ein einfacher gerader Rock aus etwas zu steifem, dunkelblauem Wollmisch, bei dem ich mich an meiner ersten Diorfalte versucht hatte.

Fertig: Selbstgenähte Bluse aus den 1940ern || Praktische Damen- und Kindermode 12/1940 || beswingtesallerlei.de

Zufällig passt auch ein Hütchen perfekt dazu, das ich schon vor Längerem aus einem Hut, der nicht auf meinen großen Kopf passen wollte, gebastelt habe. Ich habe im Prinzip nur die Krempe im Umfang verschmälert und die Krone gekürzt, sodass das Hütchen schräg auf den Kopf gesetzt werden kann.

Fertig: Selbstgenähte Bluse aus den 1940ern || Praktische Damen- und Kindermode 12/1940 || beswingtesallerlei.de

Ich bin sehr zufrieden mit der Bluse und der Kombination. Außerdem stelle ich mir auch noch einen weiten Rock in dem beerigen Ton der Blüten dazu vor, dafür hat die - leider immer noch sehr begrenzte - Zeit allerdings bislang noch nicht gereicht, aber der Sommer steht ja erst vor der Tür.
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]


Fertig: Selbstgenähte Bluse aus den 1940ern || Praktische Damen- und Kindermode 12/1940 || beswingtesallerlei.de

Mittwoch, 7. April 2021

Frühlingsgarderobe!


Heute zeige ich euch zwar mal nichts Neues, aber dafür meine aktuell liebste Kombination im turbulenten Aprilwetter. Immerhin ist es ja nicht ganz unerheblich, wie sich die selbstgenähten Kleidungsstücke auch über die erste Euphorie hinaus und auf Dauer in die Garderobe einfinden.


Die Strickjacke habe ich im Rahmen des Frühlingsknitalongs im Jahr 2014 gestrickt. Sie ist eines meiner liebsten Stücke! Die Farben sind großartig und auch die Wolle (Merino 160 von Austermann) trägt sich wunderbar. Gestrickt habe ich nach dieser Anleitung auf der Strickmaschine.


Das Muster der Jacke entsteht einerseits durch einfachen Farbwechsel und andererseits durch abgehobene Maschen bei den Pünktchen. Es werden sozusagen die Pünktchen weitergestrickt und die Grundfarbe nur abgehoben und nach zwei Reihen wird dann die gesamte Reihe normal weitergestrickt. Dadurch hat man farblich abweichende, plastische Pünktchen!


Das Jäckchen wird mit drei Knöpfen geschlossen, aber kann auch sehr gut offen getragen werden.


Nicht ganz einfach sind gute Kombinationspartner für die Jacke zu finden, ohne dass es zu bunt wird. Selbernähen eröffnet da zum Glück die Möglichkeit, das Passende einfach selbst zu nähen. In diesem Fall ist es eine Hemdbluse nach dem Schnitt von 1940 aus einem taubenblauen Blusenstoff. Ich weiß nicht mehr genau, woher ich den Stoff habe oder wie die Zusammensetzung ist - weil er kaum dehnbar ist, würde ich auf einen ordentlichen Polyesteranteil tippen. Vielleicht mache ich an den Resten nochmal eine Brennprobe.

Der Blusenstoff wirkt leicht meliert, sodass er fast an Jeans und Arbeitskleidung erinnert.


Der Rock ist das Modell 106B aus der Burda 05/2012. Es handelt sich ursprünglich um einen Bahnenrock mit Knopfleiste, aber ich habe in der hinteren Mitte einen Reißer eingesetzt und trage ihn lieber ohne Knopfleiste.


Das Beste am Rock sind neben dem hohen Formbund die Taschen, die in einer Rockbahn integriert sind. Genäht ist der Rock aus einem dunkelblauen festen Wollstoff, sodass er einen guten Stand hat.


Ich bin sehr glücklich mit der Kombination - sie trägt sich gut und passt für mein Empfinden hervorragend zusammen! Außerdem ist es für das Wetter im April genau richtig, auch wenn ich es zur Zeit eher noch mit Winterstiefelchen trage.
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]