Sonntag, 27. Juli 2014

Update abgeschlossen.

Etwas eher als geplant, sind die Posts alle wieder online. Ich hoffe, ich habe eure Listelisten nicht gesprengt.

Es wurde massiv gekürzt - von den rund zweihundert Posts sind nur noch 70 übrig. Raus geflogen sind dabei vor allem Zwischenberichte, unbeendete Projekte, Geschwafel und so weiter. Dafür haben die verbliebenen Posts bessere Katergorien bekommen, alle Bilder wurden mit einer Signatur ausgestattet, alle toten Links wurden gelöscht, Texte auf den Punkt gebracht.

Die meisten Posts haben auch eine neue, klarere Verlinkung bekommen - solltet ihr einzelne Seiten verlinkt haben (zB Anleitungen) dann erneuert diese bitte!

Ein paar ganz vereinzelte Posts haben es noch nicht zurückgeschafft, weil zB die Bilder so schlecht waren, dass ich erst neue machen muss. Auch die Seiten mit den Heften und Getrödelt, Gefunden, Gefreut warten noch auf ihre Bearbeitung. Da die aber nicht in euren Listen auftauchen, kommen die am Ende dran.

Die meisten Änderungen werden euch kaum auffallen, aber ich bin sehr zufrieden alles nochmal angepasst zu haben und werde das in Zukunft aber etwas regelmäßiger machen, damit es den normalen Ablauf nicht so stört. Danke für eure Geduld und weiter geht's!

Fertig: Sarong Kleid von 1957!

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Heute zeige ich euch das Sarong Kleid aus Schwabe Der neue Schnitt von Mai 1957.

Der Stoff ist eine leichte Viskose und sehr gut geeignet für das Kleid. Von den Farben her wäre der Stoff eigentlich nicht so richtig mein Beuteschema gewesen [deshalb habe ich auch keine passenden Schuhe], aber so als fertiges Kleid gefällt er mir sehr gut. Lediglich die raffinierten Details an Schulter und Ärmel gehen im Blumenmuster etwas unter.
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Da das Kleid anfangs in der Taille zu weit war, habe ich alle Abnäher nochmal vergrößert und so auch besonders hinten eine hervorragende Passform erreicht. Eigentlich dachte ich ja das Zuviel an Stoff, dass ich normalerweise hinten habe liegt am Hohlkreuz, aber es ist wohl doch eher die schmale Taille.
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Hier sieht man gut wie sich das Kleid hinten in der Taille schön anschmiegt und dann nach oben zur Schulter weiter und blusiger wird - das gefällt mir sehr und sorgt für genug Bewegungsfreiheit beim Tanzen.

Und gut erkennen kann man auch die gerade verlaufende Seitennaht und wieder die ungewohnte Länge der 50er Jahre.
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Ein bisschen was zu meckern habe ich natürlich auch. Ein paar Nähte - insbesondere am Reißverschluss - passen nicht ganz zusammen, da aber eigentlich auch noch ein Gürtel dazu getragen werden soll [ich aber keinen weißen da hatte] lässt sich das leicht beschummeln beheben.

Dann war das Oberteil besonders vorn zu lang und wurde daher mehrmals ausgemessen und dann um 4cm gekürzt - das war dann aber leider doch etwas zu viel, sodass sich die Taillenlinie vorn jetzt etwas nach oben zieht und dadurch ab und zu kleine Einblicke zwischen den Oberteilen gewährt. Aber ich habe noch einen kleinen Druckknopf angenäht und nun bleibt alles wo es soll.

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Und eine ganz entscheidende Änderung habe ich hinsichtlich der Tanzbarkeit noch gemacht. Denn eigentlich handelt es sich um einen geschlossenen, geraden Rock mit aufgesetzter Drappierung. Ich brauche aber für Sprünge und weite Schritte viel Beinfreiheit. Ich habe also hinten die Gehfalte gestrichen und dafür vorn zwei überlappende Rockteile gefertigt.
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So kann ich alle Bewegungen mitmachen ohne Angst haben zu müssen, dass der Rock zu eng ist. Und dann habe ich noch ein Detailbild für euch von dem Zwickel, der unter den Achseln sitzt und den Ärmel formt.
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Also als Fazit kann ich sagen, dass ich begeistert bin und mich sehr darauf freue das Kleid auszuführen! Und? Wie gefällt es euch? Was sagt ihr zu den Farben?

Fertig: Rotes Kleid mit Leopardenfutter!

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Ich bin überschwänglich, euphorisch und total stolz. Dieses Kleid  - Butterick 5880, ein Repro von 1951 - ist mit Abstand das Wundervollste, was ich je genäht habe - ich möchte fast sagen, dass es zu der handvoll der besten Kleidungsstücke zählt, die ich überhaupt jemals besessen habe. Endlich sitzt die Taille mal da, wo sie soll, und endlich sprengt meine Oberweite mal nicht das ganze Oberteil! Das Kleid betont die Vorzüge und schummelt ein bisschen den Bauch weg - selten war ich so mit mir und meinem Figürchen im Reinen.

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Ich habe diverse Papierschnitte anfertigen müssen und 4 Probekleider genäht. Am Ende habe ich das Oberteil zwei Nummern kleiner genäht als zuerst angenommen, dafür aber eine Full Bust Adjustment [Busenanpassung] durchgeführt, ein wenig Hohlkreuz angepasst, die Taille und ein paar Abnäher verlegt und das Rockteil im Größenverlauf genäht, damit nichts spannt. Alles ist recht gut gelungen und ich habe sehr viel über Schnittkonstruktion und Maßschneidern gelernt.

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Ein bisschen Potenzial gibt es trotz allem noch. Im hinteren Rockteil staut sich Stoff - woran es liegt weiß ich noch nicht genau.

Außerdem steht der Kragen ungünstig ab - da ist noch zuviel Stoff in der vorderen Mitte. Ob das nun von der FBA kommt oder ich noch eine Größe kleiner obenrum nehmen sollte, werde ich auch noch herausfinden müssen.

Beides fiel im Probekleid nicht auf - der Rock rutscht erst nach etwas Bewegung so hoch und den Kragen hatte ich nicht geprobt.

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Trotz dieser kleinen Fehler bleibe ich dabei, dass dieses Kleid mein bislang bestes Stück ist!

Ganz besonders glücklich bin ich nun auch mit der Stoffwahl - die rote Feingabardine  ließ sich ohne Probleme verarbeiten und gefällt mir zusammen mit dem Leopardenfutter immer besser. Der leichte Stretchanteil tut auch sein Übriges zur Bequemlichkeit und selbst der Kragen gefällt mir noch einen Tick besser als ich es erwartet hatte.

Und weil ich ständig vom Tanzen und tanzgeeigneten Kleidern spreche und auch ein Tänzchen für's Finale zugesagt habe, gibt es am Ende natürlich auch noch eins - ein bisschen Charleston, ein bisschen Shim Sham [auf Musik habe ich aus urheberrechtlichen Gründen verzichten müssen]:

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Fertig: Swingkleid von 1958!

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Ein wundervoll leichter, lindgrüner Stoff vom Flohmarkt verwandelte sich in dieses Kleid aus Berlins Modenblatt aus März 03/1958. Hier könnt ihr euch das ganze Heft anschauen und ich zeige euch auch nochmal die Originalzeichnung aus dem Heft:
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Das Kleid hat raffinierte Falten im Oberteil und  wird eigentlich durch eine aufwendige Knopfleiste geöffnet und geschlossen. Diese Knopfleiste habe ich weggelassen bzw. nur angedeutet.
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Der Sitz an der Taille ist nicht ganz gelungen und die ganze Passform hätte dringend noch einen Reißverschluss (oder eben die vorgesehene Knopfleiste) benötigt. Dennoch mag ich das Kleid sehr. Es ist luftig, tanzerprobt und auch die Farbe mag ich unerwarteterweise sehr.
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Auch bei der Verarbeitung vom Rockteil gäbe es noch ein paar Verbesserungen - ich habe die Nähte nach dem Zusammenfügen per Overlock zusammen versäubert, aber leider sieht man das durch den dünnen Stoff hindurch sehr gut.
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 Einen anderen ganz entscheidenden Nachteil bringt leider der Stoff aus unbekanntem Material mit sich, denn der ist sehr anfällig für Schweiß. Nicht nur, dass er sofort verrätische Flecken bildet, sondern leider bleiben die auch nach der Trocknung noch deutlich sichtbar. Ein Grund warum ich das wundervolle nicht so oft anziehe, wie ich gern würde.
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Trotz allem bin ich zufrieden mit dem Kleid - ich mag es sehr an mir leiden und die Erfahrungen hinsichtlich Nähen und aus Stoffverhalten haben mich weiter gebracht. Und ich liebe die Gestaltung des Oberteiles und werde es auf jeden Fall nochmal nähen!
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Fertig: Graues Kleid aus 1957!

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Das Kleid hielt für mich einige neue und schwierige Dinge bereit - angefangen mit den aufgenähten roten und braunen Details, über den Zwickel, den man unter der Achsel erahnen kann, bis hin zum Kragen. Aber alles hat dann doch geklappt und ich bin sehr zufrieden und fühle mich sehr wohl in dem Kleid. Das Grau harmoniert sehr schön mit dem Rot und Braun und fügt sich somit auch sehr gut in meine Garderobe ein. Befürchtungen, dass das Grau an mir zu trist aussehen könnte, haben sich nicht bewahrheitet!

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Ansonsten ist die Länge etwas gewöhnungsbedürftig, aber das bringen die 50er Jahre halt so mit sich. Für Bewegungsfreiheit sorgt übrigens die Falte vorn - selbst Treppe steigen ist trotz schmalem Rock und unnachgiebigem Stoff kein Problem.

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Verändert habe ich nicht viel - ich habe lediglich das Schnittmuster begradigt, weil die Teile hier und da nicht genau aufeinander passten. Außerdem habe ich aus den Falten im Oberteil Abnäher gemacht. Die werfen zwar am Ende eine kleine Delle, aber sitzen wesentlich besser als die vorgesehene Falte. 

Im Rockteil habe ich die Falten so gelassen, aber der Blindstich im Saum hat hinten besser geklappt als vorn - eventuell trenne ich da nochmal und arbeite nach.

Insgesamt ist das Kleid einen Tick zu groß geworden und durch die Wollviskose doch wärmer als es zur Zeit nötig wäre - es ist eher ein Übergangskleid.

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Trotz der kleinen Nörgeleien bin ich sehr zufrieden mit mir und dem Kleid - es ist geworden wie ich es mir vorgestellt habe und obwohl ich nur 2m von dem grauen Stoff hatte, bin ich gut ausgekommen. Außerdem habe ich wirklich gemerkt, dass ich besser werde im Nähen und fühle mich immer sicherer!

Die Knopflöcher haben zB auch sehr gut geklappt und die perfekten Knöpfe habe ich dazu kaufen müssen, ansonsten habe ich zum Glück aus dem Vorrat schöpfen können. Auch der farblich passende Gürtel mit beziehbarer Schnalle lag noch im Nähkästchen und musste nur noch gemacht werden.

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Und ausgesucht hatte ich mir dieses Kleid aus Schwabe - Der neue Schnitt aus Juli 1957.
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Fertig: Tropenkleid von 1957!

  Aloha! Pehea ʻoe? Au makemake eo malie Po'ahâ!
[Hallo! Wie geht's? Ich wünsche euch einen sonnigen Donnerstag!]

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Das Modell stammt aus Schwabe Der neue Schnitt von Juni 1957. Für den Bolero hat der Stoff leider nicht mehr gereicht, ansonsten habe ich mich an die Anleitung gehalten und keine Änderungen vorgenommen. Dafür passt das Kleid sehr gut und die wenigen Schnittteile sorgen dafür, dass das Muster kaum unterbrochen wird.

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