Mittwoch, 10. Januar 2018

Kreuzwortnähtsel


senkrecht waagerecht
1. Keil, der für mehr Weite eingenäht wird 2. Rand des Stoffes
3. Zahnrädchen zum Übertragen von Schnittmustern 4. Unterer Abschluss eines Kleidungsstückes
5. Abschnitt eines Ärmels oberhalb der Oberarmlinie 6. Hilfsmittel um Schnitte auf den Stoff zu übertragen.
7. Feines, meist durchsichtiges Gewebe aus Natur- oder Kunstseidekrepp 8. Eingesetztes Stoffstück an Kleidungsstücken
9. Markierungspunkte auf dem Schnittmuster 10. Wird für eine dekorative Naht genutzt
11. Schlussmechanismus mit Zähnchen und Schieber 12. Aufgesetztes Stoffstück an Kleidungsstücken

Eine kleine Spielerei für ein bisschen Zerstreuung. Die Lösung gibt es hier - konntet ihr das Lösungswort finden?

Sonntag, 7. Januar 2018

Strickanleitung: Herrenpullover von 1959!



Hier nun also die Strickanleitung vom Herrenpullover für die Strickmaschine aus dem Knittax-Heft vom September 1959, die ich dem Hirschpullover des Gatten zu Grunde gelegt habe. Ich habe den Pullover länger und breiter gearbeitet und die Musterstreifen weggelassen, da ich ja ein Bild eingestrickt habe. Falls man den Pulli einfarbig arbeitet, sind die Musterstreifen aber ein toller Hingucker.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Rückblick 2017

Die erste Woche des neuen Jahres eignet sich immer gut für einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Bei einigen Teilen ist man dann ja fast überrascht, dass sie eigentlich noch so neu sind. Andere hat man fast schon wieder verdrängt vergessen.

Mein Jahr startete mit einem Hit, nämlich der mit der Hemdbluse aus zartrosa, gecrashtem Baumwollstoff mit beflockten Punkten. Eine Bluse, die sich zauberhaft trägt und besonders zur gestreiften Strickjacke hervorragend kombinieren lässt.


Der Bluse schloß sich mein Flop des Jahres an, nämlich der rote Valentinsrock. Der Schnitt zu eng, der Stoff zu dick. Der Rock schaffte es nicht mal in den Schrank und fristet nun in der Restetüte sein Dasein und wartet auf bessere Zeiten.

Weil ich aber nunmal dringend einen Rock brauchte, nähte ich im März den smaragdgrünen Rock, der sich großer Beliebtheit erfreut.

Das Frühlingsensemble aus dem smaragdgrünen Rock und passender Bluse war das nächste Highlight im letzten Jahr - eine Kombination, die ich mehrmals und immer begeistert trug. Alltagstauglich, bequem und immer gut angezogen.


An heißen Sommertagen bewährte sich der Hosenrock, der viele Anpassungen brauchte, aber am Ende genauso bequem wie hübsch anzuschauen war. Der Stoff hat allerdings etwas durch Sonne und viele Waschgänge sehr gelitten - es braucht in diesem Jahr wohl ein neues Modell aus robusterem Stöffchen.

Heißgeliebt und immer mit einem Lächeln aus dem Schrank geholt wird die Bluse mit Puffärmeln und aus dem Stoff aus München.

Das Zackenlitzenkleid ist auf jeden Fall ein weiteres Highlight dieses Jahr! Inspiriert von einem Original aus den 50er Jahren habe ich wahnsinnige 25m Zackenlitze vernäht und am Ende war ich sehr zufrieden - ich brauche zwar etwas Hilfe beim An- und Auskleiden, aber wenn das alles ist..


Gleich als Gesamtoutfit kamen der Hosenrock und das Retroshirt Boogie daher. Der Hosenrock trägt sich super, allerdings rächt sich die Farbwahl, die immer eine Nuance neben meinen üblichen Farben liegt, denn fehlt es an Kombinationspartner - das sollte ich in diesem Jahr mal angehen.
Das Shirt ist bequem, aber gefällt durch die Raffung an der Brust nicht so sehr - zu nervös für mich und so schafft es das Shirt nicht aus den heimischen Wänden hinaus.

Viel besser gefiel das Retroshirt Boogie in Flieder. Da habe ich dann lieber gefaltet statt gekräuselt und das sieht gleich aufgeräumter und schöner aus. Das Oberteil mag auch der Gatte ganz besonders, sodass es sich großer Beliebtheit erfreut - schließlich kann man nicht oft genug Lob für Genähtes hören.

Zum Fliederoberteil gesellten sich Hut & Rock. Der Rock ist allerdings nicht gern getragen - der Stoff schwingt nicht so schön wie die anderen Varianten und so wird immer einem anderen Modell der Vorzug gegeben. Vielleicht sollte ich dem Rock ein Makeover gönnen und irgendwas besonderes draufnähen - mal sehen.

Der Sommer endete verhalten mit dem Knotenoberteil nach Simplicity 8342. Die Passform nur mäßig und irgendwie nicht so recht mein Stil, trage ich dieses Oberteil sicherlich im Sommer noch hin und wieder, aber ein Renner wird's nicht.

Die Herbstbluse aus Viskose mit dem großen Muster wird sehr gern getragen, denn ich trage sie sehr gern - wortwörtlich. Das Tragegefühl ist eine Wucht und die langen Ärmel flattern angenehm und insgesamt macht die Bluse einfach Spaß.

Der Rock aus taubenblauem Wollstoff entpuppte sich innerhalb kürzester Zeit als gelungen und wird sehr gern getragen. Leider scheint mir die Wolle etwas nachgegeben zu haben und so werde ich wohl in einigen Wochen den Rock verschmälern müssen. Ich drücke mich noch ein bisschen davor und werde versuchen noch etwas durchzuhalten.


Aus Stoffresten nähte ich eine Bügeleisentasche - die ist zwar nicht zum Anziehen, aber als Resteverwertung genauso geeignet wie praktisch für's Bügeleisen.

Das Jahr endete mit einem Wollrock für mich und dem Hirschpullover für den Gatten. Und damit sind wir bei meinem diesjährigen Lieblingsstück: Dem Hirschpullover, der ist zwar für den Gatten aber gefällt mir wirklich unheimlich gut.


Ich habe aber nicht nur genäht, sondern auch gebloggt - so entstanden mehrere ausführliche Beiträge:

Ich war also sehr fleißig im letzten Jahr und auch dieses Jahr soll es so weiter gehen. Ich möchte ein paar Kleider mehr nähen und dringend meinen Stoffvorrat (immerhin mehr als ein Viertelkilometer Stoff schlummert in meinen Schränken) reduzieren

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Bilanz und wünsche uns allen ein erfolgreiches, gesundes und frohes Jahr 2018!

Samstag, 23. Dezember 2017

Ein Wollrock für mich und ein Pullover für den Gatten!

Huch, ist schon wieder Weihnachten

Was macht man am Morgen kurz vor Weihnachten? Klar, man setzt sich auf's Sofa und näht wie der Wind Rocksäume und Strickkragen ein und kaum fertig macht man ganz flink ein paar Fotos und danach muss die Sahne aufgeschlagen und der Lachs im Kühlschrank kontrolliert werden.

 
Mein Wollrock wurde quasi vor zehn Minuten fertig und ist genauso geworden, wie ich ihn mir wünschte - nur zum nochmal überbügeln blieb keine Zeit. 

Zur Erinnerung die Skizze vom Anfang:

 
 Als Schnitt nutzte ich das Rockteil eines Kleides aus Schwabe der neue Schnitt von 08/1957 und  arbeitete einen geraden Bund und Leistentaschen ein. 
Der wunderbare Wollstoff aus einem Ausverkauf ließ sich völlig anstandslos vorarbeitet und trägt sich ganz herrlich. Die Falten hinten springen genauso auf, wie ich es wollte und geben genug Platz für große Schritte oder auch Treppensteigen. 


Der Rock ist sehr schön und wird mir auch im Alltag gute Dienste leisten.

Viel wichtiger war mir in diesem Jahr nun aber der Pullover für den Gatten zu Weihnachten - und auch dieser wurde heute morgen beendet. Hier einmal das Original und meine Version:


Es war eine Heidenarbeit - das Muster musste von Hand gelegt werden, die ersten Ärmel waren erst zu klein, der Hirsch als Intarsie dauerte ewig und brauchte höchste Konzentration, den Kragen musste ich auch zweimal annähen und ich habe mehrere Stunden gebraucht allein um alle Fadenenden zu verknoten und zu vernähen.


Aber das Ergebnis ist großartig und auch der Gatte ist ganz verliebt - nun muss der Pulli nochmal durchgewaschen werden, damit auch die letzte Unregelmäßigkeiten verschwinden und dann wandert er mit Schleife unter den Baum!


Na, was sagt ihr? Ist der Pullover nicht eine Wucht?

Und so wünsche ich euch geruhsame und schöne Weihnachten! Merry Christmas! Feliz navidad und mele kalikimaka!

Sonntag, 17. Dezember 2017

Ein Wollrock für Heiligabend!

Der Wollrock nimmt langsam Form an - ich werde wohl bis Weihnachten keine Jacke oder Ähnliches mehr schaffen, aber dafür wird der Pullover für den Gatten auf jeden Fall fertig, Yhay!

Die heutige Pause vom Strickstück nutze ich für den Rock und verbinde Futterrock und Oberstoff durch den Bund. Die Taschen sind schon längst drin und müssen aber noch hohl angenäht und mit den stoffbezogenen Knöpfen versehen werden.


Ich wollte dieses Mal etwas mehr Zeit für die Verarbeitung des Futter aufwenden. Auch wenn es ja eh nur innen ist und man es nicht sieht, glaube ich, dass der Aufwand sich lohnt und am Ende aus einem einfachen Rock ein hochwertiges Stück macht.

Kleine Feinheiten erhalten die Freundschaft.

Ich habe Venezia-Futter gewählt, das ich sehr mag und von dem ich auch bislang nur Gutes gelesen habe. Die Abnäher im Futter habe ich als Falten gearbeitet und in die Seite (statt in die Mitte) gebügelt, damit es die Stoffmengen sich besser verteilen.

Ich habe mich für ein glattes Futter ohne Falten entschieden, damit sich kein Futterstoff mit dem Oberstoff verheddern kann, und dafür die Seitennähte etwas länger offen gelassen, um ausreichend Schrittlänge zu erhalten. Damit die Seitennaht nicht ausreißt habe ich sie mit einem kleinen Stoffdreieck (aus einem Rechteck gefaltet) befestigt.

Beim nächsten Mal werde ich vielleicht die Kanten des Dreieckes auch noch versäubern, aber irgendwie kam mir die Idee gar nicht und so hoffe ich, dass es nicht zu sehr ausfranst. Bei Zug auf die Naht hält da Stoffdreieck die Teile zusammen und schützt so die anfälligere Seitennaht.

Nun werde ich mal den Bund annähen und dann kommt die entscheidende Anprobe sowie das Festlegen der Länge. Bis Weihnachten werde ich hoffentlich fertig sein, aber da muss ich mich ranhalten. Ich wünsche euch einen geruhsamen dritten Advent und bis nächste Woche.