Montag, 16. September 2019

Das ist doch ein alter Hut!


Hüte waren in den 40er und 50er Jahren nicht wegzudenken und wer ein Faible für diese Zeit hat, wird kaum darum herumkommen, sich gut zu behüten. So geht es mir auch und daher kaufte ich vor einer Weile diesen hübschen Hut für ein paar Groschen bei einem bekannten Onlineauktionshaus.

Alte Hüte zu kaufen ist immer ein wenig riskant. Zum Einen stellt sich natürlich die Frage danach, ob er passt und gefällt, aber zum Anderen auch in welchem Zustand er ist - und damit ist nicht nur Schmutz oder Mottenfraß gemeint, sondern auch wieviel von der ursprünglichen Form noch übrig ist. Leider werden viele Hüte falsch gelagert und bekommen dadurch Beulen oder verformen sich. Filzhüte lassen sich zwar auch zuhause mit Dampf aus dem Bügeleisen wieder ein wenig in Form zu bringen, aber das gestaltet sich ziemlich schwierig, wenn man gar nicht genau weiß, wie die Ursprungsform denn nun eigentlich war.


Der Hut aus grauem Filz hat eine Tulpenform, die sowohl durch eine Naht als auch eine Falte in eine rundere Form am Hinterkopf gebracht wird. Zwei zusätzliche "Blütenstiele", wovon einer ebenfalls verdrahtet ist, und ein kleines Blättchen unterstützen die florale Form. Zusätzlich hat der Hut im Rand Draht eingearbeitet, damit er formbar ist, und zur Fixierung ein Hutgummi.

Ich befreite den Hut zunächst mit einer weichen Bürste vom Staub. Danach beulte ich ihn mit viel Dampf (Achtung: Verbrennungsgefahr) aus und formte ihn so, dass er zu meiner Kopfform passt. Anschließend reinigte ich das Hutband und gönnte dem Hütchen ein wenig Imprägnierspray, damit Regen und Schmutz ihm weniger anhaben können.


Letztlich bleibt es sprichwörtlich ein alter Hut, aber ich denke er wird mir noch einige Male Freude machen und das ist doch sein Sinn und Zweck!



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