Dienstag, 12. Dezember 2017

Der Reindeer Ski Sweater - Zwischenstand!

Am Wochenende war ich sehr fleißig und habe 200 Reihen gestrickt. Irgendwann hat man so einen Punkt, da will man dann auch fertig werden und so präsentiere ich heute schonmal das Vorderteil vom Reindeer Ski Sweater. 


Mein Hirsch kommt etwas gestaucht daher und der Ausschnitt ist - nach Schnittmustervorgabe - doch sehr viel tiefer als beim Original. Trotzdem bin ich schwer begeistert und insgesamt sehr stolz, denn abgesehen von ein paar Fehlern beim Stricken, die ich aber alle beheben konnte, habe ich keine groben Patzer drin, habe nicht in einem Moment der Unachtsamkeit das ganze Strickstück von der Maschine geschoben und auch andere mittelschwere Katastrophen blieben aus.

Nun liegt der Hirsch neben dem Weihnachtsbaum und trocknet. Ich muss nur noch das Halsbündchen stricken (lassen) und dann kann ich zusammennähen. Das ist übrigens einer der Gründe, warum ich das Nähen dem Stricken vorziehe: Die Strickstücke sind jetzt wie sie sind. Ich habe nur noch wenige Möglichkeiten der Anpassung und wenn es nicht passt.. puh.. Aber bislang bin ich optimistisch, dass der Pullover passt. Drückt mir die Daumen und ich schlage dann heute mal die Bündchen an.. 

[verlinkt beim Creadienstag]

Samstag, 9. Dezember 2017

Der Reindeer Ski Sweater - Zwischenstand!

Das Rückenteil und die beiden Ärmel sind fertig und seit einiger Zeit stricke ich nun am Vorderteil.. obwohl Stricken vielleicht das falsche Wort ist, denn es ist wirklich zäh und erinnert mehr an Weben als an Stricken. Ich hantiere teilweise mit bis zu 12 Garnrollen und entsprechend vielen Fäden und lege jeden einzeln in die richtigen Nadeln. Ich hatte gehofft heute schon weiter zu sein, also steht neben mir der Kaffee und ich starte ganz motiviert und habe mir heute 40 Reihen vorgenommen - falls danach noch etwas mit mir anzufangen ist, steht der Bund für den Weihnachtsrock an.. vielleicht sollte ich mir noch einen Likör holen..

Samstag, 2. Dezember 2017

Ein Rundgang durch unser Wohnzimmer

Der Baum steht - ich zeigte es gestern auf Facebook und Instagram schonmal kurz und nutze das nun auch als Anlass mal das Wohnzimmer im Ganzen zu zeigen. 


Das wundervolle C&A-Bild haben wir mit einigen anderen wunderbarerweise bei der hier ansässigen Filiale ergattert und unter Einsatz unseres Lebens auf dem Fahrrad nach hause getragen.


Die Blumenbank ist nachwievor eine der schönsten Bänke, die ich bisher gesehen habe.


Das Buffet (im Moment überladen mit Adventskalendern, ersten Geschenken und der Weihnachtsmusik) kennt ihr ja schon zur Genüge von den Bildern. Darin das heißgeliebte Service von Seltmann Weiden.


Links davon die offene Küche. Bei der Küche ist zwar grundsätzlich die Funktion und Passgenauigkeit wichtiger als das Design, aber wir haben dennoch die perfekte Küche für uns gefunden in hellem Creme und sattem Rot..


 ..mit den passenden Stühlen, Uhr und Lampe.


Und noch eines der wunderbaren C&A-Bildern - über Eck an unserer Treppe angebracht. Mode ist hier halt Thema. C'est Magnifique, C'est Chic!


Ich hoffe der kleine Rundgang hat euch gefallen - ich muss nun den Kuchen essen gehen, bevor er weg ist!

Dienstag, 28. November 2017

Anleitung: Rote Strickjacke mit Schößchen und Strickrock!


Alle Modelle (und weitere Strickanleitungen) aus dem Heft Frauenhilfe 23/10 1951 könnt ihr euch übrigens hier anschauen.

[verlinkt beim Creadienstag]

Sonntag, 26. November 2017

Ein Wollrock für Heiligabend!

Beim Weihnachtsnähen geht es heute darum sich zu entscheiden und den Stoff auszuwählen. Ich gestehe, dass ich schon gut vorangekommen bin und mein Rock bereits Form annimmt.

Ich hatte meine Hefte durchforstet [da ich alle Modelle in meiner Größe gescannt habe, kann ich das bequem am Computer tun] und habe den perfekten Rock gefunden. Aus Schwabe der neue Schnitt von 08/1957 werde ich den Rockteil dieses Kleides verwenden:

 
Das trifft sich auch insofern ganz gut, dass ich mir avorstellen könnte dieses Kleid mal im Ganzen zu nähen. 

Hinten habe ich die Falte in der Mitte gestrichen und dafür bei den beiden Abnähern Falten eingearbeitet. Das Futter ist bereits zusammengenäht, die Leistentaschen sind schon im vorderen Rockteil drin und der Rock auch geschlossen.


Zu den Leistentaschen habe ich direkt eine kleine Anleitung gebastelt.

Ich bin als gut in der Zeit - im Moment hakt es am nichtvorhandenen Reißerin der richtigen Farbe und Bundfix in der richtigen Breite. Aber das kriege ich in den nächsten Tagen behoben und dann rechne ich mir wirklich noch Chancen auf die passende Jacke aus - zufällig fiel mir ein perfekter Kombinationspartner in Form eines vergeigten Rockes in die Hände. Weiterhin hat aber erste Priorität des Gatten Pullover, sodass ich nicht zu viele Erwartungen wecken möchte. Wir werden sehen wie weit ich beim nächsten Termin bin.

Freitag, 24. November 2017

Anleitung: Leistentasche / Pattentasche nähen!

Leisten (oder auch Pattentaschen) sind praktische Taschen an Röcken, Kleidern oder Mänteln. Sie können beliebig angebracht werden und tragen nicht so viel auf wie zB aufgesetzt Taschen. Mit den Patten kann man zusätzlich durch unterschiedliche Stoffe oder Musterverläufe kleine Hingucker setzen.

Da mein Weihnachtsrock auch Leistentaschen bekommen soll, habe ich diese lieber einmal geprobt. Obwohl mir das Prinzip durchaus klar ist, wollte ich es nicht am Rock selbst üben, denn einmal eingeschnitten gibt es kein Zurück. Und weil es gut gelungen ist, habe ich mir zum Nachschlagen gleich mal aufgeschrieben und aufgezeichnet wie es funktioniert.


Der Taschenbeutel wird im gleichen Fadenlauf wie das Kleidungsstück selbst gefertigt.
Die Leiste soll nicht ausleiern und auch nach mehrmaligem Reingreifen noch schön am Körper anliegen, daher darf sie sich nicht in der Breite dehnen. Dazu wird die Leiste gegen den Fadenlauf, also im 90°-Winkel zum Fadenlauf, geschnitten. Für zusätzlichen Halt werden die Leiste und großzügig der Bereich des Einschnittes mit Einlage verstärkt.

Zunächst wird die Leiste (bzw. Patte) gewendet, also rechts auf rechts aneinander gelegt und die Seiten zugesteppt. Danach einfach die Nahtzugabe knapp zurückschneiden, auf rechts wenden und Ecken ausformen.

Ich benutze zum Ausformen der Ecken Bambusstricknadeln - die vertragen Hitze und sind nicht so spitz, dass sie den Stoff durchstechen.

Die beiden Eingriffnähte liegen ca. 0,8-1cm auseinander und werden mit Kreide oder Garn auf beiden Seiten des Kleidungsstückes markiert.

Anschließend wird die Leiste mit der offenen Seite nach oben an die untere Naht des Tascheneingriffs gesteppt. An die obere Naht wird der untere Taschenbeutel genäht. Er wird rechts auf rechts aufgenäht und die Naht ist an beiden Seiten ca. 1cm kürzer als die untere Naht - so wird gewährleistet, dass die Leiste auf jeden Fall den Eingriff überdeckt.

Will man zB einer Manteltasche mehr Halt geben und macht daher den unteren Taschenbeutel aus Oberstoff, dann verwendet man hier eben diesen.

So sieht das dann aus:


Nun wird auf der linken Stoffseite (hier farblich dargestellt) eingeschnitten: mittig zwischen den Nähten ein gerader Einschnitt, der etwas kürzer ist als die Nähte selbst.
Dann wird bis zu den Nahtenden eingeschnitten. Der Taschenbeutel wird auf die linke Seite gezogen und die Leiste nach oben gelegt, sodass sie den Eingriff verdeckt und die Nahtzugabe der Leiste auf der linken Stoffseite liegt.

Alles gut plätten, damit es sich schön legt. Wenn sich Falten bilden, dann nochmal kontrollieren, ob wirklich bis zum Nahtende eingeschnitten wurde.

Danach den oberen Taschenbeutel an die Nahtzugabe der Leiste nähen. Dazu einfach den oberen Stoffbeutel an die Nahtzugabe feststecken und dann knapp an der bereits vorhandenen Naht entlang nähen. Weil der flutschige Futterstoff sich besser legt als der feste Oberstoff ist es günstiger, wenn der Futterstoff beim Nähen unten liegt.

Mit ein paar Handstichen sollten nun die kleinen Dreiecke, die sich beim Einschneiden des Tascheneingriffs gebildet haben, zwischen den beiden Taschenbeuteln fixiert werden. Das geht auch mit der Maschine, aber ist etwas friemelig, weil es viele Stofflagen sind und eng genäht werden muss. Ich finde, dass es per Hand schneller und sauberer geht.

Dann einfach die Taschenbeutel rechts auf rechts zusammensteppen.

Da die Taschenbeutel ja um 1cm versetzt angenäht wurden, steht der obere Taschenbeutel über - der Überstand wird nach dem Nähen einfach weggeschnitten. Falls der Rock gefüttert wird, reicht es als Versäuberung des Taschenbeutels die Nahtzugabe mit einer Zickzackschere zu stutzen. Ohne Futter sollte er mit der Overlock oder Nähmaschine versäubert werden.

Alles nochmal gut plätten und im Anschluss mit der Hand die Seiten der Leiste festnähen. Dabei an den beiden oberen Kanten ruhig ein paar Sicherungsstiche mehr, denn die müssen doch einiges aushalten.

Dann ist die Tasche auch schon fertig und kann noch zB mit einem Knopf verziert werden.

Der Blick nach innen in die Tasche sieht dann so aus:

Und nachdem das so gut geklappt hat, habe ich gleich mit den Patten aus dem hübschen braunen Wollstoff weitergemacht und es werden sicherlich nicht die letzten Leistentaschen an einem Kleidungsstück für mich sein. Ich hoffe die kleine Anleitung war verständlich und wenn ihr Fragen habt, dann immer raus damit. Ansonsten sehen wir uns am Sonntag zum Zwischenstand zum Weihnachtskleidrock.