Sonntag, 19. Mai 2019

Fertig: Rita Blouse mit Kirschen!

 

Ich hatte je bereits berichtet, dass ich mir die Rita Blouse von Charm Pattern vor allem gekauft habe, weil ich ein schnelles, einfaches Oberteil haben wollte, dass ich so zwischendurch nähen kann - und der Plan ist aufgegangen.


Aus einem im Ausverkauf für die Hälfte ergatterten Viskoseblusenstoff mit leuchtend roten Kirschen habe ich über ein paar Tage immer mal wieder ein halbes Stündchen hier, ein paar Nähte da gearbeitet und war trotzdem zügig fertig.


Weil der Stoff locker fällt, habe ich mich dieses Mal für die Flügelärmelchenvariante entschieden.


Ansonsten habe ich nur die Anpassungen im Hohlkreuz und oberen Rückenteil übernommen, aber nichts weiter geändert.


Auch diese wird nicht die letzte Rita Blouse gewesen sein - dafür ist sie zu einfach und gefällt mir zu gut.


Der Jeansrock ist ganz in Ordnung zur Bluse, aber ich glaube, ich hätte lieber einen roten Rock dazu - vielleicht ganz sommerlich aus Leinen? Wäre mein erstes Mal mit Leinen - bisher hielt mich das "Edelknitter" immer ab - aber es soll sich ja gut tragen. Habt ihr Leinenkleidung? Ist das doof mit dem Geknitter oder halb so schlimm? Oder lieber eine Mischung zB mit Viskose?
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Samstag, 27. April 2019

Fertig: Jeansrock von 1952!

 

Einen einfachen und robusten Rock, den man auch zu flachen Schuhen tragen kann, habe ich mir gewünscht. Und nun ist dieser Rock fertig - und ich bin es auch.


Nahezu harmlos wirkt der Rock auf den Bildern, aber er hat mich sehr geärgert. Der Stoff ist Jeans mit wenig Elasthan und war im Juni 2013 Teil meiner allerersten Stoffbestellung im Internet. Eigentlich wollte ich einen anderen Stoff haben und der Denim war ein Reststück und die Versandkosten sollten sich ja auch lohnen.. ihr kennt das sicherlich. Dann kam der Stoff an und löste nur wenig Begeisterung aus. Steif, aber irgendwie dehnbar, zu wenig für eine Hose und eigentlich gar nicht so recht eine Idee, was daraus werden soll. So schiebe ich seit mehr als fünf Jahren diesen Stoff lustlos hin und her.

Nachdem nun der Wunsch nach einem Jeansrock aufkam, witterte ich die Chance diesen Stoff endlich loszuwerden. Ich besitze nur zwei Jeansstoffe und der andere möchte irgendwann eine Hose werden. Also munter einen einfachen Rock aus Schwabe der neue Schnitt 07/1952 ausgewählt und zugeschnitten.

Der Rock besteht aus 4 Bahnen und ich habe lediglich in der hinteren Mitte Weite wegnehmen müssen sowie ebenfalls hinten für's Hohlkreuz Länge weggenommen - Passform ist ja bei einem einfachen ausgestellten Rock wenig kritisch.

Damit der Bund sich nicht dehnt, habe ich Ripsband aufgenäht und damit die Taschenbeutel sich nicht dehnen habe ich Reste der ebenfalls hier getragenen Bluse verwendet und damit ging das Elend los. Denn der Rock warf an den Taschen ganz komische Falten. Ich dachte erst, dass ich beim Zusammennähen der Taschenteile mit Vorderbahn und Taschenbeutel irgendwo gezogen hätte. Also alles wieder aufgetrennt, gebügelt, sehr gewissenhaft zusammengesteckt und wieder zusammengenäht. Im Ergbenis waren die Falten danach immer noch da, aber weniger und nochmal ordentlich abgebügelt war es dann in Ordnung.

Also habe ich weitergenäht, den Reißer eingesetzt und Ziernähte an allen Nähten angebracht. Dann zog ich den Rock zum Einkaufen an und merkte schnell, dass diese doffen Falten wieder zurückkamen! Etwas ratlos und langsam bockig schmiss ich den Rock erstmal in die Waschmaschine, aber auch danach waren die Falten noch da und ich bin endlich drauf gekommen, dass die nichtdehnbaren Taschenbeutel den Jeansstoff stören und der Grund für die Falten sind. Nochmal auftrennen wollte ich den Rock partout nicht und habe daher ganz pragmatisch die Taschen zugenäht. Und weil nicht nur die Taschenbeutel undehnbar sind, sondern natürlich auch die Ziernähte und ich nicht daran gedacht habe, habe den Rock aushängen zu lassen (ist ja nicht so, dass Tily das beim Onlinenähkränzchen noch gesagt hatte..), staucht nun der Stoff auch leicht zwischen den Nähten..


Mir egal, ich habe die Schnauze voll von dem Stoff und werde keine weitere Minute mehr in den Rock investieren! Man könnte auf die Idee kommen, dass ich einfach nicht vernünftig nachgedacht habe, aber ich bin eher der Meinung, dass ich und der Stoff schlichtweg nicht zusammenpassen. So!


Aber nichtsdestotrotz trage ich den Rock nun doch gern. Die Taschen sind nur noch Zier und der Stoff bleibt wohl einen Tick zu steif, aber der Rock passt und lässt sich zu fast allem kombinieren, er ist robust und anspruchslos. Der Reißer ist mir gut gelungen und ich mag die Ziernähte.


Den Rock werde ich bestimmt nochmal aus einem durchgehend undehnbaren Stoff und vielleicht auch mit der hübschen Bogenkante bzw. dem Oberteil nähen, aber den Rest vom Jeansstoff habe ich bereits entsorgt und bin ein wenig froh, dass ich ihn nun endlich los bin - mehr Platz für neue, wirklich schöne Stoffe, nicht wahr?
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Sonntag, 14. April 2019

Ein Sommerjäckchen Knit Along!

Wie das manchmal mit Plänen so ist, so werden diese auch wieder geändert. Ich strickte letzte Woche die Maschenproben für mein Sommerjäckchen. Ein zartes Flieder sollte es nun werden. Die Farbe passt (wie auch Gabi schon feststellte) hervorragend zu meinem Kleiderschrank und ist neben Dunkelbraun und Kirschrot die einzige Farbe, die ich aus sommerlicher Baumwolle im Vorrat habe.


Die Maschenprobe verriet aber, dass die Baumwolle für das ursprünglich gewählte Modell nicht wirklich geeignet ist. Die Baumwolle wird die schmale Form vermutlich nicht so gut halten können. Die Farbe und das Garn gefielen mir jedoch so gut, dass ich dabei blieb, nach einer Alternative Ausschau gehalten habe und fündig wurde.


Aus der Elsa 04/1954 stammt dieses Modell - eine kleine schlichte Strickjacke, quergestrickt und mit nachträglich eingenähten Abnähern. Ich wollte aber einfarbig bleiben und habe mich somit dafür entschieden, die Streifen mit Hilfe der Strickmaschine durch verschiedene Maschenweiten zu erzeugen. So wechsle ich 3 Reihen auf Maschenweite 5,3 mit einer Reihe auf Maschenweite 8 ab. Dadurch entsteht ein plastisches Streifenmuster und nun muss ich mir noch überlegen, ob mir die Seite mit den rechten Maschen oder die mit den linken Maschen am besten gefällt. Ich werde das Rückenteil mal stricken und dann spannen und danach entscheiden, welche Seite es schlussendlich wird. Im Moment tendiere ich zu den linken Maschen - was sagt ihr?

Samstag, 6. April 2019

Bügelei aus Stoffresten!

Bügeleier gehören zu den kleinen Helferlein beim Nähen. Man kann mit ihnen Rundungen besser ausbügeln als auf dem flachen Bügelbrett, wie zB Abnäher an der Brust oder Ärmelrundungen. Gut gebügelt ist halb genäht!


Schon im Dezember habe ich mit meinem Bügelei angefangen, aber man sollte sich wundern, was in so ein kleines Bügelei alles hineinpasst.. daher hat es bis jetzt gedauert bis es endlich voll war und ich das letzte Stückchen Naht mit dem Matratzenstich schließen konnte.

Gestopft habe ich mein Bügelei mit den Abschnitten aus der Overlock, mit Fäden, mit aussortierten Stofffitzeln, also allem, was so anfällt. Ich weiß, dass oft empfohlen wird Späne (Kleintierstreu) oder Katzenstreu zu verwenden, aber ich fand gerade die Weiterverwertung der Stoffreste so charmant, dass ich es erstmal damit ausprobieren wollte. Man muss es aber wirklich sehr fest stopfen!


Mein Bügelei hat eine Schlaufe bekommen, sodass ich es auch mal irgendwo hinhängen kann, und ich habe ein Gummiband in der Mitte eingenäht, damit ich es am Ärmelbrett befestigen kann. Ich habe einerseits feste Baumwolle verwendet und andererseits einen Rest Wollstoff - das sollen andere Wollstoffe beim Bügeln lieber haben.


Das von mir verwendete Schnittmuster ist leider nicht mehr zu bekommen, aber bei pinterest gibt es einige kostenlose Anleitungen und Schnittmuster - falls ihr euch auch ein Bügelei nähen möchtet, werdet ihr da auf jeden Fall fündig. Oder habt ihr vielleicht schon eines? Was sind eure liebsten Helferlein?

Sonntag, 24. März 2019

Ein Sommerjäckchen Knit Along!

Endlich mal wieder ein Knit Along, also ein gemeinsames stricken. Ich nähe ja eher - das geht schneller und ist mir vertrauter, daher stricke ich viel zu wenig. Und so hatte ich sofort ein Modell parat, das ich schon seit einer Weile stricken möchte.


Über die Farbe bin ich mir noch nicht ganz einig - ich finde das zarte Blau eigentlich sehr hübsch, sodass ich vermutlich mal schauen werde, ob ich nicht so eine ähnliche Farbe im Vorrat habe. Ansonsten könnte ich mir auch flieder oder mint vorstellen, was meint ihr?

Das Jäckchen ist aus der Elsa von 11/1954 und der kleine Punkt über der Modellnummer verrät, dass man es auch auf der Strickmaschine stricken kann - das trifft sich gut, denn genau damit stricke ich auch.


Eigentlich habe ich gar keine Zeit, daher muss ich mal schauen, wie ich das trotzdem zwischen mogle - da ist eine Strickmaschine natürlich sehr hilfreich, weil es schlichtweg schneller geht. Dafür kann man damit halt nicht in der Sonne sitzen und gemütich vor sich hinklappern. Ich freue mich jedenfalls drauf und hoffe, dass am Ende ein schönes Jäckchen herauskommt.

Falls jemand sich noch nicht ein Strickmodell entscheiden konnte, möchte ich kurz noch darauf hinweisen, dass ich ganz viele Strickanleitungen veröffentlicht habe.