Dienstag, 8. Januar 2019

Strickanleitung: Pullover für Winter und Skisport aus Elsa 11/1954!

Pullover sind im Winter unerlässlich - egal ob auf der Skipiste in den Bergen oder im nasskalten Schietwetter an der Küste. Daher hier zwei Modelle um chic durch das trübe Wetter zu kommen.

Der hellblaue Pullover mit Passe in Größe 40 hat ein Oberweitenmaß von 90cm sowie ein Taillenmaß von 72cm.

Das gestreifte Modell hat bei Größe 38 ein Oberweitenmaß von 88cm sowie ein Taillenmaß von 70cm und kann mit der Hand oder mit der Strickmaschine gearbeitet werden.

Strickanleitung: Pullover für Winter und Skisport aus der Elsa 11/1954 || beswingtesAllerlei.de
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Mittwoch, 2. Januar 2019

Rückblick 2018!

Die erste Woche des neuen Jahres eignet sich immer gut für einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Bei einigen Teilen ist man dann ja fast überrascht, dass sie eigentlich noch so neu sind. Andere hat man fast schon wieder vergessen.

Mein Nähjahr 2018 startete im Januar mit einer Bluse nach einem Kleiderschnitt aus der Burda von 1953. Als Kleid hat es mir an mir nicht gefallen und so hatte ich es auf eine Bluse mit Schößchen gekürzt und trage es nun sehr gern!


Anschließend nähte ich ein Oberteil aus Sweat nach einem Schnitt von 1940.

Und weil ich sie so gern trage auch die Hemdbluse nach einem Schnitt von 1940, die ich bereits mehrfach nähte und daher schnell von der Hand geht.


Der Gatte bekam im März für den kommenden Sommer noch ein hübsches Hawaiihemd mit Fischen und hat es im Sommer, der gefühlt ja das ganze Jahr andauerte, auch mehrmals getragen.

Mein Osterkleid ist mein Liebling im Jahr 2018 - das hübsche Blumenmuster auf fliederfarbenem Grund hat es mir sehr angetan. Das Oberteil könnte etwas besser sitzen, aber das tut dem Gesamteindruck keinen Abbruch.


Das im Anschluss genähte Etuikleid von 1959 erfreute sich nicht so viel Beliebtheit - der festgewebte Baumwollstoff ist vielleicht doch etwas zu steif für den Schnitt. Zum Glück habe ich noch mehr von dem schönen Stoff, sodass ich vielleicht nochmal ein anderes Modell daraus nähe.


Das Kleid nach Butterick 5281 hingegen war ein voller Erfolg. Nicht nur dass die FBA dort besonders gut gelungen ist, sondern ich konnte ein Stöffchen, bei dem ich eher skeptisch war, wirklich gut vernähen, sodass ich es sehr gern trage!


Dann habe ich mir Wäsche nähen wollen: Höschen ähnlich wie ein Unterrock, also solche mit weitem Bein, die sich gut unter Röcken tragen lassen. Davon habe ich erst eines und dann noch eines genäht. Danach nähte ich mir ein weiteres aus Seide, das ich bislang nicht auf dem Blog zeigte, das sich aber sehr bewährt hat - ein ganz feines, luxuriöses Wäscheteil, dem dieses Jahr sicher noch weitere folgen!

Anschließend wurde das Osterkleid halb neu aufgelegt, nämlich das Rockteil des Kleides als Rock aus anthrazitfarbenem Mischgewebe. Der Stoff ist zwar ein bisschen anfällig ür Falten, aber ansonsten ein ganz wunderbares Modell, das oft und gern getragen wird.


Und weil man Hemdblusen nie genug haben kann, gab es noch diese Version mit abgesetztem Kragen und Aufschlägen. Und dann gab es da noch die Bluse mit Kräuseln, bei der ich immernoch nicht weiß, ob sie mir gefällt oder was ich damit machen will. Bislang liegt die Bluse in einer Kiste und wartet da auch einen möglichen Einsatz..

Für den lieben Mann gab es dann noch ein Flanellhemd nach Simplicity 4760. Als Angler darf das Muster dann auch neben Fischen Köder aller Art enthalten.


Aus "Glamoursweat" gab es dann einen weiteren Pullover nach dem Schnitt von 1940 und dazu passend habe ich aus Sinamay ein Hütchen angefertigt. Beides ist ausgesprochen gut gelungen. Es wird sicherlich auch nicht der letzte Pullover nach dem Schnitt gewesen sein und auch ein weiteres Hütchen möchte ich noch.


Beendet habe ich mein Jahr dann nur wenig erfolgreich. Das Novemberkleid ist immernoch nicht fertig, weil eine erste Anprobe irgendwie etwas enttäuschend war und ich mich seitdem nicht so recht aufraffen kann. Und das Weinachtskleid, das mir ganz fabelhaft gefällt, ist zu eng geworden. 3-4 cm fehlen mir rundherum!

Ich war ziemlich irritiert - habe ich zugenommen? Zuviele Plätzchen gegessen? Ich habe mein bereits genähtes Kleid nach gleichem Schnittmuster geholt und übergezogen. Das passt! Also habe ich beide Kleider übereinandergelegt und tatsächlich fehlen dem Weihnachtskleid ein paar Zentimeter Umfang. Wenn es also das gleiche Schnittmuster, die gleiche Größe und die gleiche Trägerin sind, dann muss es am Stoff liegen!

Bei der ersten Version hatte ich einen schlabberigen Viskosestoff verwendet. Der jeansblaue Stoff vom Weihnachtskleid ist auch aus Viskose, aber hat noch dazu einen Plastikanteil. Und dieser Plastikanteil gibt keinen Millimeter nach, sodass das Kleid nun enger ist und ich den Reißer zwar zubekomme, aber es dann mit Atmen und Bewegen eher schwierig wird. Mist! Ich könnte die NZ noch etwas auslassen, aber der Stoff franst sehr und ich fürchte, dass dann die Nähte möglicherweise nicht halten. Das Weihnachtskleid hängt also über dem Novemberkleid und bei beiden bin ich noch unentschlossen wie es weitergeht..

Aber es wurde nicht nur genäht, sondern auch gebloggt:


Ich war also sehr fleißig im letzten Jahr und auch dieses Jahr geht es so hoffentlich weiter. Ich habe viel Stoff auf Lager und will den Bestand verringern und gleichzeitig die Kombinationsmöglichkeiten im Kleiderschrank erhöhen. Ich möchte auch die Strickmaschine wieder öfter nutzen, mich an Hosen wagen freue mich einfach auf ein neues Jahr des Bloggens!

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Bilanz und wünsche uns allen ein erfolgreiches, gesundes und frohes Jahr 2019!

Sonntag, 16. Dezember 2018

Weihnachtskleid 2018 - Zwischenstand!

Langsam nimmt Weihnachten hier Fahrt auf: Der Baum steht, Weihnachtsmusik dudelt aus dem Radio und das ganze Haus riecht nach gebrannten Mandeln, Gühwein und Kakao, denn der Glühweingugelhupf für heute nachmittag steht schon im Ofen.


Und auch das Weihnachtskleid nimmt langsam Form an: alle Teile des Oberstoffes sind zugeschnitten und Oberteil und Rockteil sind jeweils schon zusammengenäht. Hier mal lose zusammengesetzt an der Puppe und in schlechtem Licht kann man schon erahnen wie es am Ende aussehen wird.


Für heute stehen die Futterteile an. Letztes Mal habe ich das Futter weggelassen bzw. nur im Schulterbereich zum Verstürzen genutzt. Das hatte ich dieses Mal eigentlich auch wieder vor, aber der Stoff ist im Gegenlicht im Rock doch etwas durchscheinend, sodass ich wohl einen Unterrock brauche - oder halt gleich ein ganzes Futter? Dann muss ich allerdings noch eine FBA im Futteroberteil machen, das nicht identisch mit dem Oberteil des Oberstoff ist. Solche komplizierten Anpassungen wollte ich mir ja eigentlich gerade sparen. Während ich tippe, stelle ich fest, dass es wohl ein Unterrock wird - ich werde die Teile gleich nochmal überwerfen und dann entscheiden.

Oh, der Ofen piept.. macht's euch schön!

Sonntag, 9. Dezember 2018

Weihnachtskleid 2018 - Zwischenstand!

Ich bin zugegebenermaßen nicht besonders weit gekommen - zum Glück ist dieses Jahr wöchentliches Treffen, sonst hätte ich vermutlich gar nichts fertig gebracht. So ein bisschen Zeitdruck ist da doch hilfreich. Aber am Freitag habe ich meine letzte Vorlesung in diesem Jahre und ich bin optimistisch dann ordentlich aufholen zu können.

Hier der Blick auf meinen Nähtisch im Moment:

Das Oberteil ist zugeschnitten, Abnäher und Falten genäht und ausgebügelt. Ich habe noch zwei Knöpfe von der Strickjacke übrig, die ich in dem Kleid verarbeiten möchte und plane zudem einen stoffbezogenen Gürtel mit passender Schnalle. Die Knöpfe sind übrigens aus dem Trödeladen. Trödelläden und auch den Flohmarkt kann ich für Knöpfe nur empfehlen. Für 5 Knöpfe habe ich 0,35 Euro bezahlt. Im normalen Einzelhandel ist es schon schwer zu diesem Preis auch nur einen Knopf zu bekommen. Knöpfe sind wirklich teilweise unverschämt teuer!

Der Viskosestoff hat 10% Polyamid dabei und lässt sich so mäßig verarbeiten. Die Plastikfäden sind etwas widerspenstig und lassen sich ungern durchrollschneidern. Dafür verspreche ich mir von dem kleinen Plastikanteil etwas weniger Knitter und werde mir folglich neue Klingen für meinen Rollschneider besorgen.

Einen frohen zweiten Advent euch allen!

Sonntag, 2. Dezember 2018

Weihnachtskleid 2018!

Ich bin zu spät dran, ich habe eigentlich auch gar keine Zeit und mein Novemberkleid ist auch immernoch nicht fertig. Aber es ist das Weihnachtskleid - das Weihnachtskleid. Es hilft einfach nichts, ich will unbedingt mitmachen.


Eigentlich wollte ich eine Hose nähen, aber meine Zeit erlaubt es nicht und daher greife ich zurück auf Altbekanntes und nähe nochmal Butterick 5281.


Es ist ein süßes Kleid, das ich im Frühling bereits nähte und es ist angepasst, die FBA ist gemacht und es kann daher (hoffentlich) nicht viel schief gehen.

 

Der Stoff ist eine schlabberige blaue Viskose, die an sich nur wenig aufregend ist, aber den entscheidenden Vorteil hat, dass sie zu meiner sehr geliebten gestreiften Strickjacke passt. Der Strickjacke fehlen seit Jahren passende Kombinationspartner und so wird sie viel zu selten getragen.

https://1.bp.blogspot.com/-ARaXLn4SRPA/VztLfIM-iKI/AAAAAAAAIXU/nOplE2MGzxMoBXbesOXU1kYI1gVs2CWvQCLcB/s1600/Strickjacke%2B1956.png 

Diese Lücke wird das Weihnachtskleid hoffentlich füllen. Und dank der bereits erledigten Vorarbeit, besteht die Chance, dass ich es trotz Arbeit, Studium und Weihnachtsvorbereitungen noch irgendwie genäht bekomme. Ich bin gespannt und werde versuchen heute zwischen Controlling und Verwatungsrecht noch die ersten Teile zuzuschneiden!

Samstag, 10. November 2018

Anleitung: Kappnaht


Die Kappnaht ist eine besondere Naht, die sehr robust ist und sich zudem selbst versäubern kann. Wir kennen diese Naht vor allem von Jeans, Arbeitskleidung und anderen belastbaren Teilen (zB Polster, Zelte oder Taschen). Normalerweise werden unsere Stoffe an der Verbindungsnaht nur durch zwei Fäden zusammengehalten, aber bei besonders belasteten Teilen ist es empfehlenswert die Belastung, also den Zug auf die Naht, zu verringern - das reduziert das Risiko, dass die Naht reißt, und stabilisiert diese. Durch die Kappnaht verteilt sich dann die Belastung auf mehrere Stofflagen anstatt auf nur zwei Fäden.

Es gibt unterschiedliche Varianten eine Kappnaht zu nähen und man liest auch verschiedene Beschreibungen dazu. Ich habe folglich nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder darauf die einzig korrekten Varianten vorzustellen. Ich unterteile hier die Kappnähte in drei Arten, nämlich die einfache, als offene oder als geschlossene, und die doppelte Kappnaht.

Grundsätzliches zur Kappnaht:


  • Die Kappnaht ist nicht für dehnbare Stoffe geeignet - die Nähten würde platzen oder den Stoff in seiner Dehnbarkeit einschränken.
  • Wieviel Nahtzugabe ihr braucht und wie breit eure Kappnaht wird, entscheidet ihr nach Geschmack und danach wie dick der Stoff ist. Sehr dicke Stoffe brauchen mehr Länge, um sich anständig einfalten zu lassen. Ich empfehle ein Probestück, um zu testen welche Nahtzugabe und -breite euch gefällt und händelbar ist. In jedem Falle solltet ihr mindestens eine Nahtzugabe von 1,5cm haben, sonst wird es fast unmöglich sauber zu arbeiten.
  • Beim Nähen der Kappnaht solltet ihr darauf achten, alle Stofflagen zu erwischen und auf jeden Fall auf der Nahtzugabe zu bleiben - eine Naht auf dem einlagigen Stoff sieht nicht nur doof aus, sondern schwächt die Naht dort sehr.
  • Die Kappnaht punktet auch mit ihrer Erscheinung, daher solltet ihr unbedingt darauf achten, dass eure Nähte parallel liegen - lieber langsam, aber sorgsam nähen!
  • Überlegt euch vorher in welche Richtung eure Kappnaht 'zeigen' soll. Bei normalen Nähten legt man die Kappnaht zumeist so, dass sie hinter der Verbindungsnaht liegt. Bei einer Schulter- oder Seitennaht liegt die Kappnaht also in der Regel auf dem Rückenteil. Bei einer Passe, bei der die Kappnaht auch zur Zier und zum Absetzen dienen soll, liegt die Kappnaht auf der Passe.
  • Am einfachsten lässt sich die Kappnaht auf geraden Nähten nutzen, aber auch in Kurven (zB Ärmel) ist es möglich. Weil die zusätzliche Naht den Stoff etwas steifer macht, würde ich bei dem Ärmel die Kappnaht auf das Oberteil und nicht in den Ärmel setzen
  • Übrigens: Bei sehr dicken Stoffen kann man die Nahtzugaben platthämmern.

1. Offene einfache Kappnaht


Diese Naht eignet sich vor allem bei nichtfransenden Stoffen, wie z.B. Leder, Kunstleder, Walk, oder sehr dicken Stoffen, die dann aber nach dem Zusammensteppen versäubert werden sollten.


Es werden einfach beide Stoffe rechts auf rechts gesteppt und anschließend beide Nahtzugaben gemeinsam auf eine Seite gelegt und festgesteppt.

2. Geschlossene einfache Kappnaht


Der große Vorteil der Kappnaht ist ja eigentlich, dass damit gleichzeitig die Stoffkanten versäubert werden können.


Dazu werden wieder beide Stoffe rechts auf rechts gesteppt. Anschließend kürzt ihr die Nahtzugabe auf der Seite, wo die Kappnaht später liegen soll, um ein bisschen mehr als die Hälfte. Man könnte natürlich auch gleich eine kürzere und längere Nahtzugabe zusammennähen, aber das ist mir zu aufwendig.


Dann wird die normale Nahtzugabe so eingeschlagen, dass sie die gekürzet Nahtzugabe umfasst.

Ich mache es so, dass ich erst die Nahtzugaben auseinander und dann beide in Richtung der ungekürzten Nahtzugabe bügele. Dann klappe ich die normale Zugabe hälftig um und plätte sie - dabei kann man sich gut an der Naht orientieren. So wird es aus meiner Sicht schön gleichmäßig und es garantiert, dass auch beide Nahtzugaben schön ineinander liegen.


Anschließend schlage ich beide Nahtzugaben gemeinsam auf die andere Seite um und plätte wieder - gut gebügelt ist halb genäht! Dann brauche ich nur noch absteppen und fertig.


Auf der Rückseite sieht man die beiden Nähte (rechts) und wie schön die Kanten versäubert sind. Auf der Vorderseite (links) sieht man nur die Kappnaht.

Will man nun beide Nähte auf der rechten Stoffseite haben, zB um das typische Aussehen einer Jeans zu erreichen, kann man einfach im ersten Schritt links auf links aufeinander steppen und dann sind beide sichtbaren Nähte auf der rechten Seite.

Oft wird aber stattdessen neben die Kappnaht einfach noch eine weitere Naht gesetzt, sodass man die 'Jeansnaht' hat und noch etwas mehr Stabilität der Naht.

3. Doppelte Kappnaht



Wenn ihr mal eine Naht braucht, die so richtig robust ist, dann würde ich euch die doppelte Kappnaht empfehlen. Dabei wird die Verbindungsnaht von Kappnähten eingeschlossen und stellt somit keine Schwachstelle dar.


Es werden beide Stofflagen links auf rechts mit etwas Überstand auf beiden Seiten aufeinander gesteppt. Achtung: Ihr braucht das dreifache von dem Überstand als Nahtzugabe. Also wenn ihr 1cm Überstand näht, dann braucht ihr 3cm Nahtzugabe, bei 0,5cm dann 1,5cm Nahtzugabe usw.


Dann werden beide Stofflagen an der jeweiligen Kante umgeschlagen, sodass alle Kanten schön eingeschlagen sind, und anschließend ordentlich geplättet.


Dann noch knappkantig absteppen und schon ist es fertig.


Von beiden Seiten sind die Kappnähte sichtbar.

Den genauen Unterschied zu der einfachen Kappnaht erkennt man nicht auf den ersten Blick, denn die Stofflagen scheinen identisch - der entscheidende Unterschied ist aber die Lage der Verbindungsnaht - hier mit weißen Pfeilen markiert. Bei der einfachen Kappnaht ist die Verbindungsnaht immernoch unter Belastung, wohingegen sie bei der doppelten Kappnaht von den Kappnähten umschlossen ist und daher noch weniger Gefahr besteht, dass die Naht reißt.


Exkurs: Französische Naht


Eine andere Naht, die sich ebenfalls selbst versäubert, möchte ich euch noch zeigen: Die französische Naht, Doppelnaht oder auch Rechts-Links-Naht. Diese Naht ist besonders für sehr feine und durchscheinende Stoffe geeignet, also für Chiffon, Seide oder leichte Viskose.


Die französische Naht ist denkbar einfach - der Begriff "Rechts-Links-Naht" hat die Erläuterung quasi schon im Namen. Man näht zuerst knappkantig beide Stofflagen links auf links (falls der Stoff sehr flutschig ist, kann man auch mehr Nahtzugabe geben und nach dem Nähen kürzen). Dann wendet man beide Stofflagen, sodass man rechts auf rechts aufeinandersteppen kann. Achtet darauf, dass die zweite Naht auf jeden Fall die Kante einschließt, sonst schaut diese auf der rechten Stoffseite heraus.


Für eine besonders flache französische Naht, kann man diese anschließend noch in eine Richtung bügeln und absteppen, wenn man sich nicht an der zusätzlichen Naht stört.

Schlusswort


Die Kappnaht ist eine tolle Sache bei belasteten Nähten, aber auch bei Sportbekleidung oder bei Wäsche. Auch ganz normale Oberbekleidung zB aus Baumwolle profitiert von der hübschen Versäuberung und den sportlichen Nähten. Das Anfertigen ist eher eine Fleißarbeit, aber lohnt sich - ich hoffe, ich konnte euch die Kappnaht ein wenig näher bringen und vielleicht probiert ihr sie einfach mal aus.