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Mittwoch, 7. April 2021

Frühlingsgarderobe!


Heute zeige ich euch zwar mal nichts Neues, aber dafür meine aktuell liebste Kombination im turbulenten Aprilwetter. Immerhin ist es ja nicht ganz unerheblich, wie sich die selbstgenähten Kleidungsstücke auch über die erste Euphorie hinaus und auf Dauer in die Garderobe einfinden.


Die Strickjacke habe ich im Rahmen des Frühlingsknitalongs im Jahr 2014 gestrickt. Sie ist eines meiner liebsten Stücke! Die Farben sind großartig und auch die Wolle (Merino 160 von Austermann) trägt sich wunderbar. Gestrickt habe ich nach dieser Anleitung auf der Strickmaschine.


Das Muster der Jacke entsteht einerseits durch einfachen Farbwechsel und andererseits durch abgehobene Maschen bei den Pünktchen. Es werden sozusagen die Pünktchen weitergestrickt und die Grundfarbe nur abgehoben und nach zwei Reihen wird dann die gesamte Reihe normal weitergestrickt. Dadurch hat man farblich abweichende, plastische Pünktchen!


Das Jäckchen wird mit drei Knöpfen geschlossen, aber kann auch sehr gut offen getragen werden.


Nicht ganz einfach sind gute Kombinationspartner für die Jacke zu finden, ohne dass es zu bunt wird. Selbernähen eröffnet da zum Glück die Möglichkeit, das Passende einfach selbst zu nähen. In diesem Fall ist es eine Hemdbluse nach dem Schnitt von 1940 aus einem taubenblauen Blusenstoff. Ich weiß nicht mehr genau, woher ich den Stoff habe oder wie die Zusammensetzung ist - weil er kaum dehnbar ist, würde ich auf einen ordentlichen Polyesteranteil tippen. Vielleicht mache ich an den Resten nochmal eine Brennprobe.

Der Blusenstoff wirkt leicht meliert, sodass er fast an Jeans und Arbeitskleidung erinnert.


Der Rock ist das Modell 106B aus der Burda 05/2012. Es handelt sich ursprünglich um einen Bahnenrock mit Knopfleiste, aber ich habe in der hinteren Mitte einen Reißer eingesetzt und trage ihn lieber ohne Knopfleiste.


Das Beste am Rock sind neben dem hohen Formbund die Taschen, die in einer Rockbahn integriert sind. Genäht ist der Rock aus einem dunkelblauen festen Wollstoff, sodass er einen guten Stand hat.


Ich bin sehr glücklich mit der Kombination - sie trägt sich gut und passt für mein Empfinden hervorragend zusammen! Außerdem ist es für das Wetter im April genau richtig, auch wenn ich es zur Zeit eher noch mit Winterstiefelchen trage.
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]


Sonntag, 7. Januar 2018

Strickanleitung: Herrenpullover von 1959!



Hier nun also die Strickanleitung vom Herrenpullover für die Strickmaschine aus dem Knittax-Heft vom September 1959, die ich dem Hirschpullover des Gatten zu Grunde gelegt habe. Ich habe den Pullover länger und breiter gearbeitet und die Musterstreifen weggelassen, da ich ja ein Bild eingestrickt habe. Falls man den Pulli einfarbig arbeitet, sind die Musterstreifen aber ein toller Hingucker.

Samstag, 23. Dezember 2017

Ein Wollrock für mich und ein Pullover für den Gatten!

Huch, ist schon wieder Weihnachten? 

Was macht man am Morgen kurz vor Weihnachten? Klar, man setzt sich auf's Sofa und näht wie der Wind Rocksäume und Strickkragen ein und kaum fertig macht man ganz flink ein paar Fotos und danach muss die Sahne aufgeschlagen und der Lachs im Kühlschrank kontrolliert werden.

 
Mein Wollrock wurde quasi vor zehn Minuten fertig und ist genauso geworden, wie ich ihn mir wünschte - nur zum nochmal überbügeln blieb keine Zeit. 

Zur Erinnerung die Skizze vom Anfang:

 
 Als Schnitt nutzte ich das Rockteil eines Kleides aus Schwabe der neue Schnitt von 08/1957 und  arbeitete einen geraden Bund und Leistentaschen ein. 
Der wunderbare Wollstoff aus einem Ausverkauf ließ sich völlig anstandslos vorarbeitet und trägt sich ganz herrlich. Die Falten hinten springen genauso auf, wie ich es wollte und geben genug Platz für große Schritte oder auch Treppensteigen. 


Der Rock ist sehr schön und wird mir auch im Alltag gute Dienste leisten.

Viel wichtiger war mir in diesem Jahr nun aber der Pullover für den Gatten zu Weihnachten - und auch dieser wurde heute morgen beendet. Hier einmal das Original und meine Version:


Es war eine Heidenarbeit - das Muster musste von Hand gelegt werden, die ersten Ärmel waren erst zu klein, der Hirsch als Intarsie dauerte ewig und brauchte höchste Konzentration, den Kragen musste ich auch zweimal annähen und ich habe mehrere Stunden gebraucht allein um alle Fadenenden zu verknoten und zu vernähen.


Aber das Ergebnis ist großartig und auch der Gatte ist ganz verliebt - nun muss der Pulli nochmal durchgewaschen werden, damit auch die letzte Unregelmäßigkeiten verschwinden und dann wandert er mit Schleife unter den Baum!


Na, was sagt ihr? Ist der Pullover nicht eine Wucht?

Und so wünsche ich euch geruhsame und schöne Weihnachten! Merry Christmas! Feliz navidad und mele kalikimaka!

Dienstag, 12. Dezember 2017

Der Reindeer Ski Sweater - Zwischenstand!

Am Wochenende war ich sehr fleißig und habe 200 Reihen gestrickt. Irgendwann hat man so einen Punkt, da will man dann auch fertig werden und so präsentiere ich heute schonmal das Vorderteil vom Reindeer Ski Sweater. 


Mein Hirsch kommt etwas gestaucht daher und der Ausschnitt ist - nach Schnittmustervorgabe - doch sehr viel tiefer als beim Original. Trotzdem bin ich schwer begeistert und insgesamt sehr stolz, denn abgesehen von ein paar Fehlern beim Stricken, die ich aber alle beheben konnte, habe ich keine groben Patzer drin, habe nicht in einem Moment der Unachtsamkeit das ganze Strickstück von der Maschine geschoben und auch andere mittelschwere Katastrophen blieben aus.

Nun liegt der Hirsch neben dem Weihnachtsbaum und trocknet. Ich muss nur noch das Halsbündchen stricken (lassen) und dann kann ich zusammennähen. Das ist übrigens einer der Gründe, warum ich das Nähen dem Stricken vorziehe: Die Strickstücke sind jetzt wie sie sind. Ich habe nur noch wenige Möglichkeiten der Anpassung und wenn es nicht passt.. puh.. Aber bislang bin ich optimistisch, dass der Pullover passt. Drückt mir die Daumen und ich schlage dann heute mal die Bündchen an.. 

[verlinkt beim Creadienstag]

Samstag, 9. Dezember 2017

Der Reindeer Ski Sweater - Zwischenstand!

Das Rückenteil und die beiden Ärmel sind fertig und seit einiger Zeit stricke ich nun am Vorderteil.. obwohl Stricken vielleicht das falsche Wort ist, denn es ist wirklich zäh und erinnert mehr an Weben als an Stricken. Ich hantiere teilweise mit bis zu 12 Garnrollen und entsprechend vielen Fäden und lege jeden einzeln in die richtigen Nadeln. Ich hatte gehofft heute schon weiter zu sein, also steht neben mir der Kaffee und ich starte ganz motiviert und habe mir heute 40 Reihen vorgenommen - falls danach noch etwas mit mir anzufangen ist, steht der Bund für den Weihnachtsrock an.. vielleicht sollte ich mir noch einen Likör holen..

Donnerstag, 2. November 2017

Der Reindeer Ski Sweater - Zwischenstand!

Der erste Ärmel ist schon fertig gestrickt, gespannt und inzwischen sogar zusammengenäht. Muster und Farbgestaltung sind wie gewünscht. Er scheint recht körpernah zu sein, aber das mag der Gatte und daher ist alles in Ordnung und es kann mit dem nächsten Ärmel begonnen werden.


Mit der Auszählung des Musters bin ich noch nicht ganz fertig, aber mit zweitem Ärmel und Rückenteil, das ich ohne Hirsch mache, werde ich lange genug beschäftigt sein. Ich bin sehr gespannt wie es am Ende aussehen wird - bislang bin ich sehr zufrieden und immer wieder begeistert wie schnell und regelmäßig die Strickmaschine strickt!

Sonntag, 29. Oktober 2017

Der Reindeer Ski Sweater - Zwischenstand!

Nachdem letzte Woche schon die Wolle ausgesucht wurde, mussten nun Teststücke folgen - für die Maße und für's Muster, denn so ganz einfach sind die kleinen weißen Punkte nicht. Alle 10 Maschen, abwechselnd in jeweils jeder 6 Reihen, werden weiß - am besten ohne besonders viele lose Fäden auf der Rückseite. Somit habe ich beim schon angestrickten Ärmel noch in jede 5 Masche den weißen Faden mit eingelegt, damit er mitgestrickt und so befestigt wird.



Als Schnittmuster habe ich mir einen Herrensportpullover aus dem Knittaxheft 09/1959 ausgesucht. Der kriegt ein paar Maßanpassungen hier und da und ein ausgeprägteres Bündchen und dann sollte es mit dem gewünschten Ergebnis hinkommen. Und da das Muster auch für die Strickmaschine ausgelegt ist, passt die Maschenprobe auch. Das ist bei Handstrickmustern manchmal etwas schwieriger, weil die Strickmaschine vor allem in der Länge mehr Reihen braucht.

Ob es am Ende auch für den Gatten passt, wird zunächst am Ärmel ausgetestet - der könnte im Zweifel relativ schnell nachgearbeitet werden. Man darf gespannt sein und ich hoffe nächste Woche schon den Ärmel präsentieren zu können!

Dienstag, 24. Oktober 2017

Der Reindeer Ski Sweater von Catalina von 1947

Immer wenn die Temperaturen runtergehen - viele werden das kennen - steigt gleichzeitig die Lust auf wollig, warm, gemütlich. So richtig gemütlich ist das Rattern der Strickmaschine zwar nicht, aber nichtsdestotrotz wurde sie vorgestern voller Vorfreude wieder ausgepackt.



Gestrickt werden soll das Weihnachtsgeschenk für den Gatten. Und gestern ging es Wolle kaufen - wunderbares Woll-Nylon-Gemisch auf großen Konen für ein geschmeidiges Abstricken und ein erster Testlappen verspricht ein hübsches Maschenbild und einen weichen Pullover. Der Liebste hat sich  die Wolle selbst ausgesucht, also es ist kein Geheimnis. Etwas geheimnisvoller ist hingegen schon wie sich das Ganze dann stricken lässt und ob ich das alles denn bis Weihnachten schaffen werden.

Ziel der Begierde ist der Reindeer Ski Sweater von Catalina von 1947:



Catalina wurde 1928 gegründet und erfreute sich besonders in den 40er und 50er Jahren mit Schwimmbekleidung und Strickwaren (was ja damals noch eng zusammenhing) großer Beliebtheit. Dabei war auch das Thema Novelty ganz präsent, also die Darstellung von Motiven wie Menschen, Orten oder eben wie hier Tieren.

Ich bin dann mal Maschen auszählen - wie findet ihr den Pullover? Ist er nicht ein Knaller?

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Fertig: Serenity - Pullover der 30er Jahre


Gestrickt war Serenity von Lana Cabana vergleichsweise schnell, aber das Sticken dauerte doch sehr lange. Ich erinnere mich, dass ich das Vorderteil noch auf der Terrasse im Sonnenschein bestickt habe und ständig die Wolle von den Beinen schob, weil es einfach zu heiß war. Inzwischen haben wir aber die richtigen Temperaturen für Serenity erreicht - verstrickt habe ich übrigens die Lana Grossa Merino superfein "Cool Wool".


Ich habe Serenity abgesehen von den Ärmeln nicht verändert. Die waren mir allerdings viel zu weit und so habe ich einiges weggenommen und habe nun eher schmale als weit gepuffelte Ärmel. Im Gegensatz habe ich dann aber oben die Armkugel gerafft anstatt gefaltet und habe dadurch dort etwas 'Puff' geschaffen.

Der Ausschnitt gefiel mir schon ohne weiteren Kragen sehr gut und so habe ich erstmal darauf verzichtet noch einen Kragen anzuhäkeln und stattdessen den Ausschnitt mit einer Brosche geschlossen. Nach Ansicht der Bilder werde ich aber voraussichtlich den Kragen doch noch anfügen. Ich glaube der Abschluss oben täte dem Pullover gut.


Auch ein Charlestontänzchen lässt sich mit dem Pullover gut machen.
Und so bin ich sehr zufrieden mit Serenity - der Anleitung war gut zu folgen, die Passform mag ich auch und das Muster war die Arbeit wert! Insgesamt ein wunderbares Strickstück und in Kürze wird Serenity auch online zu bekommen sein, aber dann sage ich auf jeden Fall nochmal Bescheid. Mir wurde die Strickanleitung zum Probestricken von Ingrid bereitgestellt - eine Gegenleistung wurde dabei nicht gefordert, sodass dieser Beitrag ganz meine Meinung darstellt.

Der Rock ist übrigens der untere Teil des Frühlingskostüms.


Ich bin sehr verliebt in die Farbkombination und in das Karomuster und könnte mir gut vorstellen noch eine zweite Serenity zu stricken - vielleicht dann nur mit Streifen, das ginge doch schneller.. aber nun bin ich erstmal gespannt wie ihr meine Serenity findet.
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Pullover der 30er Jahre - Serenity - Zwischenstand!

Ich komme gut voran - das Vorder- und Rückenteil sind bereits gestrickt, bestickt und zusammengefügt. Der Pullover passt soweit (obwohl das Bündchen etwas enger hätte sein dürfen, aber das liegt an meiner Einstellung an der Maschine) und gefällt auch.


Es fehlen noch die Ärmel - die musste ich nochmal ribbeln und einiges an Weite rausnehmen, damit sie gut sitzen. Inzwischen habe ich sie also nochmal gestrickt und nun müssen sie nur noch bestickt werden.


Und keine Sorge, bald geht es auch wieder mehr ums Nähen - u. a. soll ein passender Rock für Serenity in dem Violett her. Wie gefallen euch denn die Farbkombination und Serenity bisher?

Sonntag, 16. Oktober 2016

Eine Herbstjacke von 1954 - Zwischenstand!

Ich stricke ja zur Zeit an zwei Fronten - Serenity wächst und gedeiht und wird gemütlich auf dem Sofa bestickt. Beider Herbstjacke habe ich ehrlich gesagt gestern erst angefangen, aber dank Strickmaschine ist das hintere Rückenteil schon fertig. Die Farbe gefällt mir nach wie vor sehr gut und erscheint je nach Licht manchmal grau, manchmal fast ein wenig bräunlich oder puderfarben. Jedenfalls wird es gut in meine Garderobe passen.


Das Rückenteil schaut auf dem Bild etwas lang aus, aber das liegt daran, dass es durch die Gewichte, die die Strickmaschine braucht, eben lang gezogen wird. Durch das Waschen und Spannen kommt es aber wieder in Form. Zur Erinnerung nochmal das Vorbild.


Wie bereits gesagt habe ich auch die Zöpfchen nachgestrickt und finde es wirklich sehr süß. Statt in jeder 4ten Reihe habe ich in jeder 6ten Reihe verzopft - zum einen ist meine Wolle etwas dünner als vorgesehen und zum anderen ist es auch deutlich weniger Arbeit, weil die Verzopfung dann ja doch per Hand erfolgen muss.



Bislang bin ich sehr zufrieden und eigentlich auch noch ganz gut in der Zeit. Nun kann es mit dem ersten Vorderteil weitergehen. Wie findet ihr das Ergebnis bisher?
[verlinkt beim Herbstjacken-Knit-Along]

Freitag, 16. September 2016

Pullover der 30er Jahre - Serenity von Lana Cabana!

Ich hatte kaum die Strickmaschine für die Herbstjacke ausgepackt (ja, ihr habt mich überzeugt, ich mache die Zöpfe!), da erreichte mich eine ganz andere Nachricht. Die liebe Ingrid von couturette.de is unter die Strickdesigner gegangen. Und so bringt sie als Lana Cabana ihren ersten Pulloverschnitt nach einer Originalvorlage aus den 30er Jahre heraus: Serenity.

Ich lese Ingrids Blog seit dem ersten Tag als ich selbst meinen Blog startete und war stets begeistert. Daher muss die Herbstjacke nun erstmal noch ein bisschen warten und stattdessen strickte ich am Montagabend das Rückenteil von Serenity und sticke nun brav und geduldig das Karomuster auf. Man beachte auch dieses wundervolle Maschenbild.. hach..


Die Farben sind wahrlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber das grün passt perfekt zu meinen hübschen Schuhen und ich finde die Zusammenstellung wirkt wie typisch 30er Jahre - ohne es belegen zu können. Dank Strickmaschine wird auch die Herbstjacke noch rechtzeitig fertig, aber nun bin ich besonders gespannt und vorfreudig was aus Serenity werden wird.. bislang finde ich das Muster wirklich einnehmend! Wie findet ihr es bis hierhin?

Sonntag, 11. September 2016

Herbstjacke von 1954!

Obwohl das Wetter uns ja seit Tagen mich wundervollsten Temperaturen und Sonnenschein satt verwöhnt, ist es nicht zu bestreiten, dass die Schatten länger und die Tage kürzer werden - der Herbst naht. Und um dann nicht völlig unvorbereitet zu sein, sollte man so langsam mit der Mode dafür beginnen. Und Herbst und Winter sind ja Jäckchenzeit, also habe ich mich für eine Strickjacke aus der Elsa 03/1954 entschieden. Ich stricke das Jäckchen wieder auf der Strickmaschine.

 

Ich bin keine Freundin von Zöpfen und so werde ich wahrscheinlich einfach nur ein Rippenmuster stricken anstatt der Zöpfe, allerdings lasse ich es noch bir zur Maschenprobe offen. Vielleicht gefällt es mir dann ja plötzlich doch so gut.

Und nachdem ich schon beim Frühlingspullover gute Erfahrung mit kombinierfreudigem Grau machen konnte, habe ich mich wieder dafür entschieden. Dieses Mal etwas heller und flauschiger.


Nun muss ich erstmal wieder die Strickmaschine auspacken und mich mal wieder damit beschäftigen. Falls die Jacke gut gelingt habe ich noch ein paar andere Farben da.. und seid ihr schon an den Stricknadeln dran oder sitzt ihr noch in der Eisdiele?

[verlinkt beim Herbstjacken-Knit-Along]

Mittwoch, 18. Mai 2016

Fertig: Gestreifte Strickjacke von 1956!


Diesen Titel hatte bereits ein Beitrag, denn es handelt sich um mein Frühlingsjäckchen 2014, aber da war ich nicht so recht zufrieden. Die Blende vorn war nicht zufriesenstellend, denn sie stand ab und verdrehte sich. So fristete das Jäckchen lange ein Schrankdasein. Das ärgerte mich neulich so sehr, dass ich die Blende abtrennte und endlich wieder neu annähte - hier zeigte ich schon die Details. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.


Die Blende steht nicht mehr ab und ich bin endlich ganz zufrieden mit dem Jäckchen - das Muster und die Farben liebe ich sowieso und es begeistert mich wie gleichmäßig die Strickmaschine das Maschenbild strickt! Die Anleitung für die Strickmaschine, aber auch für das Stricken per Hand, findet ihr übrigens hier.


Den vorgesehenen Pullover für das Twinset habe ich damals sogar auch noch gestrickt, aber der ist um die Brust herum so sehr zu eng, dass ich ihn ganz tief in einer Kiste begraben habe für irgendwann vielleicht mal..

Die verwendete Wolle ist übrigens Merino 160 von Austermann.

Zu dem Jäckchen trage ich in Ermangelung einer weißen Bluse ein einfaches Hemdchen und den Rock 106B aus der Burda 05/2012, den ich hier schon zeigte. Den Saum hatte ich mit Vlieselineband geklebt, aber das würde ich nicht wieder machen - das verzieht sich merkwürdig, weshalb der Saum sich etwas wellt. Dennoch wird der Rock sehr gern getragen und er wird nicht der Letzte nach dem Schnitt gewesen sein.

Übrigens war das auch der Schnitt mit dem ich das Nähen begann - ich nähe nun also seit ziemlich genau 4 Jahren! Was um Himmelswillen habe ich vorher mit meiner Zeit angefangen..?


Die Jacke ist auch offen tragbar und entgegen dem skeptischen Blick auch von innen hübsch anzuschauen. Der Streifenverlauf an Ärmeln und Seitennähten ist besser kaum umzusetzen.


Ich ärgere mich ein wenig, dass ich das Jäckchen nicht viel eher korrigiert habe, aber nun gut, was nutzt es sich darüber jetzt noch Gedanken zu machen? Also lieber von nun an tragen und mich darüber freuen - das fällt mir auch nicht schwer, denn ich bin immernoch wirklich, wirklich verliebt in die Jacke.


Hach, wenn ich das so sehe, dann sollte ich dringend die Strickmaschine auspacken. Wie findet ihr denn mein neues, altes Frühlingsjäckchen? 

[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Sonntag, 3. Mai 2015

MfA #9 - Der fertige Bettschal



Und schon ist der kleine Anfängerkurs vorbei - ich hoffe die eine oder der andere von euch kann sich die Arbeit an der Strickmaschine nun etwas besser vorstellen. Vielleicht hat ja auch jemand den Bettschal nun tatsächlich gestrickt oder wurde etwas ermutigt die Strickmaschine im Keller oder auf dem Dachboden mal auszupacken. Falls das der all ist möchte ich euch noch ein paar Empfehlungen an die Hand geben. Zum einen werde ich noch einen ganz kurzen Ausflug zu den linken Maschen machen und zum anderen gibt es auf dem Blog schon eine Anleitung speziell für die Strickmaschine, nämlich von der hier gezeigten Jacke.

Wer sich nun also näher mit der Strickmaschine beschäftigen möchte, der sollte sich die folgenden Links nicht entgehen lassen:
  • Strickmoden.de wird zwar leider nicht mehr aktualisiert, aber hält viele Informationen bereit - unter anderem auch eine kleine Kaufberatung.
  • Maschenprobe.com zeigt auch vieles, was hier gezeigt wurde in bewegten Bildern - überhaupt ist auch Youtube eine tolle Fundquelle für alle möglichen Muster und Anleitungen auf der Strickmaschine
  • Und wer lieber direkt Fragen stellt, der kann sich bei facebook in dieser oder dieser Gruppe zum Maschinenstricken anmelden
  • Anleitungen für die Strickmaschine findet ihr sowohl in den Heften von Elsa, Beyer als auch Constanze Strickmoden ab Mitte der 50er Jahre, außerdem natürlich in den Knittaxheften, aber grundsätzlich sind natürlich alle Strickanleitungen nutzbar - man muss sie nur für die Strickmaschine etwas 'übersetzen'. Apropos Übersetzen - auch bei ravelry gibt es unterschiedliche Anleitung für das 'machine knitting'.
Falls ihr ansonsten noch Fragen habt - ihr wisst ja, wo ihr mich findet und falls sich jemand an den bettschla wagt, würde ich mich freuen, wenn ihr ein Bild davon zeigen würdet. Ansonsten wünsche ich euch viel Erfolg beim Stricken - oder Bügeln oder Handwerken..

Mittwoch, 29. April 2015

MfA #8 - Das Zusammennähen


Das Zusammennähen ist auch schon der letzte Schritt am Bettschal. In welcher Reihenfolge ihr zusammennäht, also ob zuerst die Ärmel, der Saum oder die Bündchen ist ganz euch überlassen. Ich würde euch empfehlen zunächst die Ärmel mit dem Matratzenstich wie oben gezeigt zuschließen. Falls ihr zB den Körper doch enger haben möchtet, näht ihr einfach ein wenig über die Ärmel hinaus zusammen. Dann näht ihr den Saum um und schließlich die gefalteten Bündchen so an die eingehaltenen Ärmel an, dass sie den Ärmelsaum umfassen.

Damit ist der kleine Kurs für das Maschinenstricken für Anfänger auch schon vorbei - übermorgen gibt es noch ein paar interessante Links zu dem Thema und bis dahin ein frohes Zusammennähen!

Montag, 27. April 2015

MfA #7 - Die Bündchen


Nachdem der Körper nun fertig ist, machen wir uns an die Bündchen. Wie viele Maschen und Reihen wir brauchen, haben wir ja schon ausgerechnet. Wir schlagen also unsere Maschen wieder mit Wickelanschlag an, stricken die Reihen hoch und ketten dann wieder alle Maschen ab. Auch hier achtet bitte darauf, dass locker abgekettet wird.

Damit ist unser Bettschal zumindest in seinen Einzelteilen schon fertig und unsere Strickstücke sehen ungefähr so aus:

Nun waschen und spannen wir die Stücke, damit wir sie am Donnerstag dann vernähen können.

Samstag, 25. April 2015

MfA #6 - Abnahmen am Rand des Strickstückes & Abketten


Der Körper des Bettschales ist fertig gestrickt, der zweite Ärmel steht an und nun müssen die Säume wieder abgenommen werden. Für Abnahmen brauchen wir vor allem die Deckernadel. Diese wird in die Nadeln des Strickbettes eingehangen und dann dazu genutzt um die Maschen umzulegen.

Dazu noch kurz der Hinweis zum Umgang mit der Deckernadel, denn diese sollte beim Arbeiten stets eine Verlängerung der Stricknadel sein. Also nicht schief oder schräg halten, sondern in der Waagerechten. Nur so könnt ihr sicher sein, dass sie flüssig arbeitet und auch eure Nadeln nicht verbiegt.

Bei Zu- oder Abnahmen innerhalb des Strickstückes müssen oft viele Maschen umgelegt werden, sodass es Deckernadeln mit unterschiedlicher Anzahl gibt, aber wir nutzen die einfache Deckernadel.

Die Abnahme am Rand des Strickstückes

Falls nur eine einzelne Masche am Rand abgenommen werden soll, wird mit der Deckernadeln die Masche einfach abgenommen und auf die Nebennadel gelegt.
 
Wir nutzen bei der Arbeit an der Strickmaschine ganz viel den beweglichen Dorn. Alles hinter dem Dorn wird über die Nadel hinweggezogen, alles vor dem Dorn bleibt auf der Nadel - ein ganz einfaches Prinzip.
Also ziehen wir mit der Deckernadel zunächst die Nadel so weit nach vorn, dass die Masche hinter den Dorn rutscht. Dann schieben wir Nadel zurück und lassen die Masche auf die Deckernadel gleiten. Nun können wir die Masche auf die Nebennadel legen..
 
..dazu wird die Deckernadel einfach in die Nebennadel gehängt und die Nadel wieder nach vorn gezogen bis die Masche von der Deckernadel rutscht.
Und schon habe ich zwei Maschen auf einer Nadel, die beim nächsten Zug mit dem Schlitten einfach gemeinsam abgestrickt werden.
 
Wie auch bei der Zunahme von einzelnen Maschen kann das gleichzeitig auf beiden Seiten gemacht werden. Bei mehreren Abnahmen brauchen wir den Faden.

Zunächst wird die Masche, die aktuell abgenommen werden soll, auf die Nebennadel gelegt - wie oben auch schon gezeigt. Dann müssen wir aus den zwei Maschen eine einzelne neue Masche machen. Wir schieben also die Nadel nach vorn, sodass beide Maschen hinter den Dorn rutschen.

Nun legen wir den Faden um die Nadel und zwar so, dass er vor dem Dorn liegt und beim Zurückziehen auf der Nadel bleibt.
Wir ziehen die Nadel zurück, der Dorn schließt und zieht den Faden durch die beiden Maschen. Es entsteht eine neue Masche.
Mit dieser neuen Maschen beginnen wir von vorn, also legen diese auf die Nebennadel, ziehen den Faden wieder durch beide Maschen und so weiter.
Das machen wir nun so oft, bis die gewünschte Anzahl an Maschen abgenommen wurde. Bei der letzten Nadel reicht es dann wieder aus, wenn diese nur auf die Nebennadel gelegt wird und dann vom Schlitten abgestrickt wird. Anschließend verlegen wir wieder den Anschlagkamm und stricken den zweiten Ärmel.

Das Abketten


Das Abketten funktioniert genauso wie die Abnahme von mehrere Maschen. Dabei solltet ihr darauf achten, locker abzuketten, dann bleibt das Strickstück elastisch. Und bei der letzten Masche angekommen, schneidet ihr den Faden über dem Schlitten einfach ab und zieht den Faden dann komplett durch die letzte Masche. Diesen Faden könnt ihr zum Vernähen nutzen oder sichern und abschneiden.

Und dann ist unser Körper auch schon fertig. Und am Montag geht es weiter mit den Bündchen.