Dienstag, 19. Februar 2019

Strickanleitung: Pullover mit Karomuster aus Beyers Handarbeit und Wäsche 09/1951!



Damenpullover mit Karomuster der frühen 50er Jahre in Gr. 42 (OW 92cm) aus Beyers Handarbeit und Wäsche 09/1951!
[verlinkt beim Creadienstag]

Dienstag, 12. Februar 2019

Fertig: Frühlingsbluse!

Manche Schnitte näht man wieder und wieder und wieder und wieder und nun schon wieder:


Der Schnitt Simplicity 7708 (Simplicity 1692 im englischen Original) ist eine kleine Bluse mit Puffärmeln, Raffung am Ausschnitt und Falten um in der Taille auf Figur zu kommen.


Nachdem ich die Bluse nun schon so oft genäht habe, ist sie leicht zu nähen, aber mit den Kräuseln, Ärmelfischen und den per Hand angenähten Schrägsteifen an Hals- und Armausschnitt braucht man doch ein bisschen Zeit.


Die kleinen Schleifen habe ich wie immer weggelassen - ich bin nicht so der Typ für verspielte Schleifchen.

Hinten hat die Bluse einen Tropfenausschnitt, der mit einem einzelnen Knopf geschlossen wird, damit der Kopf auch durchpasst. Ärmelfische und Schulterpolster bringen die Schulterlinie in Form.


Der Stoff ist aus zweiter Hand und vermutlich eine Viskose oder Mischgewebe. Ich hatte nur 1,8m des 0,7m breiten Stoffes - eine knappe Sache. Und es wurde noch knapper, denn weil der Stoff so zart ist, gab es ein paar kleine Löcher, denen ich beim Zuschnitt ausweichen musste. Eines der Löcher liegt nun genau in der Falte in der Taille, ein anderes wird vom Schrägband am Halsausschnitt verdeckt.


Aber am Ende ging es dann zum Glück noch auf und die Bluse lässt sich hervorragend - auch jetzt schon unter Strickjacken - tragen.

Der Rock ist schon etwas älter und ein Teil meines Frühlingskostümes. Das ist auch einer der Gründe, warum ich gerade diese Bluse sehr gern nähe, denn sie lässt sich gut unter dem Kostüm tragen!


Und so bin ich erwartungsgemäß auch mit diesem Modell sehr zufrieden und hoffe, dass der Frühling bald Einzug halten wird, damit die Bluse sich auch ohne Strickjacke gut tragen lässt!

Dienstag, 5. Februar 2019

Strickanleitung: Zweierlei Westover / Pullunder für den Herren!

Zweierlei Westover oder Pullunder für den Herren aus der Elsa.

Westover unten rechts mit großflächigem Muster bei Oberweite 104cm.



Westover unten rechts in rot mit Streifenmuster bei Oberweite 102cm.


[Verlinkt beim Creadienstag]

Mittwoch, 30. Januar 2019

Fertig: Schmaler Rock mit Fächerfalte!


So ganz weit ist der Frühling ja nicht mehr weg und dafür wollte ich gern einen schmalen Rock in rosa oder lila haben. Und als ich einen fliederfarbenen Wollstoff aus zweiter Hand ergatterte, war sofort klar, dass er die perfekte Wahl für den Rock ist.


Allerdings gab es nur recht wenig von dem Stoff und so musste ich auf die Kellerfalte, die in der hinteren Mitte eigentlich die Bewegungsfreiheit geben soll, verzichten. Stattdessen habe ich sie durch eine Fächerfalte ersetzt, die ich auch längst einmal ausprobieren wollte. Die Fächerfalte soll grundsätzlich gerade fallen und nur bei Bewegung auffächern - das ist recht gut gelungen, obwohl man im Alltag etwas aufpassen muss, dass man sich nicht auf die aufgefächerte Falte setzt und sie am Ende des Tages völlig zerknittert ist.


Der Rest ist schnell erzählt - das Schnittmuster ist aus einer der alten Zeitschriften und wenig spektakulär. Der gerade geschnittene Rock hat einen geraden Bund mit Reißer in der Seite, Abnähern hinten und Futter. Oberteil und Hütchen hatte ich bereits gezeigt.


Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rock! Er war unkompliziert zu nähen, passt gut, trägt sich sehr angenehm, lässt sich gut kombinieren und entspricht den Vorstellungen - mehr kann man von einem einfachen Rock nicht verlangen.

Ich wäre dann jetzt also bereit für Frühling..
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Sonntag, 27. Januar 2019

Schlafwickler selbst nähen!

Locken im Schlaf? Ohne Hitze, ohne Chemie und ohne viel Aufwand? Klingt eigentlich ziemlich gut und daher habe ich mir aus einem alten Bandana, also einem einfach Baumwolltuch, selbst ein paar Schlafwickler genäht.


Die Schnittaufstellung war das Komplizierteste.

Die Länge hat sich bei mir so ergeben. Da das Bandana 50x50cm groß war, habe ich eine Länge von 25cm gewählt, aber es würden auch 20cm gut funktionieren.

Die Breite war da schon schwieriger, denn erstmal musste der richtige Umfang für hübsche Locken gefunden werden. So startete ich mit einer Breite von 13cm und näherte mich dann an. Das Ergebnis ist nun fast um die Hälfte reduziert. 7cm sind die Schlafwickler zunächst breit, werden dann der Länge nach gefaltet, so dass nur eine breite Seite offen bleibt abgenäht und gewendet. Bei einer Nahtzugabe von 1cm auf zwei Seiten bleibt schlussendlich eine Breite von 2,5cm. Dann werden an der geschlossenen Breitseite nochmal 1,5cm abgenäht - da kommen dann die Druckknöpfe hin, mit denen die Wickler geschlossen werden. Ausgestopft mit Füllwatte wird dann noch die offene Seite mit 1,5cm abgenäht und die Druckknöpfe per Hand (oder mit einer Zange) angebracht.

Die Schlafwickler werden ins feuchte Haar eingedreht, mit den Druckknöpfen geschlossen und über Nacht getragen, während die Haare trocknen. Durch den Stoff und die Füllwatte sind die Schlafwickler so weich, dass sie beim Schlafen nicht stören.

Bilder von der Anwendung und vom Ergebnis muss ich erst noch schuldig bleiben, weil ich das nicht mehr geschafft habe, aber reiche ich nach.

Sonntag, 20. Januar 2019

Struktur im Stoffschrank

Manche Hobbyschneiderinnen schaffen es ja, dass sie wirklich nur Stoffe für das anstehende Projekt kaufen und dieses auch erstmal abschließen, bevor neuer Stoff ins Haus kommt. Ich selbst bin von einer solchen Disziplin weit entfernt. Ich kaufe Stoff, wenn sich die Gelegenheit bietet, also wenn er gefällt und im besten Falle auch noch günstig ist. Das führt dann dazu, dass ich auch mal 70m Stoff an einem Tag kaufe, weil der Laden halt gerade Ausverkauf hat. Und so sammelt sich im Laufe der Zeit natürlich auch eine Menge Stoff an - der Hamster in mir jubiliert. Ich finde das auch gar nicht so unpraktisch, denn ab und an kommt es ja doch vor, dass man spontan etwas nähen möchte und meist findet sich dann auch noch ein passenden Stückchen.

Für genau solche spontanen Ideen ist es dann aber hilfreich, wenn man nicht erst alle Kisten entleeren und alle Schränke durchstöbern muss, sondern schnell und auf einen Blick die Stoffe findet. Deshalb habe ich schon vor einer ganzen Weile angefangen Buch zu führen.

Nach Farben sortiert finden sich in meinem Büchlein (moderner heißt das dann Bullet Journal) alle Stoffe, die ich auf Vorrat habe und auch einige, die ich schon vernäht habe. Mit normalem Bastelkleber klebe ich kleine Stoffpröbchen rein. Neben den kleinen Stoffpröbchen vermerke ich die Stoffzusammensetzung, Länge und Breite sowie anderes (manchmal der Preis, manchmal eine erste Idee oder was ich daraus genäht habe usw.). Wenn ich Stoffe verschenke oder verkaufe, löse ich das Pröbchen vorichtig heraus und klebe einfach ein anderes drüber.


Das Ganze hat viele Vorteile:
  • Ich weiß immer, was und wie viel ich habe und 'vergesse' auch keinen Stoff.
  • Ich kann direkt schauen, ob zwei Stoffe zuammenpassen oder welches Futter am besten harmonisiert.
  • Ich weiß jederzeit, ob für ein bestimmtes Schnittmuster die Länge ausreicht und durch die Stoffstückchen auch ob die Struktur dazu passt.
  • Und für mich auch ganz wichtig: ich kann im Stoffladen viel gezielter kaufen. Ihr kennt das bestimmt, wenn man im Laden steht und sich fragt, ob dieser Rockstoff eigentlich zu der Bluse passen würde, die man neulich genäht hat? Ich schlage dann einfach mein Büchlein auf und schaue nach. Somit passen auch Neuzugänge stets zum Rest!
  • Wenn ich mal keine Idee habe, was ich als nächstes nähen möchte, kann ich mich von den Stoffen inspirieren lassen.
  • Man kann es auch ein wenig als Stoffkundebuch nutzen - wie fühlt sich nochmal Viskosekrepp an? Wie dick ist Jeans mit einem bestimmten Gewicht?


Oft höre ich dann die Frage, wie ich es schaffe das Büchlein aktuell zu halten und tatsächlich werden bei mir alle Stoffe zuerst gewaschen und dann konsequent nicht in den Schrank oder in Kisten einsortiert bis ich sie katalogisiert habe. Die liegen zwar dann auch mal ein paar Tage oder Wochen rum, aber werden dann immer brav eingetragen und weggeräumt.

Man muss aber aufpassen, denn so genau katalogisiert lässt sich ein Stoffvorrat auch zusammenrechnen und dann kann einen mehr als ein Viertelkilometer Stoff auch ein wenig erschlagen.. Dann muss man halt ein paar Stoffe verkaufen oder gezielt vernähen.

Insgesamt klappt das sehr gut und ich kann jedem nur empfehlen so ein Büchlein anzulegen. Es spart viel Zeit, man hat immer einen guten Überblick und kann sehr schnell schauen, ob ein Projekt sich so verwirklichen lässt wie gedacht.

Habt ihr eure Stoffe katalogisiert? Oder seid ihr etwa solche projektbezogenen Käuferinnen?