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Sonntag, 22. Dezember 2024

Fertig: Eine Hose für Weihnachten - Simplicity 8243!

Pünktlich zum Finale bin ich mit meiner ersten Hose fertig geworden.


Der Stoff ist ein bordeauxroter Wollstoff mit leichter Struktur, leider weiß ich nicht mehr, woher ich ihn habe, aber ich liebe die Farbe der Hose jetzt schon!

Der Schnitt ist Simplicity 8243, eine Reproduktion aus den 1940er Jahren mit Hose, Bluse und Jacke.


In dem Schnitt sind Nahttaschen vorgesehen, aber die sperren oft auf, also habe ich stattdessen Hüftpassentaschen eingefügt.


Ich habe sehr viele Anpassungen an der Hose vorgenommen. Unter anderem habe ich die Taille um 10cm verringert, die Leibhöhe um 2cm gekürzt sowie in der hinteren Mitte für's Hohlkreuz etwas weggenommen und die Schrittkurve deutlich verändert.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meinen Änderungen. Dennoch gibt es hier und da noch etwas Verbesserungspotenzial, vor allem ist es um die Hüfte ein bisschen eng geworden. Da hätte ich sogar noch Zugabe zum Auslassen gehabt, aber ich habe für die Hüftpattentaschen den Stoff eingeschnitten, damit die Taschenzugaben sich besser legen, und das war eine ziemlich blöde Idee, denn dann konnte ich natürlich nichts mehr an der Weite ändern.

Außerdem glaube ich, dass ich die Schrittkurve noch etwas weiter vertiefen könnte, und ich bin mir gar nicht mehr so sicher, ob die Verringerung der Leibhöhe wirklich erforderlich gewesen ist oder ich dadurch nicht einfach nur den Schritt etwas höher gezogen habe, obwohl die alten Hosen ja einen etwas tieferen Schritt hatten, was den lässigen Schnitt unterstreicht.


Ich kann trotzdem mit Fug und Recht behaupten, dass dies die bestsitzendste Hose ist, die ich jemals besessen habe. Der Bauch passt rein und ist trotzdem nicht ganz so prominent und es zieht kein Stoff ins Gesäß.


Die Hose hat einen Reißer in der Seitennaht und einen Hakenverschluss am Bund. Der Bund hat eine Paspel bekommen und die Vorderhose habe ich außerdem bis zum Knie gefüttert, also das Futter mit dem Stoff zusammengeheftet und gemeinsam versäubert und dann als eine Lage weiterverarbeitet.


Ich bin sehr glücklich mit meiner Hose und froh, dass ich dieses Thema endlich angegangen bin - ich möchte auch noch eine Hose nähen, allerdings dann mit etwas mehr Weite und gerne wolliger und mit Hosenbeinaufschlägen.

Sonntag, 15. Dezember 2024

Eine Hose für Heiligabend - Zwischenstand!

Schon der zweite Zwischenstand mit der Hose für Heiligabend. Ich bin gut vorangekommen und habe die Hose bereits zusammengefügt.

Das Futter in der Vorderhose habe ich an den Nahtzugaben und der Bügelfalte mit der Hand geheftet und dann beide Lagen an den Kanten versäubert und anschließend als eine Lage weiterverarbeitet. Die Hinterhose habe ich gedehnt, sie braucht an der Beininnennaht ungefähr 2cm mehr Länge, weil dort der Stoff um das Gesäß herum muss.


Um die Hinterhose entsprechend in Form zu bringen, also zu dressieren, wird der Stoff mit Dampf und Druck in die Länge gezogen. Das geht natürlich nicht mit synthetischen Stoffen, sondern nur mit Naturfasern und am besten Wolle. Mit Hitze, Feuchtigkeit und Druck lässt sich der Stoff entweder dehnen oder auch kurzbügeln.

In der Beininnennaht habe ich Länge hinzugefügt, damit diese an die Beininnennaht der Vorderhose passt, ohne dass dadurch zu viel Länge unterhalb des Gesäßes entsteht.

In der Schrittkurve habe ich vor allem die Nahtzugabe gedehnt, damit sie sich nicht sperrt. Die Kurve in der Schrittnaht ist an der Kante kürzer als an der Naht und bügelt man den Stoff nach dem Zusammennähen auseinander, dann braucht die Stoffkante mehr Länge, um sich schön zu legen. Wir kennen das von anderen Rundungen, wo man oftmals auch die Nahtzugabe einschneidet, damit sie sich entspannt legt, aber Einschneiden sollte man an einer Stelle, die stark beansprucht wird, vermeiden, damit man keine Schwachstellen schafft, an denen der Stoff reißt; hier wird also gedehnt.


Auch der Reißer ist inzwischen eingesetzt. Die Hüftpassentaschen habe ich bis zur vorderen Mitte gezogen, aber leider hatte ich zu wenig Weite vorgesehen und so spannte die Hose, also habe ich die Taschen doch wieder trennen müssen; die Taschen werden aber großzügig oben am Bund mitgefasst, sodass sie wohl auch so vernünftig sitzen werden.

Bis zum Finale beim MeMadeMittwoch in der nächsten Woche muss ich noch den Bund annähen - ich möchte einen Formbund und nicht den vorgesehenen geraden Bund, weil der oft nicht richtig sitzt. Dann muss ich noch die Länge festlegen und die Säume nähen und am Ende natürlich meine Heftfäden entfernen und andere Abschlussarbeiten. Also schon noch einiges zutun, aber ich bin optimistisch, dass ich in der kommmenden Woche die Zeit dazu finden werde.

Mittwoch, 2. Oktober 2024

Fertig: Bluse nach Simplicity 7708!


Die Bluse nach Simplicity 7708 ist einer meiner meistgenähten Schnitte (1, 2, 3, 4, 5, 6, 7), weil sich damit so schön Viskosestoffe verarbeiten lassen. In diesem Falle eine dunkelblaue Viskose mit großem Muster in blau, weiß und gelb; aufgrund der Farben und der Federn und Blätter erinnert das Muster fast ein wenig an Art déco.


Weil die Stoffmenge es hergab und ich die Bluse eher in den etwas kälteren Jahreszeiten tragen werde, hat sie lange Ärmel bekommen. Ich möchte sie besonders zum graublauen Cape tragen.

Auf Schulterpolster und Reißverschluss habe ich verzichtet, aber nachdem bereits bei einigen Blusen der Schlitz hinten am Kragen ausgerissen war, habe ich in der hinteren Mitte eine Naht eingefügt. Ansonsten nähte ich die Bluse unverändert.


Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, da ich den Schnitt schon so oft nähte, ging das leicht von der Hand und das Ergebnis ist genau wie erwartet. Den Hosenrock aus der Burda 06/2015 hate ich bereits gezeigt. Gestern trug ich dazu noch eine Strickjacke, weil es wirklich kalt geworden ist.
[Verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Mittwoch, 4. Mai 2022

Fertig: Bluse nach Simplicity 7708!


Der Schnitt dieser Bluse (Simplicity 7708) ist wahrlich nichts Neues - ich nähte ihn schon mehrfach (1, 2, 3, 4, 5, 6).


Die Bluse lebt von der Raffung am Kragen (in die ich noch etwas mehr Weite geschoben habe, weil ich der Bluse etwas Platz an der Brust verschafft habe), den kleinen Puffärmeln und den Abnähern an der Taille, die für einen körpernahen Sitz sorgen.


Die kleine Viskose mit helbblauen und goldenen Herzchen auf dunkelblauem Grund ist vom Stoffkontor in Winsen/Luhe, wo wir immer, wenn wir Urlaub haben, einmal hinradeln und Stoffe kaufen - und so freue ich mich doppelt, nämlich über die Bluse und auch die schöne Erinnerung.


Der Rock ist das Model 106B aus der Burda 05/2012. Ein Bahnenrock mit Taschen und hoher Taille. Eigentlich auch mit vorderer Knopfleiste, aber die hat mir bei einem früheren Modell nicht gefallen - die stört den Rockschwung - und so habe ich die Leiste einfach weggelassen.

Der Rock ist aus sehr festem dunkelblauem Wollstoff und daher eher etwas für die Übergangszeit. Ein weiteres Modell steht seit Jahren auf meiner Liste, aber ich komme nicht dazu.


Ich bin sehr zufrieden mit der kleinen Bluse und dem ganzen Ensemble - schon als ich den Stoff kaufte, hatte ich es im Kopf, weil mir bislang auch Kleidungsstücke zu den goldenen Sandalen fehlten.


Es wird wohl nicht die letzte Bluse nach dem Schnitt bleiben, aber ich bin wild entschlossen - sofern es die Zeit irgendwann zulässt - auch nochmal einen oder zwei andere Schnitte für Viskoseblusen zu etablieren.. irgendwann..
[Verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Freitag, 29. November 2019

Fertig: Bluse und Rock - Kiss of the Spiderwoman!


Heute mal direkt zwei neue Stücke in meinem Kleiderschrank, nämlich Bluse und Rock. Der namensgebende "Kiss of the Spiderwoman" ist ein altes Design, das von Gertie Hirsch neu aufgelegt wurde. Spinnenweben und Rosen auf fliederfarbenem Grund und nachdem der Stoff bei Poppy Ray im Angebot war, konnte ich nicht widerstehen und habe einen knappen Meter geordert. Ist es nicht ein großartiges, ungewöhnliches Design?


Der Schnitt Simplicity 7708 (Simplicity 1692 im englischen Original) ist eine kleine Bluse mit Puffärmeln, Raffung am Ausschnitt und Falten um in der Taille auf Figur zu kommen. Ich habe ihn bereits mehrfach genäht (1, 2, 3, 4), allerdings meistens aus weicher fließender Viskose. Der hiesige Baumwollstoff ist etwas fester und daher habe ich eine FBA gemacht.

Weil der Schnitt ohnehin die Raffung am Ausschnitt vorsieht, habe ich die nicht benötigte Mehrweite, die sonst in Abnähern abgenäht wird, direkt dort eingesetzt (vgl. diese Anleitung). Ich habe an der Brust insgesamt 5cm zugegeben, aber es hätten vielleicht noch 2cm mehr sein dürfen.


Bei dieser Bluse habe ich auch zum ersten Mal die vorgesehene Schleife am vorderen Ausschnitt angebracht. Zudem macht sich die schon gezeigte Spinnenbrosche sehr gut auf der Bluse.

Besonders winterlich kommt die Bluse allerdings nicht daher - Baumwollstoff und kurze Ärmel sind eher atypisch für Frost und Schneegestöber, aber für lange Ärmel hat der Stoff leider nicht gereicht. Im Notfall ziehe ich eine Strickjacke drüber und warte auf den Frühling.


Der Rock ist schon winterlicher und aus einem festen Wollmischstoff, den ich aus zweiter Hand kaufte und der mit 80cm Länge eher knapp bemessen war. Den Schnitt eines einfachen, geraden Rockes habe ich ein wenig eingestellt, sodass er nach unten hin schmaler zuläuft. Ansonsten hat der Rock einen geraden Bund, einen Reißer in der Seite und ein Futter.

(Auf den Bilder hat sich links das lose Ende vom Reißer über das Futter geschoben, daher ist auf den Bildern dort eine Beule zu sehen - das habe ich inzwischen per Hand festgenäht)


Der Rock hat eine nicht ganz gelungene Diorfalte bekommen. Bei der Diorfalte handelt es sich eigentlich um einen ganz normalen Schlitz in der hinteren Mitte des Oberstoffes, während das Futter an der Seite geschlitzt und ein Stück des Oberstoffes auf die hintere Mitte des Futterrockes genäht wird. So wird bei Bewegung der Eindruck erzeugt, dass es sich um eine Falte handelt.

Leider habe ich vergessen den Saum des Unterrockes rund zu machen. Daher ist der Versatz zum 2cm kürzeren Futterrock zu sehen und somit meine Faltenillusion nicht perfekt. Dennoch bin ich für meinen ersten Versuch zufrieden - bei Bewegung sieht man kein Futter und die Fliege ist mir auch gut gelungen. Die korrekte Diorfalte muss ich mir dann für den nächsten Rock aufsparen. Wer mehr über die Diorfalte erfahren möchte, findet bei Sewing Galaxy eine hervorragende Ausführung dazu.


Der Rock ist vor allem entstanden, weil ich ihn für diese Jacke nutzen wollte, allerdings ist die inzwischen ein wenig zu kühl für das Novemberwetter geworden. Aber der nächste Frühling kommt und dann wird es gut zusammengehen. Bis dahin muss ich aber noch eine zartgelbe Bluse nähen - die steht dann für's Frühjahr an.

Dienstag, 12. Februar 2019

Fertig: Frühlingsbluse!

Manche Schnitte näht man wieder und wieder und wieder und wieder und nun schon wieder:


Der Schnitt Simplicity 7708 (Simplicity 1692 im englischen Original) ist eine kleine Bluse mit Puffärmeln, Raffung am Ausschnitt und Falten um in der Taille auf Figur zu kommen.


Nachdem ich die Bluse nun schon so oft genäht habe, ist sie leicht zu nähen, aber mit den Kräuseln, Ärmelfischen und den per Hand angenähten Schrägsteifen an Hals- und Armausschnitt braucht man doch ein bisschen Zeit.


Die kleinen Schleifen habe ich wie immer weggelassen - ich bin nicht so der Typ für verspielte Schleifchen.

Hinten hat die Bluse einen Tropfenausschnitt, der mit einem einzelnen Knopf geschlossen wird, damit der Kopf auch durchpasst. Ärmelfische und Schulterpolster bringen die Schulterlinie in Form.


Der Stoff ist aus zweiter Hand und vermutlich eine Viskose oder Mischgewebe. Ich hatte nur 1,8m des 0,7m breiten Stoffes - eine knappe Sache. Und es wurde noch knapper, denn weil der Stoff so zart ist, gab es ein paar kleine Löcher, denen ich beim Zuschnitt ausweichen musste. Eines der Löcher liegt nun genau in der Falte in der Taille, ein anderes wird vom Schrägband am Halsausschnitt verdeckt.


Aber am Ende ging es dann zum Glück noch auf und die Bluse lässt sich hervorragend - auch jetzt schon unter Strickjacken - tragen.

Der Rock ist schon etwas älter und ein Teil meines Frühlingskostümes. Das ist auch einer der Gründe, warum ich gerade diese Bluse sehr gern nähe, denn sie lässt sich gut unter dem Kostüm tragen!


Und so bin ich erwartungsgemäß auch mit diesem Modell sehr zufrieden und hoffe, dass der Frühling bald Einzug halten wird, damit die Bluse sich auch ohne Strickjacke gut tragen lässt!
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Donnerstag, 15. März 2018

Fertig: Ein zweites Hawaiihemd für den Gatten!


Aloha! Ich war fleißig und habe am Wochenende das neue Hawaiihemd für den Gatten beendet. Der Stoff aus Hawaii ist eine sehr angenehme Baumwolle mit Fischmotiv - was auch sonst? Ja, wenn man mit einem Angler verheiratet ist, dann sieht, isst und vernäht man viele Fische!

Das Schnittmuster ist wieder Simplicity 4760. Das Hemd hat eine Knopfschlaufe, Kokosknöpfe und Schlitze in der Seitennaht. Das Hemd ist nicht schwer zu nähen und passt ganz wunderbar. Ich bin sehr zufrieden mit dem Schnittmuster und dem Ergebnis.


Achja, eine Hemdtasche gibt es auch, aber man sieht sie kaum, weil sie im Muster liegt - genauso wie auch die Knopfleiste.

Den Stoff korrekt im Muster zuzuschneiden ist nicht schwer, aber etwas friemelig. Dazu wird es aber noch einen ausführlichen Beitrag geben


Nun braucht es nur noch eine Grillegenheit, um das Hemd auch am Gatten zu knipsen, aber der Frühling wird schon kommen, also ist das nur eine Frage der Zeit. Mal sehen, wann wir uns den nächsten Fischstoff angeln, der ein selbstgenähtes Hemd wert ist - Rute raus, der Spaß beginnt!

Dienstag, 6. März 2018

Und wieder ein Hawaiihemd..

..und wieder Simplicity 4760 und wieder Fische und wieder möglichst mustergenau. Vielleicht erinnert ihr euch noch an das erste Hawaiihemd und der Gatte ist damit so glücklich, dass er bei dem neuerlich bei Poppy Ray entdeckten Fischestoff sofort um eine Neuauflage bat. 

Und so sitze ich wieder da und puzzle wieder Fische richtig aufeinander und bisher klappt das sehr gut:
 

Nun muss man nur noch auf einen schönen Sommer hoffen - wobei wir Hamburger da ja wenig anspruchsvoll sind: Regen ist erst, wenn die Stinte auf Augenhöhe die Elbe hochziehen!

[verlinkt beim Creadienstag]

Mittwoch, 13. September 2017

Fertig: Herbstbluse!

Bluse 40er Jahre - Simplicity 7708 1962

Es ist nicht zu leugnen, dass der Herbst zumindest meterologisch schon Einzug gehalten hat und so dachte ich mir, dass ich vorsorglich schonmal eine Herbstbluse nähe. Am besten passend zu den  Herbstschühchen. Und so schnitt ich eine Viskose aus dem Stoffladen um die Ecke an, die zufällig perfekt passt.

Bluse 40er Jahre - Simplicity 7708 1962

Die Grundfarbe ist irgendwas zwischen Pflaume und Beere und darauf finden sich weiße Blumen mit schwarzen Details. Ein wunderbares Stöffchen, das - auch mit langen Ärmeln - angenehm zu tragen ist.

Bluse 40er Jahre - Simplicity 7708 1962

Der Schnitt ist (mal wieder) Simplicity 7708 - dieses Mal die Version mit langen Ärmeln, Manschetten und auch den vorgesehenen Schulterpolstern. 

Der Schnitt ist der meistgenähte bei mir, weil er dem Muster einfach genug Raum lässt und auch weil ich alle Blusen daraus sehr gern im Alltag trage.

Bluse 40er Jahre - Simplicity 7708 1962

Das Praktische an einem Blog ist ja auch, dass man sich aufschreiben kann, was man beim nächsten Mal verbessern will. Zitat von der letzten Bluse: "..obwohl ich beim nächsten Mal den Rücken ein wenig kürzen werde". Noch praktischer wäre es, wenn ich mir sowas vor dem Nähen nochmal durchlesen würde.

Bluse 40er Jahre - Simplicity 7708 1962

Nunja, der Rücken ist also immer noch zu lang. Die überschüssige Rückenlänge entsteht durch die große Brust vorn und hängt sich entsprechend ungefähr auf Brusthöhe aus. Glücklicherweise ist die Viskose und das Muster da gnädig.

Bluse 40er Jahre - Simplicity 7708 1962

Die Knöpfe sind aus dem Trödelladen und eher unspektakulär, aber ich wollte die Manschette mal zeigen.  Die hätte noch wesentlich enger sein dürfen, aber das ließ sich nur noch bedingt nachträglich korrigieren.

Bluse 40er Jahre - Simplicity 7708 1962

Der Rock ist vom Frühlingskostüm und erfreut sich jetzt zu den kühleren Temperaturen wieder großer Beliebtheit. Der Hut ist ein Originalstück aus zweiter Hand und bot sich zum Outfit an. Die Schuhe waren im Outlet günstig und sind von Ara.

Bluse 40er Jahre - Simplicity 7708 1962

Ich bin sehr zufrieden mit der Bluse - ein gelungener Start in den Herbst, oder was meint ihr?
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Donnerstag, 24. August 2017

Fertig: Simplicity 8342!

Man kann mir ja nicht vorwerfen, dass ich nicht versuchen würde mich mit Jersey anzufreunden. Nun habe ich schon ein Oberteil Nummer 3 daraus genäht, aber so recht wird das nichts mit mir und dem Jersey. Auch weil der Herbst vor der Tür steht werde ich mich lieber wieder meinen gewohnten Stoffen zuwenden. Aber vorher nun also noch das letzte Sommerteilchen, Simplicity 8342.


Das Oberteil ist recht modern und ich würde es in die Richtung Rockabilly/Pin-Up schieben wollen. Dennoch mag ich es leiden und besonders die Bindung vorn, die auch wirklich zu binden ist und nicht nur so tut, wollte ich gern mal ausprobieren. Glücklicherweise ist gerade dieses Schnittmuster Teil der Simplicity SewingChallenge, sodass ich es kostenlos erhielt. Es gibt auch ein Video auf englisch für eine Schritt-für-Schritt Anleitung. Dem Video folgend habe ich keine FBA gemacht, denn es sollte angeblich auch ohne für große Brüste passen.

An dem 'angeblich' liest man es vielleicht schon heraus, denn so recht glücklich bin ich damit nicht. Will ich mein Dekolleté nicht freizügig jedem unter die Nase halten, dann rutscht die Naht, die eigentlich unter der Brust liegen sollte, weiter nach oben (der obere Teil ist also zu kurz). Außerdem 'kippt' das ganze Oberteil durch die große Brust und so musste ich die Träger sehr kurz halten, damit sie die Rückseite vom Wegfallen abhalten.

Auch mit den Trägern bin ich nicht zufrieden. Man merkt ihnen (und auch dem oberen Teil des Vorderteiles) an, dass sie eigentlich ein Neckholder werden wollten. Kompensiert wird das im Schnitt dadurch, dass die Ärmelchen sehr stramm angenäht werden und die Träger somit an die Schulterrundung ziehen. Das funktioniert auch ganz gut - außer ich bewege mich. Da ich aber nur ungern den ganzen Tag wie eine Salzsäule starr stehe, ist das alles irgendwie nicht so richtig gut gelöst. Ich habe mir insoweit beholfen, dass ich die Ärmelchen so gut wie möglich geplättet habe und dann noch einen Riegel hinten eingesetzt, der die Träger etwas dichter an die Körpermitte ranholt - so ein bisschen Neckholder light.

Davon abgesehen ist es ein ganz süßes, kleines Sommerteilchen. Aber wenn ich für den nächsten Sommer nochmal eines mache, dann wird um eine FBA kein Weg herumführen.



Der Rock ist, wie bereits bekannt, nach einem Schnitt von 1956 und passt zusammen mit dem Pastellgelb des Oberteils sehr gut zu den Schuhen. Und so bin ich insgesamt doch versöhnt mit dem Oberteil. Zumal es dem lieben Gatten auch sehr gut gefällt und er mir versichert hat, dass die Unzulänglichkeiten nur mir auffallen werden - was meint ihr?