Mittwoch, 4. Mai 2016

Rockabilly!


Das lange Wochenende soll wundervoll werden - Temperaturen über 20°C und Hamburg liegt wohl die gesamten Tage im Sonnenschein. Wie gut, dass ich längst mein Sommerensemble fertig gestellt habe und um euch noch zu zeigen wie gut tragbar das Oberteil auch ohne den Rock ist, hier in Kombination mit einer (gekauften) schwarzen Caprihose. 


So getragen wirkt das kurze Oberteil nur noch wenig mädchenhaft, aber könnte ohne Weiteres abends zum Konzert ausgeführt werden. Das habe ich auch vor und schaue mal, ob ich aus den letzten Resten des Segelbootstoffes noch eine Handtasche für ein bisschen Klimpergeld und ein paar Taschentücher machen kann.


Bis dahin setze ich mich aber in den Garten, genieße die Sonne und träume vom Sommer! Ich muss noch das Bier kalt stellen fällt mir ein..

Die Details zu Oberteil hatte ich hier schon genau beschrieben - wie gefällt es euch in der Kombination?
[verlinkt beim MeMadeMittwoch]

Dienstag, 3. Mai 2016

Sarong Kleid von 1957 - Zwischenstand!

 
Ich habe mich getraut und den herrlichen Viskosestoff angeschnitten. Wegen der Schnittform [überschnittene Ärmel und lose Vorderteile] habe ich auf eine FBA verzichtet und nicht mal ein Probeteil genäht. Mit einem halben Vorderteil und dem Rückenteil kann ich ansonsten natürlich noch nichts zur Passform sagen, aber der Stoff ist ein Traum!

 
Ich habe nun also alle Teile zugeschnitten, alle Abnäher geschlossen, alle Falten gelegt und nun will das Kleid nur noch zusammengesetzt werden - einschließlich Zwickel und Reißer in der Seite. Achja, und ich habe nicht falsch zugeschnitten, sondern die Seiten absichtlich getauscht. Aus einem für mich unerfindlichen Grund ist bei diesem Kleid der überlappende Teil von links vorgesehen. Ich mag es aber lieber andersrum und es wäre für Frauenkleidung auch korrekt, also habe ich es umgedreht.


Zwischendurch hatte ich Zweifel, ob mein Kleid zu hochgeschlossen für ein Sarong Kleid wird, aber fand dann einige Kleider von Peggy Woods Designs ltd. aus dem Honolulu der 50er Jahre (wie zB hier). Ich finde, dass es jetzt schon sehr vielversprechend aussieht und bin gespannt wie es sich weiter (ent)wickeln wird. Heute kommt das zweite Vorderteil dann dran, wenn ich es nicht vor lauter Verzückung über das Muster vergesse..
[verlinkt beim Creadienstag]

Sonntag, 1. Mai 2016

Und gewonnen hat..

Während der Kaffee noch abkühlt und weil ich es nicht erwarten kann, habe ich Lose gebastelt und gezogen:


Liebe Julia, Herzlichen Glückwunsch, Du hast das wunderbare Palisades Dress gesponsort von Poppy Ray gewonnen! Bitte schick mir Deine Anschrift damit ich sie weiterreichen kann und ich freue mich schon auf das Ergebnis.

Allen anderen wünsche ich viel Glück beim nächsten Mal und natürlich einen fabelhaften 1. Mai!

Freitag, 29. April 2016

Was dem Mann sein Hawaiihemd..

 ..ist der Frau ihr Sarong Kleid! 

Sarong bezeichnet ursprüngich eine einfache oder zum Kreis geschlossene große Stoffbahn, die vor allem von Männern geknotet getragen wird. Der Begriff wird aber im normalen Sprachgebrauch inzwischen viel weiter gefasst und so werden auch zB hawaiianische kikepa schlicht mit Sarong bezeichnet. Diese Wickelkleider waren besonders in den 40er Jahren sehr beliebt. Nicht zuletzt Dank der Filme über exotische Liebesromanzen, die vor allem durch Dorothy Lamour beliebt wurden:


Ebenso wie das Hawaiihemd schaffte es so auch das Sarong Kleid in die Kleiderschränke und auch in die Schnittmusterabteilungen. Die Damen wollten aber natürlich nicht das Risiko eingehen, dass sich Knoten lösen und so wird bei den meisten Sarong Kleidern eine Wicklung nur vorgetäuscht

Neulich kaufte ich mehrere Stoffe mit wundervollen tropischen Mustern und daraus möchte ich mindestens ein Sarong Kleid machen. Entschieden habe ich mich erstmal für diese hübsche, luftige Viskose mit sanften Grüntönen und sattem Pink.


Ein Sarong Kleid hatte ich vor zwei Jahren schon gemacht und liebe es nachwievor sehr - hier nochmal zur Erinnerung. Erst hatte ich überlegt das Kleid nochmals zu nähen, aber ich hätte lieber etwas mit mehr Ausschnitt und so fiel mir dieses aus Der neue Schnitt 06/1957 (die Folgezeitschrift) in die Hände.
 
 

Die Schnitte sind sich insgesamt sehr ähnlich und so werde ich hoffentlich kaum Probleme mit der Umsetzung haben, obwohl es mir vor den vielen Falten und dem Zwickel etwas graut. Ansonsten möchte ich es auch wie beim letzten Mal halten und das Rockteil vorn teilen statt hinten zu falten. Dadurch wirkt das Kleid mehr gewickelt und es sorgt für mehr Beinfreiheit bei großen Schritten oder beim Tanzen. Es wird sich zeigen, wie es mir gelingt..

Mögt ihr diese hawaiianisch anmutende Mode oder ist es euch zu überladen blumig?

Mittwoch, 27. April 2016

Fertig: Ein Kleid aus zwei Teilen!


Bereits letzte Woche zeigte ich den Rock aus dem süßen Segelbootestoff und heute möchte ich euch nun auch das Oberteil dazu zeigen. Inspiriert durch die Strand- und Freizeitsets aus der Mitte des letzten Jahrhunderts habe ich aus dem übrig gebliebenen Gardinenstoff noch ein separates Oberteil genäht.

Zusammen getragen wirkt es fast wie ein Kleid, aber die unterschiedlichen Knopfleisten verraten, dass es sich um zwei Teile handelt und das gefällt mir auch ausgesprochen gut, denn so kann man mehr Teile damit kombinieren.


Der Rock "Souvenir" war nach eigenem Schnittmuster, aber das Oberteil habe ich nach Butterick B5984 genäht. Den Schnitt kaufte ich seinerzeit reduziert, weil mich die unterschiedlichen Körbchengrößen gereizt haben. Es gibt dabei für das Vorderteil je nach Körbchengrößen A bis D unterschiedliche Schnittteile. Keine FBA machen zu müssen klang wirklich verlockend und nach einer tollen Zeitersparnis.


Schon am Anfang war es ein echtes Problem die richtige Größe zu finden. Der Schnitt selbst gibt eine ganz normale Körpermaßtabelle vor und eine Extratabelle um die Körbchengröße zu bestimmen. Wähle ich nun die Brustmaße für die Tabelle normal? Aber da ist die Körbchengröße ja mit drin und verfälscht dann? Oder wähle ich die Größe nach Oberbrustweite, aber warum steht das dann nicht dabei?

Ich dachte mir dann, dass man sich sicherlich etwas bei den Maßtabellen gedacht hätte und habe dementsprechend also die Größe 22 bei D-Körbchen gewählt. Das habe ich probegenäht und offensichtlich den Schnittherstellern zuviel zugetraut, denn es war viel zu groß! Größe 18 passte dann im Probestück ganz gut, aber war für das fertige Stück, das ich mir vorstellte, zu hoch geschlossen.


Also habe ich den ganzen Ausschnitt neu gestaltet und den Segelschiffstoff zugeschnitten. Im Endeffekt musste ich oberhalb der Brust noch einige Weite wegnehmen, damit der Stoff da anliegt - ich bräuchte wohl eher ein E-Körbchen.

Eine echte Alternative ist dieser Schnitt mit unterschiedlichen Körbchengrößen aus meiner Sicht nicht. Im Prinzip ist auch das eine FBA, die hat halt nur ein anderer gemacht. Die selbstgemachte FBA ist aber auch kein Hexenwerk, sitzt gemäß der eigenen Maßen besser und dauert auch nicht viel länger als die Suche nach der richtigen Größe.


Hinten habe ich eine Knopfleiste eingesetzt und dort die gleichen Knöpfe - nur eine Nummer kleiner - wie beim Rock verwendet.

Die Träger sind einfach nur verstürzte Stoffstreifen, die ich gemäß der Träger vom Büstenhalter angenäht habe. Eigentlich hat mir das Oberteil ohne Träger besser gefallen, aber da bin ich realistisch und gehe sowieso nicht ohne Büstenhalter aus dem Haus. Und eine der größten Modesünden aller Zeiten sind für mich nach wie vor sichtbare Wäscheträger oder noch schlimmer: Plastik-BH-Träger, die sich in die Haut einschneiden.


Farblich passend zu den Knöpfen und dem Muster hatte ich vanillefarbene Bommelborte, die schon lange im Vorrat liegt und die ich unbedingt verwenden wollte. Ich verstürzte sie also mit weiteren zwei Stoffstreifen, die ich im schrägen Fadenlauf zugeschnitten hatte, und brachte diese als Umschlag an den vorderen Ausschnitt an. Ein Beleg auf der Innenseite des Ausschnittes rundet das Ganze ab. Anfangs hatte ich Sorge, dass die Bommel zusammen mit dem Muster zuviel werden, aber getragen mag ich es wirklich gern.

Ich hätte diesen Umschlag gern auch bis in die hintere Mitte weitergeführt, aber der begrenzte Stoffrest gab einfach nicht mehr her. Für eine Tasche im Rock hat es aber immerhin gereicht.


Da ich die Knöpfe, die Borte, die verwendete Vlieseline und die Garne im Vorrat hatte, bleibt es bei Kosten von 3 Euro für den Stoff aus zweiter Hand - ein sehr guter Schnitt für ein gelungenes Ensemble. Nun könnte ich mir noch eine rote Shorts für den Sommer oder ein rotes Jäckchen vorstellen.

Wie findet ihr denn mein zweiteiliges Kleid? Und die Bommelborte?

[verlinkt beim MeMadeMittwoch / Z wie Zweiteiliges Kleid bei #12Letters]

Dienstag, 26. April 2016

Anleitung: Sommerlicher Pullover von 1950!

 
Diesen süßen Pullover zeigte ich letzte Woche hier und auch schon vor einem Jahr mit Jeans hier  - einige erkundigten sich, ob ich die Anleitung online stellen würde. 

Also nun die Anleitung aus Elsa 03 / 1950 und mit OW 92cm angegeben (Gr. 42). Ich habe obenrum 20cm mehr. Dennoch zieht das Baumwollgarn sich zurecht, obwohl man natürlich sieht, dass mein Streifenmuster dadurch nicht mehr ganz gerade ist und der Pullover insgesamt enger sitzt als das wohl gewollt ist.


Ich habe den Pullover bereits vor zwei Jahren gestrickt, daher weiß ich leider nicht mehr, ob ich noch andere Änderungen vorgenommen habe, aber es fehlen die Kordel und Schulsterpolster und statt einem Reißverschluss benutzte ich Knöpfe an der Schulternaht.

Und falls jemand den Pulli nachstrickt, wäre es toll, wenn ihr ihn zeigen und verlinken würdet. Wäre das auch ein Pulli für euch oder mögt ihr kein Strick im Sommer?
[verlinkt beim Creadienstag]