Dienstag, 18. November 2014

Schneiderlehrgang - Der Zuschnitt von gemusterten Stoffen - Teil 1


Gerade auch an Weihnachten werden viele karierte Stoffe ausgepackt - dabei steht immer die Frage: Wie schneide ich den eigentlich zu? Und wie lege ich gestreiften Stoff richtig? Um das zu beantworten und auch ein bisschen die Angst davor zu nehmen, möchte ich euch heute und in der nächsten Woche den Schneiderlehrgang aus Schwabe Der neue Schnitt von 1955 dazu zeigen.
 




Ich habe bislang noch keine Karos verarbeitet, hatte auch zu große Skrupel, aber mit der Anleitung traue ich mich ja vielleicht doch noch.. Und ihr? Habt ihr schon karierten Stoff zugeschnitten? Hat das gut geklappt? Und achtet ihr inzwischen auch bei fremden Leuten auf der Straße darauf, ob die Karos an den Nähten zusammenpassen?

Kommentare:

  1. Das lobe ich mir! Und hoffe mal, dass Rauten und Caros nicht sooooo verschieden sind. Vielen Dank und einen schönen guten Morgen, Mila

    AntwortenLöschen
  2. oh, wie praktisch! ich habe vor einiger zeit mit karierten stoff einen rock genäht, aber vor lauter konzentration vergessen, auf die anordnung zu achten...würde mir heute nicht mehr passieren. und ja, ich laufe nur noch mit nähnerdblick durch die gegend ;-)
    danke dir für's ausführliche vorstellen
    lg anja

    AntwortenLöschen
  3. Das Thema kommt ja wie gerufen. Ich habe einen feinen Karostoff auf dem Stoffmarkt gekauft, einen Schnitt habe ich auch schon vor längerer Zeit raus gesucht, aber an die Umsetztung habe ich mich noch nicht getraut. Das Grundwissen hat mir gefehlt.
    Ich freue mich so über das Thema, vielen Dank!
    Liebe Grüße
    Agnes

    AntwortenLöschen
  4. Karostoff habe ich noch nicht zugeschnitten. Aber ein großflächiges Brokatmuster für eine Jacke. Der Zuschnitt hat mehrere Stunden gedauert (obwohl es nicht viele Teile waren, max. 10). Seitdem habe ich keine Lust mehr auf Karo und ähnliche Muster :D

    AntwortenLöschen
  5. Vielen Dank für deinen Hinweis bei mir auf diesen Lehrgang! Ist sicher sehr nützlich. Obwohl einige Dinge ja eigentlich logisch sind, kann es nicht schaden, sie sich ab und zu vor Augen zu führen ;-)
    Eines meiner ersten großen Projekte (da war ich 16 oder 17) war ein karierter Hosenanzug. Eigentlich bekloppt und ich würde sowas auch nie wieder machen. Aber ich glaube inzwischen, man muss tatsächlich einfach mal anfangen und den einen oder anderen Fehler machen. Und der zweite Tipp: Karos können nicht überall zusammentreffen, davon muss man sich freimachen. An ein paar markanten Stellen ist es natürlich wichtig.
    Bei meinem aktuellen Weihnachtskleid merke ich das gerade wieder. Da sollen mehrere Teilungsnähte aufeinander treffen und die Karos auch und die Passform sollte auch noch stimmen. Irgendwo muss man dann einfach mal einen Punkt machen. Allerdings bin ich beim Weihnachtskleid noch nicht soweit, da muss ich noch ein bissl kämpfen ;-)

    LG
    anne

    AntwortenLöschen
  6. Nqa, das passt ja gut in mein WKSA . Ich spiele nämlich mit dem Gedanken, einen Karostoff zu verwenden. Angst hab ich davor nicht, ich habe oft in meinem Beruf als Raumausstatterin knifflige Näharbeiten für Sofas gehabt und da gab es natürlich auch Karostoffe. Die nicht-symmetrischen machen da echt schonmal die Arbeit schwierig und dem Kunden ist oft unverständlich, warum man soviel Stoff verbrauchen muss und dann steht detr der Stoff machmal auch "auf dem Kopf". Ist optisch meist nicht das Problem, aber manche Stoffe habe ja auch eine Strichrichtung, die möglichst eingehalten werden soll. Naja, also für mein Kleid sehe ich "vom Karo her" kein Problem, aber ich gehe eh oft sehr unbefangen an Nähthemen ran. Ich lese mich in dem Zusammenhang gerne hier durch Deine angegebenen Tips. Danke!
    Herzliche Grüsse
    Wiebke

    AntwortenLöschen
  7. Vielen lieben Dank für die Anleitung. Sehr lehrreich. Ja, ich habe schon Karostoff verarbeitet und habe auch noch welchen hier liegen, der eigentlich auch "reif" wäre. Auf die Höhe der Karos habe ich schon geachtet. Neu ist für mich allerdings, dass markante Streifen auf,bzw. über der Brust liegen sollten. Werde ich beim nächsten mal berücksichtigen.
    Dir noch einen schönen Tag.
    Alexandra

    AntwortenLöschen
  8. Vielen Dank, das passt ja perfekt zu meinem geplanten Weihnachtskleid!
    LG
    Susanne

    AntwortenLöschen
  9. Ach, wunderbar, großartig! Mir ist am Sonntag auf dem Stoffmarkt (für mich übrigens sehr unerwartet) ein Karostoff für das Weihnachtskleid in die Tasche gehüpft - jetzt bin ich gleich schlauer. Aber auch gleich unsicher, ob meine Stoffmenge reichen wird --- unregelmäßiges Karo, mal abwarten. Womöglich wird das Kleid auch zweifarbig.
    Vielen Dank für die tollen Infos!
    LG
    Inselsommer

    AntwortenLöschen
  10. o ja, den Karostoff (der einzige, den ich bisher verarbeitet habe) habe ich noch gut im Gedächtnis, obwohl es schon eine ganze Weile her ist - es war mein Standesamtkleid in weiß/schwarz/kariert. Meine Mum hat mir damals sehr geholfen und wir haben eine Unmenge an Stoff gebraucht, damit auch alle Karos schön im Einklang sind. Und ja (da bin ich ganz pingelig) ich achte auch immer bei KaufKleidung aufs genaue Nähen ;-))))

    Deine Infos sind wunderbar hilfreich - danke dafür - und fürs Erinnern ;-)

    Liebe Abendgrüße zu Dir
    von Traudi

    AntwortenLöschen
  11. Vielen Dank für diese Informationen. Ich habe noch einen Karostoff hier liegen. Wenn ich den vernähe, weiß ich ja wo ich schauen muss.
    LG, Claudia

    AntwortenLöschen
  12. Never ever Karostoff verarbeitet. Viel zu viel Schiss, dabei habe ich einen wunderschönen daheim liegen. Vielleicht klappt's ja mit der Anleitung - vielen Dank dafür! Allein die Sprache von damals ist herrlich. Mir werden ja auch immer meine verschachtelten Endlos-Sätze vorgehalten. Fehlt mir also nur noch die Zeitmaschine... :D

    AntwortenLöschen
  13. Vielen lieben Dank für diesen Post! Ich habe nach einem fürchterlichen Fail vor einigen Jahren Abstand von Karos genommen und bis auf ein einfaches Kleid für eine 2-jährige seitdem nicht mehr angefasst.
    Aber wie auch Wiebke plane ich, mein Weihnachtskleid aus Karo-Stoff zu machen, also muss ich mich jetzt damit auseinandersetzen.
    Vor allem die Tipps, wo das Muster auf der Brust und bei Abnähern sitzen soll, sind Gold wert. Da hätte ich sicher nie drauf geachtet.
    Bin gespannt auf nächste Woche :-)
    lg ette

    AntwortenLöschen
  14. Toll, vielen Dank für Deine Tips, ich bin sicher, sie ersparen mir einigen Ärger beim Weihnachtskleid!
    Liebe Grüße Nadine

    AntwortenLöschen
  15. Bin nicht so der Karo-Typ und habe bisher nur beim Glencheck auf den Musterverlauf achten müssen. Beim Ärmeleinnähen bin ich fast wahnsinnig geworden. Das war richtige Friemel-Arbeit und mindestens 20 Jahre her.

    Einige Details waren mir bisher nicht geläufig, daher bedanke ich mich für den Artikel.
    Und ja, ich achte bei anderen auf die Karoverarbeitung und bin oft verwundert, dass - mehr oder weniger - überall auf den Karoverlauf geachtet wurde, nur bei den Ärmel der Verlauf völlig außer Acht gelassen wurde. (Das springt mir quasi sofort ins Auge. Ich kann dafür gar nichts!)
    Martina

    AntwortenLöschen
  16. Danke für den lehrreichen Beitrag. Ja, ich habe vor etlichen Jahren schon mal Karo-Bläser genäht. Aber in einem Nähkurs. Diesen Bläser habe immer noch.
    Mir geht es wie MaxLau: Wenn man selbst näht, achtet man bei anderen auf die Verarbeitung bzw. Passform des Outfits....
    LG eva

    AntwortenLöschen