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Mittwoch, 1. April 2020

Fertig: Frühlingshütchen!

Ich hatte noch Tragebilder zum Frühlingshütchen zugesagt und auch wenn das Wetter noch ein paar Haken schlägt, so naht doch Ostern. Ich werde diese Jahr wohl sehr pastellig unterwegs sein.


Das kleine Hütchen ist aus Bastelfilz und geflochtenen Wildlederbänder, geformt mit Hutmacherdraht. Es trägt sich sehr gut und ließ sich anstandslos in die Frisur setzen, sodass ich sehr zufrieden damit bin.


Das Oberteil und den Rock hatte ich bereits hier zusammen gezeigt. Beide Teile trage ich oft und gern und die Schnittmuster gehören zu denen, die ich schon mehrfach nähte. Der Pullover ist aus "Glamoursweat" und der Rock aus einem feinen Wollstoff - beides ideal für die wieder kälteren Temperaturen.


Für das Frühlingshütchen braucht es aber auf jeden Fall noch weiterer Kombinationspartner in meinem Schrank! Und mit diesem verlockenden Gedanken wünsche ich euch einen wunderschönen April mit Sonnenschein, Marienkäfern und blühenden Wiesen!
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Sonntag, 29. März 2020

Draht und Stoff - ein Frühlingshütchen!

Bei der Stoffspielerei geht es in diesem Monat um Draht und Stoff. Ich hatte sofort die Idee ein Frühlingshütchen herzustellen. Ich hatte mir vor einiger Zeit Hutmacherdraht gekauft und bereits einen Halbhut daraus gebastelt und das wollte ich gern wiederholen.


Das Schwierigste bei solchen selbstgemachten Halbhüten ist die Form, denn sie muss dem Kopf folgen. Modisten erreichen die Form gerade bei Filz durch Hitze und Feuchtigkeit, aber solche Möglichkeiten haben die wenigsten zuhause. Stattdessen kann man sich also mit Draht behelfen. Dazu habe ich einfach ein Stück Hutmacherdraht zu einem Oval mit Spitzen geformt und mit ein wenig Klebeband die Enden miteinander verbunden. Anschließend das Oval dann der Länge nach rund gebogen und damit hatte ich das Untergestell für mein Hütchen.


Anschließend habe ich das Gestell mit einfachem, dünnem Bastelfilz überzogen - dafür habe ich das Drahtgestell mit einem weiten Zickzackstick an den Bastelfilz angenäht und danach die Filzkante eingeschlagen und mit der Hand festgenäht. Mit einem Streifen Bastelfilz, den ich auf der Oberseite mit einer Wellenklinge geschnitten habe, habe ich die vordere Kante verdeckt.


Eigentlich - man kann es auf dem oberen Bild erahnen - wollte ich mein Hütchen mit Hütschleier und Blüten verzieren, aber das hat mir alles nicht gefallen. Auf der Suche nach Alternativen fielen mir einige Wildlederbänder in die Hände, die ich farblich zusammen sehr schön fand. Einzeln sahen sie aber sehr merkwürdig aus und ließen sich auch kaum fixieren. Langsam ein wenig frustriert habe ich nochmal sämtliche Vorräte durchgesehen, Blumen angehalten und verworfen, Bänder festgesteckt und wieder abgemacht, zwischendurch sogar überlegt mit weiterem Bastelfilz zu arbeiten, aber ehrlich gesagt sieht dieser dünne Bastelfilz nicht wirklich hochwertig aus und diesen mitschwingenden Grundschulbastelcharme kann ich einfach nicht ignorieren.

Also nochmal zurück zu den Wildlederbänder.. mhm.. vielleicht flechten? Mal ausprobiert und rangehalten und joa, das könnte was werden. Ich habe also zwei weitere Zöpfe geflochten und versuchsweise rangesteckt. Es hat mir sehr gut gefallen - die Farben sind zusammen sehr schön und die Oberflächenstruktur finde ich toll.


Erst hatte ich überlegt die Zöpfe anzunähen, aber das erschien mir doch sehr aufwendig, sodass ich mich pragmatisch entschieden habe aufzukleben und das war die richtige Entscheidung. Runde um Runde habe ich meine drei Zöpfe angeklebt und sie haben zum Glück gereicht. Die Enden habe ich teilweise verklebt und wenn es sich anbot bis zum Anfang geführt.


Noch eine Blüte oder Hutschleier anzubringen, erschien mir zu viel und dem Muster nicht gerecht, sodass ich stattdessen am Anfang die Zöpfe wieder aufmachte und noch übrige Stücke dort ansetzte und so entstand die kleine Lederquaste an einer Seite.


Nun bin ich sehr zufrieden mit meinem Frühlingshütchen - für ein Foto, wie es getragen aussieht, war die Zeit noch nicht da, aber das werde ich nachreichen. Ostern kann jedenfalls kommen! Wie findet ihr mein Hütchen? Ich habe noch ein paar der Wildlederbänder und überlege nun noch eine Tasche damit zu verzieren - oder vielleicht ein paar Handschuhe?

Schaut unbedingt auch bei den anderen Stoffspielerinnen vorbei und macht doch gern mal mit!

Montag, 16. September 2019

Das ist doch ein alter Hut!


Hüte waren in den 40er und 50er Jahren nicht wegzudenken und wer ein Faible für diese Zeit hat, wird kaum darum herumkommen, sich gut zu behüten. So geht es mir auch und daher kaufte ich vor einer Weile diesen hübschen Hut für ein paar Groschen bei einem bekannten Onlineauktionshaus.

Alte Hüte zu kaufen ist immer ein wenig riskant. Zum Einen stellt sich natürlich die Frage danach, ob er passt und gefällt, aber zum Anderen auch in welchem Zustand er ist - und damit ist nicht nur Schmutz oder Mottenfraß gemeint, sondern auch wieviel von der ursprünglichen Form noch übrig ist. Leider werden viele Hüte falsch gelagert und bekommen dadurch Beulen oder verformen sich. Filzhüte lassen sich zwar auch zuhause mit Dampf aus dem Bügeleisen wieder ein wenig in Form zu bringen, aber das gestaltet sich ziemlich schwierig, wenn man gar nicht genau weiß, wie die Ursprungsform denn nun eigentlich war.


Der Hut aus grauem Filz hat eine Tulpenform, die sowohl durch eine Naht als auch eine Falte in eine rundere Form am Hinterkopf gebracht wird. Zwei zusätzliche "Blütenstiele", wovon einer ebenfalls verdrahtet ist, und ein kleines Blättchen unterstützen die florale Form. Zusätzlich hat der Hut im Rand Draht eingearbeitet, damit er formbar ist, und zur Fixierung ein Hutgummi.

Ich befreite den Hut zunächst mit einer weichen Bürste vom Staub. Danach beulte ich ihn mit viel Dampf (Achtung: Verbrennungsgefahr) aus und formte ihn so, dass er zu meiner Kopfform passt. Anschließend reinigte ich das Hutband und gönnte dem Hütchen ein wenig Imprägnierspray, damit Regen und Schmutz ihm weniger anhaben können.


Letztlich bleibt es sprichwörtlich ein alter Hut, aber ich denke er wird mir noch einige Male Freude machen und das ist doch sein Sinn und Zweck!



Dienstag, 16. Oktober 2018

Fertig: Ein Halbhut aus Sinamay!


Die Idee Hüte und Kopfbedeckungen selbst zu machen, lässt mich nicht los. Wie nun schon mehrmals erwähnt, passen mir gekaufte Hüte aufgrund meines großen Kopfes fast nie und somit ist kaufen eher etwas gefährlich. Daher versuche ich immer mal wieder Hüte selbst zu machen. Das Schwierigste ist dabei vor allem die Grundlage, die Basis des Hutes.

Dieses Mal habe ich eine Basis aus Sinamay gemacht. Sinamay ist ein Gewebe aus Sisal, einer Pflanzenfaser, und sehr steif. Legt man Sisal aber ins Wasser, dann wird es weicher und lässt sich formen. Trocknet es wieder behält es die gegebene Form. Daher habe ich zur Formgebung einen Styroporkopf genutzt, der zufällig mein Kopfmaß hat. Drei Lagen Sinamay habe ich gemeinsam gewässert und dann am Kopf glatt gezogen.


Damit die Lagen am Ende auch ein stabiles Gebilde ergeben, habe ich die Lagen in unterschiedlicher Ausrichtung (quasi Fadenlauf) aufgelegt. Nach dem Trocknen habe ich die gewünschte Hütchenform ausgeschnitten und mit einem langen Stich mit der Nähmaschine zusammengesteppt.

Nachdem die Form also so vorbereitet war, habe ich den Rand mit einem Satinschrägband eingefasst und mit Perlgarn Blüten und Perlen sowie am Schluss einen braunen Hüttüll aufgenäht.


Festgesteckt habe ich das Hütchen hilfsweise mit ein paar Haarnadeln, die unter den Blüten verschwinden. Ich werde auch noch einen Haarkamm anbringen, aber es war gerade keiner greifbar.


Das Ergebnis ist ein Halbhütchen mit hübschem Blumenbouquet, das auch meinem großen Kopf passt und sich sehr bequem tragen lässt.


Insgesamt ist Sinamay ein sehr spannendes Material, wenn auch ungewohnt. Ein bisschen Sinamay habe ich noch und werde mich mal noch an einem etwas größerem Hütchen versuchen. Dann werde ich es vermutlich mit Stoff beziehen - eine schöne Variante um Stoff von selbstgenähten Stücken nochmal einzuarbeiten. Ich werde berichten, wie das geklappt hat!
[Verlinkt beim Creadienstag]

Dienstag, 25. Juli 2017

Fertig: Hut und Rock von 1956!


Über den Rock gibt es nicht viel zu berichten - der Schnitt von 1956 ist der gleiche wie beim smaragdgrünen Rock. Eigentlich ein Bahnenrock habe ich die vordere und hintere Mitte in den Bruch gelegt, so fällt der Rock etwas anders, aber das macht dem einfachen Baumwollköper nicht viel aus.

Es ist ein Stoff, den man gern mitnimmt, weil er zu allem passt, aber sich nicht mehr recht entsinnt woher er eigentlich stammt - zumindest geht mir das so. Ich bin allerdings noch nicht ganz entschlossen, ob mir der Rock nicht vielleicht zu schlicht ist und ich Taschen aufsetzen sollte.


 Das Retroshirt Boogie zeigte ich bereits und passend dazu wollte ich gern ein Hütchen habe. Ich finde Hutmode ganz wunderbar, aber finde es tatsächlich ein wenig schwierig mit. Zum Einen habe ich einen sehr großen Kopf und zum Anderen meist sehr genaue Vorstellungen und es ist schwer für jemand anderen diese zu erfüllen. Ich habe mal vor einigen Jahren schon eine Modistin im Fernsehen gesehen, die sehr charmant war und erzählte, dass es immer schwieriger wird die Kundinnen glücklich zu machen. Da heutzutage das Anfertigen lassen von Hüten [oder auch übertragbar auf Kleidung oder Schuhe] eher unüblich ist, haben Kundinnen, die sich nach langem Überlegen doch dazu entschließen, oftmals zu viel erwartet. Dann sind sie enttäuscht, wenn das fertige Stück nicht alle gehegten Wünsche erfüllt, weil diese gar nicht mehr zu erfüllen waren.


Nicht dass wir uns falsch verstehen: Ich möchte mein Gebastel nicht mit dem Modistenhandwerk vergleichen! Aber dennoch bin ich recht zufrieden mit meinem Werk. Grundlage dafür waren ein stoffüberzogener Rohling und Netzschleier [beides in China bestellt], ein Samtband und Kunstblumen. Als Werkzeuge dienten die Heißklebepistole und Nadel und Faden.

Der Rohling ist leicht rundlich geformt und mit Stoff überzogen, sodass er ein wenig an Filz erinnert. Innen hat er so etwas wie eine Moosgummischicht. Eine Grundlage zu finden ist das Schwierigste und die ist hier wirklich sehr schlicht, aber sie genügt.


Der Rest ist schnell erklärt. Ich schnitt den Rohling etwas anders zu und entfernte die ursprünglichen Krokodilklammern. Mit der Heißklebepistole klebte ich zunächst rundrum ein Samtband und die Blumen an, wie es mir gefällig erschien und nähte danach den Netzschleier am unteren Ende an. Damit das zusammengeraffte Netz nicht so komisch aussieht, klebte ich eine kleine doppelte Samtschleife auf. Hinten nähte ich einen Haarkamm an und überdeckte ihn und die Stellen, an denen vorher die Klammern waren ebenfalls mit Samtband. Beim Annähen des Haarkammes habe ich den Rohling noch ein wenig runder geformt, damit er sich gut legt.


Die Gestaltung dauerte am längsten - welche Form soll der Rohling bekommen? Wohin mit den Blüten? Und wie sieht der Hutschleier am besten aus? Nachdem das alles entschieden war, war der Rest nur ein wenig Fleißarbeit und viel heißer Kleber.


Ich bin äußerst zufrieden mit dem Ergebnis - das Hütchen erinnert sofort an die gewünschte Zeit und ist sehr hübsch geworden. Es trägt sich zudem problemlos und wird sich gut in meine Garderobe einfinden.
Was sagt ihr? Ist es nicht süß geworden?

[verlinkt beim Creadienstag]

Dienstag, 10. Januar 2017

Fertig: Hut im Stil der 40er Jahre / Tilt Hat


Schon im letztes Jahr, als das Frühlingskostüm fertig war, hatte ich geplant noch ein passendes Hütchen zu basteln. Ich mag ja solche Kombinationen aus Kleidung und Beiwerk. Ich bin allerdings erst jetzt dazu gekommen und habe mir also einen Tilt Hat gemacht.


Tilt im Englischen für kippen oder neigen - und genau das tun diese Hütchen. Anders als die klassischen Pillboxen der späten 50er Jahre, die ganz aufgesetzt werden, werden Tilt Hats ins Gesicht geneigt getragen und zumeist mit einer Halterung oder einem Band mit ausreichend Halt versorgt.


Ich habe mein Hütchen aus festem Bastelfilz und in Form einer Pillbox angefertigt. Dazu habe ich einfach eine ovale Pillbox aus Kunstpelz und Filz mit Oberstoff sowie eine aus Filz und Futterstoff genäht und im Anschluss beides per Hand an der unteren Kante vernäht

Damit mein Hütchen nicht zu hoch wird, habe ich es allerdings nach hinten hin abgeflacht.


Und in einem gut sortieren Haushalt wird nichts weggeschmissen und so hatte ich nicht nur genug Oberstoff und Kunstpelz, sondern auch ein Rest des passendes Futterstoffes hat sich noch wiedergefunden.

 

Und weil mein Styroporkopf doch ein wenig kleiner ist als mein eigener Kopf noch ein schnelles Bild an mir.

 

Ich muss gestehen, dass ich es etwas gewöhnungsbedürftig finde - durch das Kunstpelz wirkt das Hütchen riesig, aber in direkter Verbindung mit dem Kostüm mag ich es schon leiden. Vielleicht muss ich mich erstmal ein wenig daran gewöhnen und ich werde auf jeden Fall noch eines ohne Pelz versuchen.
[verlinkt beim Creadienstag]

Dienstag, 25. Oktober 2016

Anleitung: Halbhut im Stil der 40er / 50er Jahre!

Ich habe einen sehr großen Kopf, daher passen mir die meisten Hüte nicht. Halbhüte passen mir, aber die aus den 40er oder 50er Jahren sind in Deutschland gar nicht so leicht zu bekommen. Also habe ich mir halt selbst eines gemacht. Dazu noch eine passende Brosche und fertig ist das Set für die kühleren Jahreszeiten.


Und weil ich weiß, dass auch andere das Problem mit den Hütchen kennen, gibt es nun eine kleine Anleitung wie Du Dir auch so ein Set selbst machen kannst!

Du brauchst dafür:
  • verschiedenfarbigen Filz (grundsätzlich geht auch Bastelfilz, aber insgesamt sollte der nicht zu dünn sein, damit das Hütchen auch was aushält und nicht zu sehr nach Kinderbasteln ausschaut - Wollfilz mit 3mm Stärke ist ideal),
  • Hutmacherdraht (oder auch Federstahl bzw. anderen rostfreien, formstabilen Draht ab ca. 0,8mm Durchmesser)
  • Baumwollschrägband (oder Samtband bzw. ein anderes Band)
  • Haarkamm (wahlweise auch Haarspangen - je nachdem was Dir am liebsten ist)
  • Heißklebepistole
  • Nadel, Faden, Schere

(1) Ich habe einen etwas dickeren, dunklen Filz und hellen, dünneren Bastelfilz verwendet.

Aus dem Filz habe ich Federn in der gewünschten Größe (zur Orientierung: Mein Hütchen ist 24cm lang und 11cm breit) ausgeschnitten. Die unterste Feder sollte genauso groß sein, wie die Unterkonstruktion. Statt Federn gingen natürlich auch Blätter oder andere einfache Formen.

(2) Für die Unterkonstruktion schließt Du den Hutmacherdraht zum Kreis. Dabei sollte der Draht mindestens 5cm überlappen. Dann fixierst Du ihn an beiden Enden, wo er überlappt, mit etwas Klebeband. Anschließend formst Du den Kreis mit viel Fingerspitzgefühl roher Gewalt erst zu einem Oval und biegst ihn dann noch rundlich. Dabei kontrollierst Du am besten im Spiegel, dass er zu Deiner Kopfform passt.

Danach umwickelst Du den Draht mit dem Baumwollschrägband. Am Schluß einen Tropfen Kleber damit das Band bleibt, wo es ist.

(3)
Deine Unterkonstruktion sollte nun so aussehen.
Meinen Federn habe ich noch ein paar Federkiele aufgenäht.

(4) Dann kann es auch schon damit losgehen die unterste, große Feder mit einigen Handstichen festzunähen. Dadurch kannst Du gut kontrollieren, dass die Unterkonstruktion wirklich bedeckt ist und die Feder sich gut der Form anpasst.

Da wo später die anderen Federn draufkommen, können die Handstiche ruhig sichtbar sein. Wo die Feder am Ende noch durchscheint nähst Du sie lieber unsichtbar an.

Die restlichen Federn kannst Du auch annähen oder einfach mit der Heißklebepistole aufkleben.

Die nächsten Federn klebst Du an der Unterkonstruktion entlang fest, damit die Form entsprechend erhalten bleibt. Die oberste Feder wird nur entlang des Federkiel aufgeklebt, damit die Seiten noch lose sind und ein wenig locker abstehen können.

(5) Danach klebst einen Haarkamm mittig auf der Rückseite fest. Achte aber darauf, dass er leicht geneigt ist, damit Du ihn auch feststecken kannst.

(6) Und schon ist das Hütchen fertig!

Je nachdem, ob Du noch andere Dinge anbringen möchtest, kannst Du Dein Hütchen ganz frei gestalten. Du könntest zB noch Perlen draufsticken, Schleifen annähen, ein Hutnetz anbringen, das Hütchen mit (unechtem) Pelz beziehen.

Die Brosche ist sogar noch schneller gemacht. Einfach ein paar kleinere Federn ausschneiden (bei mir ist die größere 7,5cm lang), Federkiel aufnähen, mit Heißklebepistole verbinden und auf eine Broschennadel kleben. Fertig ist die passende Brosche.

 

Ich hoffe die Anleitung war verständlich und hat euch gefallen - falls ihr ein Hütchen danach anfertigt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr die Anleitung verlinkt und natürlich auch zeigt!
[verlinkt bei Stoffspielereien]

Samstag, 3. September 2016

Turban im Stil der 40er Jahre!

Ihr erinnert euch vielleicht an die Anleitung für einen Turban aus Strickstoff und bislang blieb ich ein Foto an mir schuldig. Doch zufällig fiel mir vor rund einer Stunde ein Jersey in die Hände, den ich vor ca. sechs Jahren bei karstadt kaufte und dann für eine Bluse nehmen wollte. Die Bluse war aber für Webware gedacht und ich hatte keine Ahnung von dehnbaren Stichen - so kam das eine zum anderen und die Bluse misslang fürchterlich. Alles was blieb war der Rest vom Stoff, den ich in irgendeine Kiste feuerte und jahrelang nicht mehr beachtete. Heute dachte ich vom ersten Moment an: Das wird ein Turban und Voilá!

 
Ich habe mich selbst kaum noch daran erinnert, wie ich den Turban damals eigentlich gemacht habe, aber ich hielt mich einfach an meine eigene Anleitung und es klappte sehr gut. Dann ergänzte noch ein breites Stoffstück, das nun als Schleife dient.

Und obwohl ich die Idee schon gut fand, aber von dem Ergebnis bin ich wirklich begeistert - oder was meint ihr?

[verlinkt bei Hat Attack]

Dienstag, 5. April 2016

Anleitung: Kirschblüten als selbstgemachter Haarschmuck!


Jedes Jahr fiebere ich dem Moment entgegen wenn die Sträucher und Gehölze beginnen zu blühen. Und weil diese wundervolle Zeit meistens viel zu schnell vorbei ist, trage ich ein paar Kirschblüten auch gern mit mir herum So habe ich schon vor einigen Jahren eine Haarspange mit Kirschblüten verziert - hier zeigte ich das schon einmal - doch die hat die besten Tage bereits hinter sich. Also wurde es Zeit für etwas Neues.

Dazu braucht es lediglich eine Haarspange (zB Bastelladen oder Friseurbedarf), ein paar künstliche Kirschblüten und etwas Grün sowie eine Heißklebepistole.


Damit die metallische Haarspange nicht durchkommt, klebe ich zunächst etwas Grün auf die Spange und einige Blüten werden zu Knospen geschlossen. Dazu wird auf die Innenseite der Blüten etwas Kleber gegeben und die Blüten dann zusammengedreht.


Dann den Kleber auf das Grün auftragen und die Blüten nach Geschmack in den Kleber drücken. Am besten immer 3-4cm nacheinander bekleben. Ein kleines Ästchen sorgt für Auflockerung und da wir uns im Frühling befinden braucht es auch nur wenig Grün.


Und das war's dann auch schon. Ihr könnte natürlich auch noch eine zweite Blütenart einfügen oder schmückendes Beiwerk wie Schmetterlinge, Vögelchen oder Perlen. Achtet darauf, dass es nicht zu überladen wird - man neigt schnell dazu zu viel zu wollen, aber weniger ist mehr!

Der Frühling kann kommen - noch zum Vergleich ein Bild von der alten und neuen Spange. Ich denke doch man erkennt den Unterschied, oder was meint ihr?
[verlinkt beim Creadienstag]

Freitag, 22. Januar 2016

Anleitung: Turban aus Strickstoffen nähen!


Nachdem ich nun mein Oberteil fertig habe, habe ich noch eine Menge Stoff übrig - ich kaufe ja immer zu viel falls doch mal ein Ärmel verschnitten wird oder sonst etwas passiert. Und da in den 40er Jahren neben den normalen Hüten auch Turbane sehr angesagt waren, habe ich beschlossen mir aus dem restlichen Stoff einen Turban zu nähen!

Nach einigen verunglückten Versuchen mit Probestoff wie so ein Turban am besten umzusetzen ist, habe ich eine schöne Variante für mich gefunden und die möchte ich euch nicht vorenthalten. Diese Anleitung ist für Strickstoffe gedacht - ihr braucht dazu ein rund 65cm breites x 40cm langes Stück.

Damit der Turban auch passt, braucht ihr euren Kopfumfang - wie ihr den messt habe ich hier schon geschrieben. Falls ihr den Turban lieber etwas loser möchtest, dann entsprechend zugeben. Dann schneidet der unteren Schnittteileaufstellung entsprechend zu.


In den Schnitteilen sind 1,5cm Nahtzugabe enthalten und die linke Seite ist rosa unterlegt. Das Bündchen hat eine fertige Breite von 5cm und sorgt für einen schönen Abschluss und genug Halt am Kopf.

Das Bündchen wird einmal links auf links in der Länge gefaltet und mit der Öffnung auf die untere Kante der rechten Seite des Turbanstücks gelegt und abgenäht (1). Bitte denkt dran, dass ihr eine Spezialnadel und einen dehnbaren Stich verwendet! Wer eine Overlock hat kann in einem Rutsch gleich versäubern.
Dann das Bündchen umklappen und das gesamte Stück rechts auf rechts in der Breite umklappen (2).


Nun einfach einen Viertelkreis ausschneiden (die Linie dient nur zur Verdeutlichung - das Bündchen bleibt in voller Breite bestehen) (3) und dann aufgeklappt (!) versäubern. Dann schließlich von der unteren Kante aus zusammennähen und dabei aber die letzten 2cm vor dem Stoffbruch an der oberen Kante offen lassen (4). An der oberen Naht die Nahtzugaben auseinanderbügeln.

Das Band rechts auf rechts zusammennähen und wenden (5).


Nun das gewendete Band durch die Öffnung vorn ziehen und zu einem Ring schließen. Das am besten per Hand machen und die Naht mit wenigen Stichen im Turban unsichtbar festnähen, dann verrutscht sie nicht (6). Nun die Turban aufsetzen und den überschüssigen Stoff in der hinteren Turbanhälfte in mehreren Falten nach hinten ziehen und feststecken (7) - das geht am besten an einem Styroporkopf oder mit fremder Hilfe. Zum Schluss mit unsichtbaren Stichen (per Hand oder Maschine) wie festgesteckt an der Mittelnaht abnähen und dann ist der Turban auch schon fertig.

Falls ihr noch Fragen habt, dann stellt sie gern! Ansonsten hoffe ich, dass ein paar von euch etwas mit der Anleitung anfangen können und falls ihr euch einen Turban näht, würde ich mich freuen, wenn ihr den herzeigen würdet.

Dienstag, 24. Februar 2015

Frisuren der 40er Jahre

Ich mag alle meine Zeitschriften, blättere gern und stets andächtig darin, aber wie immer hat man ein paar Lieblinge. So ganz besondere Stücke: die mit den schönsten Strickjacken, die mit den bezaubernden Zeichnungen, die mit dem einen wundervollen Kostüm oder Kleid und auch die besonders seltenen. Dazu zählen vor allem die Hefte der 40er Jahre. Durch den zweiten Weltkrieg wurden die Verlage still gelegt, die Frauen hatten andere Sorgen als Mode oder Handarbeiten und auch die begrenzte Verfügbarkeit von Stoffen und Wolle kam hinzu.  

So hüte ich die paar Hefte, die ich bislang aus diesem Jahrzehnt ergattern konnte, besonders sorgsam. Aus einem dieser Hefte, nämlich Beyers Mode für Alle - Heft 2 Herbst aus dem Jahr 1943, stammt diese wundervolle Darstellung der neuen Frisuren.
Sind es nicht zauberhafte Frisuren? Man kann auch die Hutmode der Zeit schon erahnen, denn die vielen Locken, Rollen und Knoten lassen nur wenig Platz für enganliegende, kopfbedeckende Hüte. Kleine Halbhüte, duftige Kappen und Ähnliches könne sich hingegen gut an die Kopfform anschmiegen ohne die gelegte Lockenpracht zu zerstören.

Die formale Aufgabe des Halses Kopf und Schultern zu trennen finde ich besonders reizend formuliert und die Frisuren sind kleine Kunstwerke - besonders (2) und (3) gefallen mir sehr gut. Und euch? Welche wäre euer Favorit?
[verlinkt beim Creadienstag]

Donnerstag, 13. November 2014

Pompons!

Ihr habt ein paar Pompons übrig und wisst nicht, was ihr damit anfangen sollt - vielleicht hilft euch dann diese kleine Auswahl an möglichen Kopfbedeckungen mit Pompons:
 
[Beyers Modenblatt für Handarbeit und Wäsche - Mai 1950]

Man beachte besonders den Pomponirokesen rechts oben. Ganz reizvoll, oder etwa nicht? Wie gefallen euch die Modelle - ist für euch etwas dabei?

Sonntag, 27. Juli 2014

Frisuren - Victory Rolls


Victory Rolls, 40er Jahre, Frisur der 40er Jahre, passend zur Nackenrolle

Nach der Nackenrolle nun mal eine schnelle Anleitung für die vorderen Haarpartien - die Victory Rolls.

Wie bereits erwähnt bin ich weder geduldig, noch geschickt - ich ergänze heute noch ordentlich. Meine Frisuren sind im Alltag häufig ein wenig zerzaust. Ich mag diesen etwas unaufgeregten Stil. Zum Abend kommt dann Pomade und viel Haarspray dazu. Wer es noch ordentlicher und eleganter möchte, dem empfehle ich dringend auch Lockenwickler zu nutzen.

Victory Rolls, 40er Jahre, Frisur der 40er Jahre, passend zur Nackenrolle

Ich nehme eine Haarpartie aus dem oberen und seitlichem Haar und rolle diese straff um zwei Finger. Je nach Haarlänge und -dicke nimmt man eine stärkere oder dünnere Partie. 

Ich drehe seitliche Partien mit ein um auch dort etwas Volumen zu haben, aber man kann auch nur obere Strähne nehmen, dann bleiben die Seiten flacher.

Victory Rolls, 40er Jahre, Frisur der 40er Jahre, passend zur Nackenrolle

Dabei sollte man darauf achten etwas Abstand zum Kopf zu lassen und genug Platz um die Finger noch heraus zu winden.

Victory Rolls, 40er Jahre, Frisur der 40er Jahre, passend zur Nackenrolle

Mit beiden Händen wird die Rolle an den Kopf heran gedreht und dabei bauschen sich die Haare auch etwas auf, sodass schöne Wellen und Volumen entsteht. Dann noch mit Haarnadeln [Bobby Pins] feststecken und auf der anderen Seite wiederholen.

Victory Rolls, 40er Jahre, Frisur der 40er Jahre, passend zur Nackenrolle, Anleitung, Erklärung

Achten sollte man besonders auf die Spitzen, die sollte man gut mit einrollen, denn sonst stehen sie plötzlich merkwürdig aus den Rollen heraus.

Victory Rolls, 40er Jahre, Frisur der 40er Jahre, passend zur Nackenrolle, Anleitung, Erklärung

Ich würde euch ja gern noch irgendein tolles Geheimnis dazu verraten, aber ich kenne keines. Übung, Fingerspitzengefühl und viel Haarspray sind alles, was man braucht.