Samstag, 28. Mai 2016

Modische Vorschläge aus Paris!


Stickereien, asymmetrische Schnitte und vielerlei anderes zeigt die Pariser Mode im Juli 1950 [aus der Frauenhilfe]. Die Liebe zum Detail macht die Mode!

Mittwoch, 25. Mai 2016

Fertig: Sarong Kleid von 1957!


Tiki-tastisch! Ja, ich muss gestehen, dass ich sehr zufrieden mit meinem Kleid bin. Es ging schnell, es brauchte nichts geändert werden und bis auf das vordere Rockteil ist mir alles auf Anhieb geglückt.

 

Der Schnitt von 1957 hat sich sehr gut gemacht - das gedoppelte Vorderteil lässt Spielraum für etwas mehr Brustweite als vorgesehen und auch sonst ist der Schnitt passgenau. Nachdem ich mehrere Anläufe brauchte um vorn das gewünschte drappierte Rockteil zu nähen, gefiel es mir nicht mehr. Also habe ich es stattdessen doch so genäht wie es im Originalschnitt vorgesehen war.

Lediglich die Wicklung habe ich geändert, weil sie - anders als sonst üblich - von links kam. Nun ist der unsichtbare Reißer zwar in der rechten Naht, aber das stört mich weniger als eine falsch Wicklung.


Ansonsten hat das Kleid angeschnittene Ärmel mit Zwickel und die nötige Weite bekommt der Rockteil hinten durch mehrere eingelegte Falten - nicht besonders figurschmeichelnd bei dem großen Muster, aber dafür bringt es eine sehr angenehme Schrittweite.


Abgesehen davon dass er meinen Hintern riesig aussehen lässt, ist der Stoff aber ein Traum. Er ist aus leichter Viskose, fällt traumhaft und lässt sich erwiesenermaßen sowohl in stickigen Konzertsälen als auch bei sonniger Hitze im Garten sehr gut tragen.


Und weil er so schön ist und mir die Farben auch unwahrscheinlich gut gefallen, habe ich auch noch die letzten Meter aufgekauft - für ein zweites Kleid oder einen Strandanzug oder mal schauen für was eigentlich. Bei knapp 8 Euro der Meter auf 1,4m Breite kann man nicht viel falsch machen!


Einen Gürtel soll das Kleid auch noch bekommen, aber ich bin mir noch nicht so recht sicher, ob er breit oder schmal werden sollte, daher habe ich noch nicht angefangen. Was denkt ihr? Braucht es überhaupt noch einen Gürtel? Und wie findet ihr das Kleid insgesamt?
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Mittwoch, 18. Mai 2016

Fertig: Gestreifte Strickjacke von 1956!


Diesen Titel hatte bereits ein Beitrag, denn es handelt sich um mein Frühlingsjäckchen 2014, aber da war ich nicht so recht zufrieden. Die Blende vorn war nicht zufriesenstellend, denn sie stand ab und verdrehte sich. So fristete das Jäckchen lange ein Schrankdasein. Das ärgerte mich neulich so sehr, dass ich die Blende abtrennte und endlich wieder neu annähte - hier zeigte ich schon die Details. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.


Die Blende steht nicht mehr ab und ich bin endlich ganz zufrieden mit dem Jäckchen - das Muster und die Farben liebe ich sowieso und es begeistert mich wie gleichmäßig die Strickmaschine das Maschenbild strickt! Die Anleitung für die Strickmaschine, aber auch für das Stricken per Hand, findet ihr übrigens hier.


Den vorgesehenen Pullover für das Twinset habe ich damals sogar auch noch gestrickt, aber der ist um die Brust herum so sehr zu eng, dass ich ihn ganz tief in einer Kiste begraben habe für irgendwann vielleicht mal..

Die verwendete Wolle ist übrigens Merino 160 von Austermann.

Zu dem Jäckchen trage ich in Ermangelung einer weißen Bluse ein einfaches Hemdchen und den Rock 106B aus der Burda 05/2012, den ich hier schon zeigte. Den Saum hatte ich mit Vlieselineband geklebt, aber das würde ich nicht wieder machen - das verzieht sich merkwürdig, weshalb der Saum sich etwas wellt. Dennoch wird der Rock sehr gern getragen und er wird nicht der Letzte nach dem Schnitt gewesen sein.

Übrigens war das auch der Schnitt mit dem ich das Nähen begann - ich nähe nun also seit ziemlich genau 4 Jahren! Was um Himmelswillen habe ich vorher mit meiner Zeit angefangen..?


Die Jacke ist auch offen tragbar und entgegen dem skeptischen Blick auch von innen hübsch anzuschauen. Der Streifenverlauf an Ärmeln und Seitennähten ist besser kaum umzusetzen.


Ich ärgere mich ein wenig, dass ich das Jäckchen nicht viel eher korrigiert habe, aber nun gut, was nutzt es sich darüber jetzt noch Gedanken zu machen? Also lieber von nun an tragen und mich darüber freuen - das fällt mir auch nicht schwer, denn ich bin immernoch wirklich, wirklich verliebt in die Jacke.


Hach, wenn ich das so sehe, dann sollte ich dringend die Strickmaschine auspacken. Wie findet ihr denn mein neues, altes Frühlingsjäckchen? 

[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Samstag, 14. Mai 2016

Sarong Kleid von 1957 - Fertig!

Manchmal kommt es ja anders als man es sich vorgestellt hat. Ich habe in den letzten Tagen an meinem vorderen Rockteil zum Sarong Kleid gebastelt. Wollte ich es doch teilen und am liebsten auch noch Falten einbringen. Geklappt hat nichts davon. Drei Versuche habe ich unternommen, aber der Fadenlauf mit dem fließenden Stoff und dazu Falten, die auch noch auf bestimmte Art fallen sollten, waren wirklich schwer zusammenzubringen. Im letzten Anlauf habe ich das gewünschte Ergebnis erzielt, aber dann gefiel es mir gar nicht so sehr gut wie erwartet.

Am Ende habe ich entschieden das vorgesehene Rockteil zu verwenden. Das hat hinten drei eingelegte Falten und bringt dadurch genug Weite mit. Der Rest ging schnell und leicht von der Hand, sodass ich tatsächlich schon fertig bin!


Am Bügel hängt es etwas unmotiviert herunter, aber das ist bei solchen Kleidern ja meistens so und wenn ich drin stecke, dann sieht es schon ganz anders aus und gefällt mir unheimlich gut! So gut, dass ich mir nochmal 3m Stoff nachgekauft habe.

Nun fehlt noch der Gürtel und etwas Haarschmuck und dann hoffe ich euch schon bald das Kleid an mir zeigen zu können. Also frisch ans Werk - draussen verpasst man ja gerade auch nichts - und euch ein schönes Pfingstfest!

Dienstag, 10. Mai 2016

Was lange währt, wird endlich gut!

Einige werden sich vielleicht an mein Frühlingsjäckchen 2014 erinnern - hier hatte ich es gezeigt. Gestrickt auf der Strickmaschine und Muster und Farben innig geliebt, war der Sitz der Blende nicht besonders gelungen. Die stand ungünstig ab und wollte sich so gar nicht anschmiegen. Schon damals wurde mir geraten es erstmal zu versuchen oder die Blende nochmal abzutrennen und leicht gedehnt wieder anzunähen. Tragen mochte ich die Jacke dann nicht so recht - es ärgerte mich zunehmend - also blieb nur die zweite Variante.

Ich gestehe, dass ich mich lange nicht getraut habe - ich hatte Sorge, dass ich es eher schlimmer als besser machen würde. So fristete das Jäckchen die letzten zwei Jahre mehr oder weniger ein Schrankdasein. Das hat nun ein Ende, denn schlimmer als die Jacke nicht zu tragen kann es ja auch nicht werden, also gab ich mir einen Ruck und setzte den Plan endlich um. Ich dehnte um geschlagene 10%, ließ also jede 10te Masche an der Jacke aus - außer unten am Bündchen.

Das Ergebnis sind 7,5cm weniger Blende und ein wirklich sehr viel besserer Sitz - nun muss noch die Blende gekappt werden, die Knöpfe neu angenäht und dann wird die Jacke endlich getragen!

 

Drückt mir die Daumen, dass es nun endlich gelingt! Könnt ihr euch schneller zu notwendigen Änderungen aufraffen oder braucht es bei euch auch manchmal mehrere Jahre längere Zeit?
[verlinkt beim Creadienstag]

Samstag, 7. Mai 2016

Sarong Kleid von 1957 - Zwischenstand!

Gerade beginnt der dritte Tag mit traumhaften Wetteraussichten! Und obwohl ich die beiden letzten Tage nahezu nur beim Luftbaden und im Grünen verbracht habe, habe ich doch noch die ein oder andere Naht an meinem Sarong Kleid machen können.


Die Überlappung am Oberteil ist ein wenig friemlig, aber insgesamt findet es sich ganz gut zusammen. Eine Falte habe ich nicht ganz richtig platziert bekommen, aber das fiel erstauf, als der Formstreifen schon dran und die Ecke eingeschnitten war. Erfahrungsgemäß hätte ein erneutes Öffnen nur noch mehr Ärger verursacht, also habe ich es so gelassen und hoffe, dass das Muster den Rest erledigt.


Ich hoffe, dass das Kaiserwetter noch eine Weile anhält, damit ich es vielleicht sogar noch schaffe das Kleid auszuführen. Meine andere Sommergarderobe wie die Bluse aus zweierlei Stoff und das Ensemble mit Segelbooten wurden schon gern und viel getragen - und heute hole ich den wundervollen Strandanzug vom letzten Jahr heraus!


Aber zurück zum Kleid: Inzwischen auch schon eingenäht sind die Zwickel und so ungern ich auch Zwickel einnähe, so begeistert bin ich, wenn es hübsch klappt! Eigentlich ist es ja auch schade, dass wir heutzutage so selten Zwickel nähen - wie sieht's da bei euch aus? Habt ihr überhaupt schonmal einen Zwickel genäht?