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Dienstag, 28. November 2017

Anleitung: Rote Strickjacke mit Schößchen und Strickrock!


Alle Modelle (und weitere Strickanleitungen) aus dem Heft Frauenhilfe 23/10 1951 könnt ihr euch übrigens hier anschauen.

[verlinkt beim Creadienstag]

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Fertig: Serenity - Pullover der 30er Jahre


Gestrickt war Serenity von Lana Cabana vergleichsweise schnell, aber das Sticken dauerte doch sehr lange. Ich erinnere mich, dass ich das Vorderteil noch auf der Terrasse im Sonnenschein bestickt habe und ständig die Wolle von den Beinen schob, weil es einfach zu heiß war. Inzwischen haben wir aber die richtigen Temperaturen für Serenity erreicht - verstrickt habe ich übrigens die Lana Grossa Merino superfein "Cool Wool".


Ich habe Serenity abgesehen von den Ärmeln nicht verändert. Die waren mir allerdings viel zu weit und so habe ich einiges weggenommen und habe nun eher schmale als weit gepuffelte Ärmel. Im Gegensatz habe ich dann aber oben die Armkugel gerafft anstatt gefaltet und habe dadurch dort etwas 'Puff' geschaffen.

Der Ausschnitt gefiel mir schon ohne weiteren Kragen sehr gut und so habe ich erstmal darauf verzichtet noch einen Kragen anzuhäkeln und stattdessen den Ausschnitt mit einer Brosche geschlossen. Nach Ansicht der Bilder werde ich aber voraussichtlich den Kragen doch noch anfügen. Ich glaube der Abschluss oben täte dem Pullover gut.


Auch ein Charlestontänzchen lässt sich mit dem Pullover gut machen.
Und so bin ich sehr zufrieden mit Serenity - der Anleitung war gut zu folgen, die Passform mag ich auch und das Muster war die Arbeit wert! Insgesamt ein wunderbares Strickstück und in Kürze wird Serenity auch online zu bekommen sein, aber dann sage ich auf jeden Fall nochmal Bescheid. Mir wurde die Strickanleitung zum Probestricken von Ingrid bereitgestellt - eine Gegenleistung wurde dabei nicht gefordert, sodass dieser Beitrag ganz meine Meinung darstellt.

Der Rock ist übrigens der untere Teil des Frühlingskostüms.


Ich bin sehr verliebt in die Farbkombination und in das Karomuster und könnte mir gut vorstellen noch eine zweite Serenity zu stricken - vielleicht dann nur mit Streifen, das ginge doch schneller.. aber nun bin ich erstmal gespannt wie ihr meine Serenity findet.
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Dienstag, 8. November 2016

Winterliche Verwandlung!

Damit man nicht für jede Jahreszeit allzuviele Modelle stricken braucht, hat die kluge Frau einige Tricks und Kniffe parat. Ein anknöpfbarer Bolero ergänzt den Pulli ganz famos und das Zwischenstück macht aus der Weste ein Westover. Und der Rollkragen ersetzt sogar den Schal, obwohl eben jener Schal auch Schmuckelement sein kann und lässig über der Schulter getragen wird.


[Aus Beyer's Handarbeit 11/1951]

Ein paar süße und praktische Ideen für schmückende und doch praktische Knöpfe, oder nicht?
[verlinkt beim Creadienstag]

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Pullover der 30er Jahre - Serenity - Zwischenstand!

Ich komme gut voran - das Vorder- und Rückenteil sind bereits gestrickt, bestickt und zusammengefügt. Der Pullover passt soweit (obwohl das Bündchen etwas enger hätte sein dürfen, aber das liegt an meiner Einstellung an der Maschine) und gefällt auch.


Es fehlen noch die Ärmel - die musste ich nochmal ribbeln und einiges an Weite rausnehmen, damit sie gut sitzen. Inzwischen habe ich sie also nochmal gestrickt und nun müssen sie nur noch bestickt werden.


Und keine Sorge, bald geht es auch wieder mehr ums Nähen - u. a. soll ein passender Rock für Serenity in dem Violett her. Wie gefallen euch denn die Farbkombination und Serenity bisher?

Sonntag, 16. Oktober 2016

Eine Herbstjacke von 1954 - Zwischenstand!

Ich stricke ja zur Zeit an zwei Fronten - Serenity wächst und gedeiht und wird gemütlich auf dem Sofa bestickt. Beider Herbstjacke habe ich ehrlich gesagt gestern erst angefangen, aber dank Strickmaschine ist das hintere Rückenteil schon fertig. Die Farbe gefällt mir nach wie vor sehr gut und erscheint je nach Licht manchmal grau, manchmal fast ein wenig bräunlich oder puderfarben. Jedenfalls wird es gut in meine Garderobe passen.


Das Rückenteil schaut auf dem Bild etwas lang aus, aber das liegt daran, dass es durch die Gewichte, die die Strickmaschine braucht, eben lang gezogen wird. Durch das Waschen und Spannen kommt es aber wieder in Form. Zur Erinnerung nochmal das Vorbild.


Wie bereits gesagt habe ich auch die Zöpfchen nachgestrickt und finde es wirklich sehr süß. Statt in jeder 4ten Reihe habe ich in jeder 6ten Reihe verzopft - zum einen ist meine Wolle etwas dünner als vorgesehen und zum anderen ist es auch deutlich weniger Arbeit, weil die Verzopfung dann ja doch per Hand erfolgen muss.



Bislang bin ich sehr zufrieden und eigentlich auch noch ganz gut in der Zeit. Nun kann es mit dem ersten Vorderteil weitergehen. Wie findet ihr das Ergebnis bisher?
[verlinkt beim Herbstjacken-Knit-Along]

Freitag, 16. September 2016

Pullover der 30er Jahre - Serenity von Lana Cabana!

Ich hatte kaum die Strickmaschine für die Herbstjacke ausgepackt (ja, ihr habt mich überzeugt, ich mache die Zöpfe!), da erreichte mich eine ganz andere Nachricht. Die liebe Ingrid von couturette.de is unter die Strickdesigner gegangen. Und so bringt sie als Lana Cabana ihren ersten Pulloverschnitt nach einer Originalvorlage aus den 30er Jahre heraus: Serenity.

Ich lese Ingrids Blog seit dem ersten Tag als ich selbst meinen Blog startete und war stets begeistert. Daher muss die Herbstjacke nun erstmal noch ein bisschen warten und stattdessen strickte ich am Montagabend das Rückenteil von Serenity und sticke nun brav und geduldig das Karomuster auf. Man beachte auch dieses wundervolle Maschenbild.. hach..


Die Farben sind wahrlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber das grün passt perfekt zu meinen hübschen Schuhen und ich finde die Zusammenstellung wirkt wie typisch 30er Jahre - ohne es belegen zu können. Dank Strickmaschine wird auch die Herbstjacke noch rechtzeitig fertig, aber nun bin ich besonders gespannt und vorfreudig was aus Serenity werden wird.. bislang finde ich das Muster wirklich einnehmend! Wie findet ihr es bis hierhin?

Sonntag, 11. September 2016

Herbstjacke von 1954!

Obwohl das Wetter uns ja seit Tagen mich wundervollsten Temperaturen und Sonnenschein satt verwöhnt, ist es nicht zu bestreiten, dass die Schatten länger und die Tage kürzer werden - der Herbst naht. Und um dann nicht völlig unvorbereitet zu sein, sollte man so langsam mit der Mode dafür beginnen. Und Herbst und Winter sind ja Jäckchenzeit, also habe ich mich für eine Strickjacke aus der Elsa 03/1954 entschieden. Ich stricke das Jäckchen wieder auf der Strickmaschine.

 

Ich bin keine Freundin von Zöpfen und so werde ich wahrscheinlich einfach nur ein Rippenmuster stricken anstatt der Zöpfe, allerdings lasse ich es noch bir zur Maschenprobe offen. Vielleicht gefällt es mir dann ja plötzlich doch so gut.

Und nachdem ich schon beim Frühlingspullover gute Erfahrung mit kombinierfreudigem Grau machen konnte, habe ich mich wieder dafür entschieden. Dieses Mal etwas heller und flauschiger.


Nun muss ich erstmal wieder die Strickmaschine auspacken und mich mal wieder damit beschäftigen. Falls die Jacke gut gelingt habe ich noch ein paar andere Farben da.. und seid ihr schon an den Stricknadeln dran oder sitzt ihr noch in der Eisdiele?

[verlinkt beim Herbstjacken-Knit-Along]

Dienstag, 10. Mai 2016

Was lange währt, wird endlich gut!

Einige werden sich vielleicht an mein Frühlingsjäckchen 2014 erinnern - hier hatte ich es gezeigt. Gestrickt auf der Strickmaschine und Muster und Farben innig geliebt, war der Sitz der Blende nicht besonders gelungen. Die stand ungünstig ab und wollte sich so gar nicht anschmiegen. Schon damals wurde mir geraten es erstmal zu versuchen oder die Blende nochmal abzutrennen und leicht gedehnt wieder anzunähen. Tragen mochte ich die Jacke dann nicht so recht - es ärgerte mich zunehmend - also blieb nur die zweite Variante.

Ich gestehe, dass ich mich lange nicht getraut habe - ich hatte Sorge, dass ich es eher schlimmer als besser machen würde. So fristete das Jäckchen die letzten zwei Jahre mehr oder weniger ein Schrankdasein. Das hat nun ein Ende, denn schlimmer als die Jacke nicht zu tragen kann es ja auch nicht werden, also gab ich mir einen Ruck und setzte den Plan endlich um. Ich dehnte um geschlagene 10%, ließ also jede 10te Masche an der Jacke aus - außer unten am Bündchen.

Das Ergebnis sind 7,5cm weniger Blende und ein wirklich sehr viel besserer Sitz - nun muss noch die Blende gekappt werden, die Knöpfe neu angenäht und dann wird die Jacke endlich getragen!

 

Drückt mir die Daumen, dass es nun endlich gelingt! Könnt ihr euch schneller zu notwendigen Änderungen aufraffen oder braucht es bei euch auch manchmal mehrere Jahre längere Zeit?
[verlinkt beim Creadienstag]

Dienstag, 26. April 2016

Anleitung: Sommerlicher Pullover von 1950!

 
Diesen süßen Pullover zeigte ich letzte Woche hier und auch schon vor einem Jahr mit Jeans hier  - einige erkundigten sich, ob ich die Anleitung online stellen würde. 

Also nun die Anleitung aus Elsa 03 / 1950 und mit OW 92cm angegeben (Gr. 42). Ich habe obenrum 20cm mehr. Dennoch zieht das Baumwollgarn sich zurecht, obwohl man natürlich sieht, dass mein Streifenmuster dadurch nicht mehr ganz gerade ist und der Pullover insgesamt enger sitzt als das wohl gewollt ist.


Ich habe den Pullover bereits vor zwei Jahren gestrickt, daher weiß ich leider nicht mehr, ob ich noch andere Änderungen vorgenommen habe, aber es fehlen die Kordel und Schulsterpolster und statt einem Reißverschluss benutzte ich Knöpfe an der Schulternaht.

Und falls jemand den Pulli nachstrickt, wäre es toll, wenn ihr ihn zeigen und verlinken würdet. Wäre das auch ein Pulli für euch oder mögt ihr kein Strick im Sommer?
[verlinkt beim Creadienstag]

Donnerstag, 27. August 2015

Trockenwolle - Mythos selbstgestrickte Badekleidung!


Badekleidung sieht man in den Handarbeitsheften der 30er bis 50er Jahre immer wieder in gestrickter Form - wie zB in Elsa Heften (oben Elsa 05/1950 - unten Elsa 06/1952). Doch wir alle wissen wie sich Selbstgestricktes aus Naturfasern verhält, wenn es nass wird: Es saugt sich voll, wird schwer und hängt sich aus der Form - nicht umsonst sollte Wollkleidung stets liegend getrocknet werden.

Sind solche Wollsachen also wirklich für das Schwimmen und im Wasser tollen gedacht?

Ferien an der See

Der begleitende Text lockt sogleich mit einem "kühlen Bad" und lädt ein "..sich zumindest über Wochenende irgendwo im Wasser zu tummeln." Die Materialangaben im Heft geben näher Aufschluss, denn dort steht etwas von Trockenwolle.

Trockenwolle ist ein geschützter Begriff der Esslinger Wollfabrik (Kammgarnspinnerei Merkel & Kienlin) und deren hauseigene Handarbeitshefte zeigen auch, was die Trockenwolle zumindest laut Werbeversprechen kann:


Das obere Bild zeigt nur zu gut, was wir alle von gestrickter Badekleidung erwarten. Doch das untere Bild zeigt nun ganz unerwartet einen scheinbar wirklich badetauglichen Anzug. Aber wie soll das funktionieren? Laut Werbeversprechen sei Trockenwolle "filzfrei und formbeständig durch Spezialdekatierung".

Dekatieren ist eine Veredlungsform in der Stoff- und Tuchherstellung [wer sich das ausführlich durchlesen möchte, der wird hier fündig]. Kurz zusammengefasst wird im maschinellen Verfahren mit Hitze und Druck das fertige Wollgewirk widerstandsfähiger gemacht und es soll auch zB späteres Einlaufen und Verziehen verhindert werden.

Das ist aber bei der Esslinger Trockenwolle nur die halbe Wahrheit, denn wie das Patent von 1928/1929 zeigt, wird zum einen nicht am Gewirk, sondern schon am Garn gearbeitet und zum anderen vor allem eine Emulsion genutzt. Eine wässrige Lösung aus Öl und Seife und ein Bad im Aluminiumformiat soll die Wolle schon als Garn dauerhaft imprägnieren und so wasserbeständig - gar wasserabweisend - machen. Das Imprägnieren des Garns statt des fertigen Gewirks soll dann auch dafür sorgen, dass das fertige Stück atmungsaktiv bleibt. Dazu empfiehlt der Hersteller das Gestrick sehr fest und körpernah auszuführen, damit Wasser nicht durch lose Maschen dringen kann oder das Gestrick ausleiert.

Das ist dann nicht nur für Bademoden sondern auch für wetterfeste Kleidung im Herbst und Winter wichtig - so berichtet auch Dr. med. Willy Weiß im Esslinger Wollheft:


Eine andere Art Wollgarne wasserabweisend zu machen war übrigens auch die (zusätzliche) Verwendung von Paraffin (ähnlich wie Wachs) und das kennen zumindest die Strickmaschinenbesitzer, denn das benutzt man um das Garn leichtläufiger auf der Maschine zu machen.

Und natürlich gab es auch andere Hersteller von solcher Wolle - so wurde unter anderem Trocklin 10 oder Wassertrotz vertrieben. Später wurde dann zur Kunstfaser gegriffen und heutzutage handelt es sich manchmal sogar um Funktionsgarn. Zwar werden auch heute noch Wollstoffe (zB für wetterfeste Kleidung) imprägniert oder mit natürlichem Wollwachs (Lanolin) behandelt, aber zum Baden gehen reicht das wohl nicht aus. Es soll lediglich vor Spritzwasser schützen und wird neben Oberbekleidung zB auch für Wollwindelhosen benutzt.


Ob nun die Trockenwolle halten kann, was die Werbung verspricht, lässt sich nicht beurteilen. Wir müssen uns also leider weiterhin auf das reine Sonnenbaden in selbstgemachter Strickkleidung beschränken - oder hat zufällig noch jemand Trockenwolle im Vorrat liegen und erklärt sich bereit ein Exempel zu statuieren? Würdet ihr gern Bademode stricken, wenn diese sich nicht wie üblich vollsaugen und ausleiern würde?

Sonntag, 5. April 2015

Fertig: Damenpullover aus der Elsa von 1950!

 
Gerade habe ich erst die Nadel aus der Hand gelegt und auch zugegebenermaßen die Schulterpolster noch nicht eingenäht, aber ich kann es nicht erwarten euch meinen Pullover zu zeigen und muss auch gleich in die Osterfeierlichkeiten entschwinden.
Ich bin sehr zufrieden, was die Passform angeht und die Abnäher sind kaum zu sehen, aber tun ihren Dienst und der Pullover passt trotz anfänglicher Zweifel ganz hervorragend, wenn auch der Sitz der Ärmel etwas ungewohnt ist.
Die Brosche hat sich leider etwas verdeht, aber man sieht gut, dass sie hervorragend zum Pullover passt und den Hauch Frühling mitbringt, den ein Frühlingspullover eben auch braucht.

Der Kragen gefällt mir auch ausgesprochen gut, obwohl er doch sehr eng anliegt (und den kleinen Fehler am Kragen, der durch das Gewicht an der Maschine entstand, behebe ich auch noch).
Die Länge des Pullovers ist für den schon oft gezeigten Rock mit hohem Bund ideal und wird sicher auch zur Jeans und meinen anderen Röcken sehr gut passen.
Die Rückansicht gibt auch keinen Anlass zu klagen - das Muster liebe ich nach wie vor sehr!

Ich bin etwas kurz angebunden, da der Lammbraten wartet, aber ich bin sehr glücklich mit meinem Pullover und freue mich sehr darüber. Ich wünsche all den anderen Strickerinnen bezaubernde Ostern!

Und falls ihr euch wundert warum nun gerade ich erst so kurz vor dem Finale fertig wurde, möchte ich euch noch kurz verraten, dass ich am 15.04. einen kleinen Strickmaschinenkurs starten werde - gemeinesames Kennenlernen der Strickmaschine. Wer also noch so ein Stück zu hause hat, der sollte mal vorbeischauen. Es wird ganz einfach und am Ende ein fertiges, tragbares Stück dabei herauskommen!

[verlinkt bei Share-in-Style]

Samstag, 14. März 2015

Abnäher im Strickstück!

Mein Frühlingspullover hat also Abnäher - ich habe noch nie Abnäher in ein Strickstück genäht. Nun kann das ja auch nicht viel anders sein als bei anderen Stoffen, dachte ich mir und legte los.

Den Abnäher auf den Strick zu übertragen war etwas schwierig - aufmalen geht nicht und bei den Stecknadeln verrutschte der Stoff hier und da, aber mit etwas Geduld habe ich es geschafft und den Abnäher erst mit Stecknadeln und dann lose mit einigen Handstichen markiert.
 
Anschließend habe ich - wie bei jedem anderen Abnäher auch - die Seiten gegeneinander gesteckt und genäht. Die Nähmaschine nähte ohne Weiteres und schon war es vorbei und beide Abnäher gemacht.
 
Obwohl ich sehr gewissenhaft aufgelegt habe, sind sie nicht ganz spiegelgleich und der linke (hier rechts zu sehen) liegt etwas weiter oben - im Muster erkennt man es ganz gut. Aber ich werde es erstmal so lassen, denn insgesamt sind beide Abnäher gut geglückt und ich hoffe getragen fällt es dann nicht mehr auf.

Außerdem ist die erste Ärmelnaht schon geschlossen - durch den feinen Strick dauert der Matrazenstich sehr lang und ist etwas fummelig, aber das ist dann eben so und ich hoffe es lohnt sich am Ende. Zeit habe ich ja noch genug bis zum Finale der Frühlingspullover.

Und wie findet ihr meine Abnäher?

Freitag, 6. März 2015

Abwandlung des Hebemaschenmusters

Ganz zu Beginn des Frühlingspullover habe ich angekündigt, dass das Hebemaschenmuster auch ein Testlauf für ein weiteres Projekt wird und das möchte ich euch auch nicht vorenthalten.

Schon vor längerer Zeit habe ich mich in einen Pullover im Waffelmuster aus den 40er Jahren verliebt - das nebenstehende Modell von Lavenda aus der Zeitschrift Needlewoman & Needlecraft. Mit mehreren Farben und Hebemaschen wird ein sehr hübsches Muster erzeugt und auch die Form und die Schulterpasse gefallen mir ausgesprochen gut. Handgestrickt konnte man diesen Pullover schon nachgemacht bei Anick Jusian bewundern.

Ich wollte das Muster natürlich mit der Strickmaschine nacharbeiten und habe es genauso gemacht wie hier beim Frühlingspullover - allerdings diesmal als rechtsflächiges Strickstück und mit den entsprechenden Farbwechseln. Ich habe nur 3 Farben verwendet, daher ist das Farbmuster versetzt, aber das Prinzip stimmt. Und so war mein Testlauf sehr erfolgreich und ich kann demnächst mit dem gewünschten Pullover beginnen - aber natürlich wird erst der Frühlingspullover beendet und im April wird es eine kleine Anleitung für die Strickmaschine geben. Danach kommt dann dieser Pullover dran und ich freue mich schon.


Ach, die Wolle ist nur zu Testzwecken verwendet worden - bei den Farben muss ich mir noch ein Konzept überlegen. Vielleicht Grautöne mit einem schönen Rot zwischendurch? Oder in Fliedertönen? Ich müsste mal schauen, was der Wollvorrat hergibt und die Garderobe ergänzen würde.

Wie findet ihr das Muster? Ist der Pullover nicht entzückend?


Samstag, 21. Februar 2015

Zwischenstand für den Damenpullover von 1952!

 
Ich bin gut vorangekommen mit dem Frühlingspullover - nach der Musterprobe und dem fertigen Rückenteil (samt Video vom Elektrikschlitten) ist auch das Vorderteil gestrickt, gewaschen und gespannt. 
Im nächsten Schritt kommen die Abnäher in den Pullover - ich überlege aber vorher die Schulternähte schonmal zu schließen um die Passform abschätzen zu können. Solange ich überlege mache ich mich an den zweiten Ärmel. Der wird abgesehen von zwei Musterstreifen komplett linksflächg gestrickt, sodass lediglich die Zu- und Abnahmen Zeit kosten und ich in rund zwei Stunden den ersten Ärmel heute vormittag fertig gestrickt hatte. 

Ich bin bislang sehr zufrieden mit der Entwicklung meines Pullovers, überlege schon konkret welchen Rock ich zu Pullover und Brosche tragen werde und bin gespannt wie es bei den anderen so läuft. Was haltet ihr vom Zwischenstand? Kommt das Muster nicht fabelhaft heraus?

Und noch eine Bitte: Nachdem Frau Vau und Wiebke die Idee einer Anleitung für Strickmaschineneinsteiger in Form eines kleines Knit-Alongs einwarfen, würde ich mich freuen, wenn sich die Damen und Herren mit einer Strickmaschine, die ebenfalls Interesse daran hätten, mal melden könnten, damit ich das ein bisschen besser planen kann. Danke.

Dienstag, 17. Februar 2015

Zwischenstand für den Damenpullover von 1952!

Das Rückenteil ist wie angekündigt inzwischen fertig - die Form lässt sich beim Spannen mit dem Schnittmuster gut nacharbeiten und ich bin sehr zufrieden damit wie die Wolle und das Muster nach dem Waschen aussehen.

 
Und ich kann auch nicht oft genug sagen, wie begeistert ich immer wieder von der gleichmäßigen Arbeit mit der Strickmaschine und dem Elektrik-Schlitten bin. Deshalb habe ich mir auch gedacht, dass ich euch da mal ein wenig mehr daran teilhaben lasse.

Wie eine Strickmaschine grundsätzlich funktioniert, habe ich hier schonmal gezeigt. Zur Erinnerung: man kann mit der Einbettstrickmaschine also nur linke Maschen stricken [oder eben rechte, je nachdem wie man das Strickstücke dreht]. Beim Frühlingspullover wird das Grundmuster linksflächig gestrickt. Der Elektrik-Schlitten [bei meiner Strickmaschine vom Modell Brother KH-891 passt der KG 89] arbeitet nach dem gleichen Prinzip nur eben von der anderen Seite aus, also er holt sich den Faden, strickt diesen ab und hängt die rechte Masche wieder auf die Nadel - das sieht dann so aus:  


Statt dem Elektrik-Schlitten könnte man für ein Bündchen auch ein Doppelbett anhängen, also ein gegenüberliegendes Nadelbett, oder einfach jede zweite Maschen fallen lassen und hochhäkeln. Es gibt also verschiedene Varianten für Bündchen oder grundsätzlich Links/Rechts-Muster. Und weil der Elektrik-Schlitten mit Lochkarten arbeitet, kann er neben den Bündchen auch weitere Muster stricken - das könnt ihr euch bei Chrissy mal näher anschauen.

Das Video zeigt übrigens die letzte Reihe vom Vorderteilbündchen, also ich liege da insgesamt sehr gut in der Zeit - vielleicht kann ich bis nächsten Sonntag auch das Vorderteil fertig stellen, denn das muss im Gegensatz zum Rückenteil nicht mal geteilt werden.

Haben eigentlich noch mehr von eine Strickmaschine? Und seid ihr sehr erschrocken von der Lautstärke des Elektrikschlitten? Und vor allem wie findet ihr das Rückenteil?
[verlinkt beim Creadienstag]

Freitag, 13. Februar 2015

Ein farbenfroher Sommerstrauss


 [aus der Frauenhilfe - Heft 8 von 1952]

Nach dem Frühlingspullover kommen die Sommerpullover und so kann man schonmal träumen und sich überlegen wie der perfekte gestricktre Begleiter für eine Spritztour über's Land, eine Fahrt an den See oder ein abendlicher Besuch an der Eisdiele sein muss. Welcher wäre denn euer Favourit?

Dienstag, 10. Februar 2015

Musterprobe für den Damenpullover!

So eine Maschenprobe ist ja schön und gut, aber stimmt das Muster auch? Gerade wenn man von Handstricken auf Maschine umrechnet ist das ja nicht immer auf Anhieb klar, daher sollte man schon mal das Muster überprüfen.
Und ich bin sehr zufrieden - im Moment sieht es noch durchscheinend aus, aber durch das Waschen wird die Wolle etwas plüschiger. Das Rückenteil wird übrigens geteilt und hat dann hinten einen Schlitz, damit der Kopf auch durchpasst - ich mag solche Schlitze sehr und war daher positiv überrascht als ich das in der Anleitung las.

Bis zum Schlitz bin ich bislang gekommen - heute wird geteilt, noch ein paar Reihen nach oben gestrickt, abgekettet und das Rückenteil ist dann auch schon fertig. Bevor ich mit dem Vorderteil beginne, werde ich waschen, spannen und schauen wie sich das Rückenteil mit dem Schnittmuster versteht. Und erst dann werde ich den Elektrikschlitten anschmeißen für das Bündchen vorn - sicher ist sicher!

Ach und eine kleine Anleitung, wie das Muster auf der Maschine gestrickt wird, ist auch in Arbeit, aber zuerst müssen die Nadeln wieder frei werden, damit ich es auch vernünftig vorführen kann. Die ein oder andere hat ja doch auch eine Strickmaschine zu hause und vielleicht kann ich euch ja überzeugen sie auch zu benutzen!

Samstag, 7. Februar 2015

Maschenprobe für den Damenpullover!


Eigentlich dachte ich mir meinen Frühlingspullover in einem strahlenden Smaragdgrün, aber das Garn war dagegen. Viel zu dünn wurde das Strickstück und viel zu durchsichtig. Also der Versuch es doppelt zu nehmen, aber dann wurde es zu dick und zu aufgeplustert. Ich habe ganz kurz und ein wenig trotzig überlegt umzurechnen, aber mit den Hebemaschen wird es auf Nadelstärke 1 nicht gerade ein Vergnügen und eigentlich wollte ich auch nicht umrechnen. Also habe ich das Smaragdgrün zur Seite gelegt und noch einiges anderes angestrickt [Rot, Vanillegelb, Lila], aber nichts wollte so recht passen.

Und so kam ich schließlich zu Grau. Nicht besonders frühlingshaft, aber irgendwie eine so verträgliche Farbe. Sie verträgt sich mit blauen wie mit roten Röcken, sie verträgt sich mit robuster Jeans genauso wie mit feinem Blumengeschmeide. Und so habe ich mich entschieden doch mal etwas Verträgliches zu Stricken, das anderen Teilen genug Raum lässt und sich wunderbar in meinen Kleiderschrank und mein Farbschema einfügen wird.
Eine Maschenprobe muss sein. Oben gestrickt in Stufe 6 [man sagt als Richtwert, dass der Maschenweiteregler der Maschine das Doppelte von der Handstricknadel beträgt], dann auf Stufe 3 und schließlich Stufe 4. Endültig werde ich auf Stufe 5,6 stricken und komme damit sehr genau auf meine 11M. auf 30cm sowie auf 5R. auf 1cm. Das Schnittmuster liegt auch schon abgepaust neben den ersten Notizen zu errechneten Reihenzahlen. Und so habe ich schon alle Vorarbeit erledigt und losgelegt - das Bündchen vom Rückenteil ist fertig und die erste Musterreihe gerade in Arbeit. Ein wenig mühsam ist es auf der Maschine schon mit den Umschlägen, aber dass die nächsten 20 Reihen dann in ca. 1 Minute gestrickt werden entschädigt schon dafür.

Bleibt nur noch die Frage, ob ich bei den langen Ärmeln bleiben möchte oder die lieber kürze - da bin ich immernoch unentschlossen, aber da habe ja noch eine Menge Rückenteil und ein ganzes Vorderteil Zeit zu überlegen. Bis dahin schaue ich mal bei den anderen Strickerinnen und bin gespannt, was ihr von meinem verträglichen Grau haltet!

Samstag, 31. Januar 2015

Pullover aus der Elsa von 1952!

Die Strickmaschine steht bereit - seit April letzten Jahres. Seitdem hängt ein Bündchen dran und wartet darauf, dass es weiter geht, aber es ging nicht weiter, weil ich inzwischen nicht mal mehr weiß wie es weiter hätte gehen sollen. Also habe ich nun kurzen Prozess gemacht und das Bündchen abgetrennt, denn das Frühlingsstricken geht nun los!

Ich habe lange überlegt, was ich stricken möchte, habe Zeitschriften und Bilder gewälzt und mich schließlich für diesen Pullover aus der Elsa 09/1952 entschieden.
 
Der Pullover gefällt mir sehr gut - das kleine Muster ist zurückhaltend, aber nicht unauffällig. Spannend finde ich das Muster mit den Hebemaschen auch für zukünftige Projekte, weil man damit sehr schöne Streifenmuster erzeugen kann. Das Muster habe ich auch bereits getestet - da ich ja mit der Strickmaschine stricke, ist das Umsetzen einer normalen Anleitung für das Stricken mit der Hand manchmal nicht so einfach. Aber das Muster ist gelungen, also kann ich mich an die Maschenprobe machen sobald ich mich für ein Garn entschieden habe.

Es hat aber auch noch einen anderen Grund, dass ich ausgerechnet diesen Pullover gewählt habe: Er hat Abnäher. Nachdem der andere Pullover aus der Elsa genau diese nicht hatte und nun Falten wirft, finde ich Abnäher sehr spannend. Hier wird der Abnäher übrigens nachträglich eingenäht. Man kann Abnäher auch durch verkürzte Reihen erzeugen, aber das habe ich bislang weder per Hand noch auf der Maschine gestrickt. So ist es auch gar nicht verkehrt, dass sie hier abgenäht werden.
 
Bei der Farbe und dem Garn bin ich mir noch nicht ganz sicher - vielleicht ein hübsches Smaragdgrün?

Solange ich noch überlege, könnt ihr euch ja die Jacke vom letzten Jahr anschauen - Ich muss gestehen, dass ich die Blende nochmal abgenommen und bisher nicht wieder angenäht habe und auch der passende Pullover noch immer unvollendet ist. Falls ich also dieses Jahr schnell fertig werde, steht das Beenden der anderen Teile auf dem Plan!

Mittwoch, 21. Januar 2015

Fertig: Pullover aus der Elsa von 1950!


Der Pullover aus der Elsa von 03/1950 wurde schon vor längerer Zeit fertig und ich habe ihn auch schonmal gezeigt, aber leider war er mir nicht besonders gut gelungen. Hier das Modell aus dem Heft mit dem hübschen Strickmuster.


Bei meinem Pullover ziehen sich ein paar Falten seitlich von der Brust weg, weil der Unterschied zwischen Oberweite und Taille zu groß ist, und er sitzt nicht ganz so locker, aber vor allem war der Pullover zu kurz. So landete er im Schrank und eigentlich wollte ich ihn auch wieder aufmachen, aber es war so viel Arbeit, dass ich es nicht über's Herz brachte.


Inzwischen bin ich ganz froh darüber, denn wie man sieht ist Länge relativ und so trug ich am Samstag eben jenen Pullover zur hochgeschnittenen Marlene Jeans von Rockabilly Rules und bin überrascht wie prima mir der Pullover damit plötzlich doch gefällt.


Der kurze Pullover lässt der hohen Taille der Hose genug Platz und so sieht man auch die seitliche Knopfleiste ausgesprochen gut.

Der Umschlag der Hose ist etwas schief, aber da er nicht festgenäht ist, kann das mal passieren - dafür kann man die Hose dann eben genauso zu hohen wie zu flachen Schuhen tragen.


In der Rückenansicht sieht man, dass ich dem Pullover noch Schulterpolster schuldig bin, aber da ich ihn ja eigentlich sogar auftrennen wollte, habe ich natürlich nicht weiter daran gearbeitet, aber das werde ich nun doch nachholen.

Und? Wie gefällt euch mein eigentlich aussortierter Pullover zusammen mit der Jeans?
[verlinkt beim MeMadeMittwoch & RUMS]