Posts mit dem Label Wohnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wohnen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 10. Januar 2022

Von einem alten Nähkästchen..

Als ich vor ungefähr zehn Jahren angefangen habe zu nähen, hat der liebe Gatte mir ein altes Nähkästchen geschenkt - er weiß halt, wie sehr ich so Kleinmöbel mag! Seitdem leistet es mir treue Dienste und beherbergt Reißverschlüsse, Gürtelschnallen und allerlei Kleinkram.

Aber so langsam sieht das Kästchen etwas ramponiert aus. Kleine Kratzer und Flecken, das Furnier ist an den Rändern abgeplatzt, die Knöpfe sind abgegriffen und das Messing am Griff oxidiert. Höchste Zeit, ein bisschen Putzmittel und Muskelkraft in das Kästchen zu investieren!
Nähkästchen / Nähkasten der 50er Jahre || beswingtesallerlei.de
Mit bügelbarem Kantenumleimer haben wir die offenen Ränder abgedeckt. Die Farbe stimmt nicht ganz, aber kam dem Original am nähsten.

Außerdem haben wir die Messingteile ordentlich gereinigt und poliert.
Nähkästchen / Nähkasten der 50er Jahre || beswingtesallerlei.de
Die abgegriffenen Knöpfe waren nicht mehr zu retten, also hat das Kästchen neue bekommen und mit Holzpflege ist die Farbe wieder kräftiger geworden und die kleinen Kratzer und Flecken sind verschwunden.
Nähkästchen / Nähkasten der 50er Jahre || beswingtesallerlei.de
Eigentlich alles nur Kleinigkeiten, aber es macht wirklich einen Unterschied und nun glänzt das kleine Nähkästchen wieder und wird sicher noch viele Jahre hier stehen und Reißverschlüsse, Gürtelschnallen und allerlei Kleinkram beherbergen.
Nähkästchen / Nähkasten der 50er Jahre || beswingtesallerlei.de
Habt ihr auch ein Nähkästchen? So ein Modell wie meines findet man noch oft und dann lohnt es sich vielleicht auch, ihm ein wenig Aufmerksamkeit zu widmen.
Nähkästchen / Nähkasten der 50er Jahre || Vorher und Nachher || beswingtesallerlei.de

Freitag, 11. Juni 2021

Liebling, ich habe den Schrank gebügelt..

..es gibt schon so Sätze, von denen man sich nicht vorstellen kann, dass man sie mal sagt, aber ja, ich habe den Schuhschrank gebügelt!


Wir haben gestern in den Kleinanzeigen einen Schuhschrank erworben. Das hübsche Stück ist gefertigt vermutlich irgendwann in den 50er bis 60er Jahre und steht für sein Alter ganz gut, aber wie bei Gebrauchsgegenständen üblich hat er ein paar Macken und vor allem mehrere sehr unansehnliche Flecken auf dem Deckel. Wir möchten den Schuhschrank gern neu lackieren, aber das schaffen wir aktuell nicht, daher musste eine schnelle Übergangslösung her. Ich habe also gegoogelt und dort wird empfohlen solche hellen Wasserflecken mit einem Fön zu beseitigen und in einem weiteren Beitrag wurde erwähnt, dass man die Flecken auch wegbügeln könne, also habe ich unseren Schuhschrank, den wir gestern schon feucht ausgewischt hatten, gebügelt.


Man muss ein Baumwolltuch zwischen Bügeleisen und lackiertem Holz legen und mit der Hitze gut aufpassen, weil sonst die Lackierung schmilzt und matt wird. Das ist mir leider an einer Stelle auch passiert, aber da wir den Schrank eh neu lackieren wollen, ist das glücklicherweise nicht so schlimm - ich würde empfehlen mit dem Bügeleisen wirklich langsam zu starten und dann die Hitze zu steigern sowie sich genug Zeit zu nehmen. Alles in allem bin ich aber wirklich angetan von dem Ergebnis, denn es war einfach, schnell und die meisten Flecken sind fast vollständig weggegangen! Vielleicht hätte ich die letzten Flecken auch noch weggebügelt bekommen oder mit einem Fön nacharbeiten müssen, aber ich wollte den Lack nicht überstrapazieren.

Gekauft wurde der Schuhschrank übrigens aus gutem Grund - dem gleichen Grund, warum hier aktuell kaum gepostet wird, denn wir haben uns ein neues, altes Haus gekauft! Einen wunderschönen Bungalow aus den 70er Jahren und so ein Hauskauf mit dem ganzen Drumherum frisst unfassbar viel Zeit, sodass es vermutlich auch in den nächsten Wochen eher ruhig sein wird und eventuell noch mehr zum Thema Einrichtung kommt. Ich freue mich, wenn ihr trotzdem weiterhin hier mitlest und früher oder später geht's auch wieder richtig um's Nähen - versprochen! :)

Dienstag, 29. Oktober 2019

Sunburst Mirror - ein selbstgemachter Spiegel


Heute mal nicht genäht, sondern gebastelt!

Schon länger wollte ich gern einen Sunburst Mirror haben, also einen Spiegel statt einer Uhr, der an das Design von George Nelson erinnert. Aber solche Stücke sind entweder sehr teuer oder sehr billig (und sehen dann meist auch so aus). Also kam ich auf den Gedanken, den Spiegel einfach selbst zu machen.

Grundlage war ein alter Kosmetikspiegel und dazu ein paar Schaschlikspieße, die der Gatte und ich auf unterschiedliche Längen abgesägt und die Kanten abgeschliffen haben. Versetzt angeordnet und mit der Heißklebepistole befestigt, ergibt sich das hübsche Sonnenscheindesign.


Zum Schluss haben wir alles mit goldener Farbe angesprüht und noch eine Aufhängung angebracht und fertig ist das sehr kostengünstige Designerstück! Und ich finde, dass es ordentlich was hermacht!

Samstag, 2. Dezember 2017

Ein Rundgang durch unser Wohnzimmer

Der Baum steht - ich zeigte es gestern auf Facebook und Instagram schonmal kurz und nutze das nun auch als Anlass mal das Wohnzimmer im Ganzen zu zeigen. 


Das wundervolle C&A-Bild haben wir mit einigen anderen wunderbarerweise bei der hier ansässigen Filiale ergattert und unter Einsatz unseres Lebens auf dem Fahrrad nach hause getragen.


Die Blumenbank ist nachwievor eine der schönsten Bänke, die ich bisher gesehen habe.


Das Buffet (im Moment überladen mit Adventskalendern, ersten Geschenken und der Weihnachtsmusik) kennt ihr ja schon zur Genüge von den Bildern. Darin das heißgeliebte Service von Seltmann Weiden.


Links davon die offene Küche. Bei der Küche ist zwar grundsätzlich die Funktion und Passgenauigkeit wichtiger als das Design, aber wir haben dennoch die perfekte Küche für uns gefunden in hellem Creme und sattem Rot..


 ..mit den passenden Stühlen, Uhr und Lampe.


Und noch eines der wunderbaren C&A-Bildern - über Eck an unserer Treppe angebracht. Mode ist hier halt Thema. C'est Magnifique, C'est Chic!


Ich hoffe der kleine Rundgang hat euch gefallen - ich muss nun den Kuchen essen gehen, bevor er weg ist!

Dienstag, 11. November 2014

Kissen!

In den 50er Jahren führte der Wirtschaftsaufschwung bekannterweise auch wieder zu vermehrtem Wohlstand und kleinen Annehmlichkeiten. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden war unverändert geblieben und Cocktailparties holten das gesellschaftliche Leben in das eigene Wohnzimmer. So wurde das Wohnen und die Gestaltung von Wohnzimmern immer wichtiger. Von Buffets, Nierentischen und dem passenden Geschirr hatte ich euch schon berichtet, aber auch Kissen sollten zur Einrichtung passen. Die wurden dann passend zum Sofa, zu Gardinen oder Tischdecke gestaltet, wurden bestickt oder mit Spitze verziert, es gab runde, dreieckige und viereckige Kissen.

Und auch ich habe noch Stoff von unseren Gardinen übrig und schon länger die Idee daraus passende Kissen zu nähen. Doch nicht nur der Stoff, sondern auch die Form sollte an die 50er Jahre erinnern, also habe ich die bekannte Form, die an einen Bumerang erinnert, gewählt. Und so entstand mein erstes Kissen:
 




Mir gefällt das Kissen in Form und Stoffwahl sehr und auch der Liebste ist ganz angetan. Wie findet ihr das Kissen? Habt ihr Interesse an einem Schnittmuster und Lust auf eine kleine Anleitung?  

Sonntag, 27. Juli 2014

Das Buffet - Wohnschrank der 50er Jahre

In der zweiten Hälfte der 50er Jahre und den frühen 60er Jahren schlug das Wirtschaftswunder richtig zu. Die Menschen hatten Arbeit, genug Geld und Lust das auch auszugeben. Der Konsum lebte nach den eher kargen Nachkriegsjahren immer mehr auf und auch das Eigenheim wurde wieder wichtiger. Kleine Cocktailpartys und das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden sorgten für einen Aufschwung im Bereich Einrichtung - bunte Tapeten und Gardinen, Kleinmöbel und auch das Buffet zogen in die Wohnzimmer ein.

Wohnzimmer, 50er Jahre, 60er Jahre, Bar
Ursprünglich war das Buffet ein Küchenmöbel. Üblicherweise besteht es aus zwei Teilen: Dem breiteren Unterteil mit Schränken und Schubfächern sowie einem Aufsatz mit Glasvitrine und weiteren Schränken. Es wurde in erster Linie als Stauraum für das Geschirr, Handtücher sowie Küchengeräte genutzt - häufig waren daher die Glasscheiben durch Gardinen verdeckt. Als nun das Leben immer mehr in das Wohnzimmer verlegt wurde, wanderte das Buffet mit.
Wohnzimmer, 50er Jahre, 60er Jahre, Bar

Damit es auch in das moderne Eigenheim passte bekam es ein ganz neues Design und häufig auch noch eine Bar. Da waren die typischen Messingverzierungen, die Form wurde schlichter, dafür wurden unterschiedliche Hölzer verwendet, die Füße wurden zierlicher und die Glasscheibe bekam kleine, schmückende Bemalungen.  

Und statt schnöden Küchenutensilien wurde in der Vitrine das gute Geschirr gelagert - bei uns also unser Geschirr "Isolde" von Seltmann Weiden, das ich hier schon zeigte.

Wohnzimmer, 50er Jahre, 60er Jahre, Bar

Aber ich möchte euch auch etwas mehr über unser Buffet im Speziellen erzählen. Es ist ein Wohnschrank aus Macore und Ahorn und ist 1,6m breit und hoch. Es wurde von der Mutter der Verkäuferin erworben und stand dort lange im Wohnzimmer. Nach dem Tod der Besitzerin wurde es in den Keller verfrachtet und wartete dort - bis wir es schließlich abholten. Es ist also sozusagen aus erster Hand. 

Es hat schon ein paar kleine Macken - ist euch der kleine Spalt zwischen der Glasscheibe und dem Holz aufgefallen? Hier und da geht eine Tür schwer zu, die Griffe sind etwas abgenutzt und ein paar Kratzer hat es auch schon. Aber insgesamt ist es für sein Alter wundervoll erhalten - alle Teile sind intakt [sogar die Glasteile der Vitrine und der Bar], die Schlüssel sind alle vorhanden, die Bespannung der Vitrine ist noch da, die Schubfächer sehen aus wie neu. Mir gefallen auch vor allem diese zweifarbigen Buffets so richtig gut. Es ist wundervoll verarbeitet, die Bar entlockte dem Liebsten Seufzer des Glücks und diese Detailliebe ist fantastisch. Die Türen sind in der Maserung perfekt aufeinander abgestimmt und sind auch noch geschwungen verarbeitet, was dem ganzen Schrank ein abgerundetes Design gibt.

Ich finde es wundervoll und die kleinen Macken machen es fast noch wundervoller! Unnötig zu erwähnen, dass wir auch schon unseren eigenen Kratzer beim Transport reingehauen haben, aber natürlich an einer ganz unauffälligen Stelle - wir sind schließlich Profis!

Wohnzimmer, 50er Jahre, 60er Jahre, Bar 
Unser Buffet stammt von der Firma BRÖCKER. Die wurde schon 1864 gegründet und war damit lange eine der ältesten Möbelwerkstätten, aber ging im Jahr 2006 in Insolvenz. Bekanntere Marken der 50er Jahre sind zB Musterring, String und Wohnkultur.

Wohnzimmer, 50er Jahre, 60er Jahre, Bar

Gekauft wurde unser Buffet übrigens am 22.02.1961 und hat 448 DM gekostet [434,50 DM, weil man sofort bezahlte] - woher ich das weiß?  Na, ich habe einfach auf die Rechnung geschaut, denn tatsächlich liegt die Originalrechnung noch bei!

Wohnzimmer, 50er Jahre, 60er Jahre, Bar

1961 betrug das durchschnittliche Jahresbruttoeinkommen 6.723 DM, also ein Monatseinkommen von 560 DM. Somit kostete der Schrank fast ein Nettomonatseinkommen. Und damit wären wir auch bei einer nicht ganz uninteressanten Information, nämlich dem Preis. Keine Sorge, ein Monatseinkommen haben wir nicht bezahlen müssen - vielmehr kostete uns das Schmuckstück einschließlich Benzin nur 50 Euro! Wir haben es bei den Kleinanzeigen des Auktionshauses entdeckt - die Bilder waren etwas verschwommen und wir skeptisch, aber haben uns getraut und es hat sich sehr gelohnt.

Wie findet ihr Buffets? Zu altbacken, zu mächtig oder zeitlos modern? Habt ihr auch eines oder sucht ihr eines?