Freitag, 22. August 2014

Farben!

Eine gut organisierten Garderobe besteht neben einigen Einzelstücken vor allem aus kombinationsfreudiger Kleidung - wichtig sind dabei auch Farben*. Denn nur wenn die Farben miteinander harmonieren, dann kann man auch mit weniger Kleidung stets gut aussehen.

Welche Farben uns am besten kleiden hängt mit unseren Genen und dem Erscheinungsbild von Haar, Haut und Augenfarbe ab. Warme Farben, kühle Farben - ich möchte dazu gar nicht viel sagen, da ich davon keine Ahnung habe, aber Michou hat hier eine wundervolle Reihe dazu geschrieben. Außerdem war sie so freundlich mir bei meiner Einstufung zu helfen, sodass ich nun weiß, dass ich ein Sommertyp bin. Ich kann daher alle Beerentöne, dunstiges Blau und  pudrige Töne tragen.

Einige Farben ließen mich im ersten Moment etwas schlucken - besonders die zarten Rosétöne. Andere Farben wie Kirschrot, Aubergine oder auch das Vanillegelb sind da schon eher mein Fall. Und so kaufe ich inzwischen nur noch nach meiner Farbenpalette - besonders auf Schwarz zu verzichten ist dabei nicht nur ungewohnt, sondern auch ganz schön schwierig! Ist euch mal aufgefallen, dass die normalen Läden voll sind mit schwarzer Kleidung? Egal ob Abendkleid oder Alltagsklamotte, ob Stoffe oder Beiwerk, man kann dem Schwarz nur schwerlich entkommen!

Das Einkaufen nach so einer Palette hat aber auch einen ganz entscheidenden Vorteil: Alle Farben passen zusammen. Da alle Farben kühl sind und einen blaustichigen Unterton haben, harmomieren sie alle miteinander - je nachdem wie ähnlich die Farben einander sind, kann es auch mal langweilig wirken oder etwas zu grell, aber immer harmonisch! So holt man mit weniger Kleidung mehr aus der Garderobe heraus und es wird auch einfacher Beiwerk wie Schuhe, Hüte oder Handschuhe zu kombinieren. 

..übrigens: Nie mehr als drei Farben gleichzeitig tragen! Ich kenne diese Regel vor allem aus der Herrenmode, aber sie gilt aus meiner Sicht auch für Damen, denn auch wir wollen nicht zu bunt wirken (von fröhlichen Sommerkleidern mal abgesehen). Dabei sind Farben der gleichen Farbfamilie gemeinsam zu betrachten. Beispielsweise eine dunkelrote Strickjacke zu kirschrotem Rock (= Farbe 1), mintfarbene Bluse (= Farbe 2) und graues Hütchen (= Farbe 3). Würde man dazu nun noch einen blauen Gürtel kombinieren, kann sich sicher jeder vorstellen, dass das dann zusammengewürfelt wirkt.

Kauft oder näht ihr auch nach eurer Farbpalette? Kennt ihr die überhaupt? 
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* Wie angekündigt steigt das Abenteuer Kleiderschrank nochmal ganz neu ein, daher kommen auch Beiträge wie zur Farbpalette nochmal. Ich weiß, dass viele von euch dieses Thema hier schon kennen und verfolgt haben, aber der Vollständigkeit wegen muss es nochmal sein und mir hilft es auch das zu verinnerlichen.

Kommentare:

  1. Wunderhübsche Farbpallette - so in der Art sieht meine auch aus, nur dass ich die "knalligeren" Farben nicht tragen kann. Ich bin ein Sommer auf der Schwelle zum Herbst und da dürfen die Kontraste nicht so starkt sein, weil der Kontrast zwischen Haut, Haar und Augen auch schon sehr gering ist. Ich habe auch Rottöne in meiner Pallette, traue mich da aber noch nicht so ran. Vielleicht mal wenn es jetzt Richtung Herbst und Winter geht ;-)
    Liebe Grüße,
    yacurama

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  2. Doch:-) man kann der farbe schwarz wunderbar entkommen. denn die deutsche industrie hat 3 farben zu bieten und das von jahr zu jahr zu jahr zu jahr: schwarz, braun, anthrazit/grau.
    und mit antrazit kannst du dich ja retten.
    und weil du nähst.., gibts immer noch doie möglkeit auf nachtblau auszuweichen.

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  3. Das Thema Farben finde ich nie langweilig. Ich kenne mich da leider nicht genug aus :-( Aber ich lese deine Beiträge wahnsinnig gerne. Mach weiter so!
    LG

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  4. Ich habe jetzt schon öfter über diese Farbentypen und so gelesen, ich selber habe mich aber noch nicht damit beschäftigt. Ich glaube ich bin zu faul dazu ;) Seit ich selber nähe habe ich auf jeden Fall deutlich weniger schwarze Kleidung was ich denke ich echt daran liegt dass du vollkommen recht hast und es die meisten Klamotten in schwarz gibt! Echt schade! Aber was soll's dann falle ich wenigstens mit meinen auf ;)
    Mach's gut! ;)
    Katharina

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  5. "Welcher Farbtyp bin ich" ist immer wieder spannend. Ich bin irgendwie zwischen Frühling und Sommer. Als Grundfarbe habe ich mich braun ausgewählt. Auch wenn frau von schwarz sich fern halten soll, so wird doch das eine oder andere Stück seinen Platz in meinem Schrank finden. Aber wenn ich so meinen Stoffvorrat ansehe, ist doch alles auf braun als Grundfarbe ausgerichtet (eigentlich unbewußt so gekauft).
    Liebe Grüße
    Agnes

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  6. Ich liebe Farben und ich liebe es, Farben zu kombinieren. Mache selbst gern Farbberatungen, weil ich dafür ein gutes Auge habe. Auch ich bin ein "Sommertyp", allerdings kann ich kein gelb tragen und keine pastelligen Farben. Dafür perfekt das himbeerrot, das auch in Deiner Palette ist und die Beerentöne.
    Von frühester Kindheit schon habe ich eine Abneigung gegen die Farbe Schwarz, die trage ich nur auf Beerdigungen. Frage: welche Norddeutsche kann schon schwarz direkt am Gesicht tragen (es geht ja bei der Farbberatung eher nicht um Hosen oder Röcke)? Im Winter sehen viele Leute einfach nur trist und krank aus. Komische Mode. Die Welt ist doch so bunt :)

    Liebe Grüße, Christiane

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  7. Hihi, ich war bei solch einer Farbberatung auch mal schockiert, wie gut mir Rosa steht! Das ist so gar nicht mein Fall, aber es harmoniert einfach mit meinem Teint.
    Ich finde auch, dass Schwarz nur ganz wenigen gut zu Gesicht steht. Deshalb ist mein Schwarz anthrazitfarben. Hosen allerdings gehen auch und sonnengebräunt kann ich auch im Sommer mal schwarzes Leinen tragen, ohne gleich krank auszusehen.
    Ich finde es hilfreich, wenn man sich an solch einer Farbpalette orientieren kann - man muss sich aber nicht sklavisch dran halten. Als Kontrastfarbe zu meinem Lieblingston Pflaumenviolett nehme ich gern ein Maigrün, fast Neongrün, das überhaupt nicht in der Sommerpalette auftaucht - und doch klasse aussieht...

    Gruß, Petra

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  8. Auch ich bin ein Sommertyp. Meine Farbberatung hatte ich in den 90ern, als mir das Thema erstmals begegnete - "Color Me Beautiful" von Mary Spillane, 2. Auflage von 1992. Ich denke, dass ich auch vorher schon intuitiv nicht so viel falsch gemacht habe, nach der Farbberatung ging ich mit der Farbwahl jedoch bewußter um. Ich bediene mich jedoch nicht ausschließlich aus "meiner" Farbpalette, sondern verwende ganz gern auch Farben aus der Winterpalette, besonders übrigens tatsächlich im Winter. Warum? Helle (Woll-)Mäntel z. B. sind im Winter zu unpraktisch, weil zu schmutzempfindlich. Da verwende ich gern z. B. ein dunkles Petrol oder dunkle Beerentöne. Beim Sommertyp wird allenfalls ein mittleres Petrol empfohlen, das mir im praktischen Einsatz an tristen Wintertagen zu hell wäre (und meist auch nicht zu bekommen ist.)
    Mit den Jahren sind meine "natürlichen" Farben heller und blasser geworden. Das Haar ist heller geworden, der Hautton ebenfalls und wahrscheinlich sogar die Augenfarbe. Dazu sehen die pudrigen Sommerfarbtöne mitunter schon fast fade aus. Deshalb gönne ich mir die Winterfarben - je oller, je doller.
    Auf das Kleine Schwarze verzichte ich. Das lässt sich gut durch andere edle Farben aus der Winterpalette ersetzen, z. B. dunkelblau (oder bordeauxrot), das Gegenstück der Sommerpalette wäre ein (nach meinem Empfinden langweiliges) Taubenblau.
    Gegen einen schwarzen Rock ist m. E. nichts einzuwenden, wenn zum Gesicht hin Farbe eingesetzt wird.
    Ich habe mir vor einigen Jahren ein Twinset in limonengrün zugelegt und ich bin immer wieder erstaunt, wie vielfältig diese Farbe kombiniert werden kann. Ich meine, dass mir die Farbe steht.
    Ich sehe diese typenabgestimmte Farbenlehre nicht so verbissen, Farben aus der Herbstpalette verwende ich allerdings nicht.
    Danke für Deine Anregung, vielleicht schreibe ich dazu auch mal einen Beitrag.

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    1. ich möchte paar woret zu den hellen Mäntel sagen.
      dass sie unpraktisch sein sollen halte ich für ein gerücht.selbst wenn man mit bahn und bus fahren sollte. winter in deutschland ist wirklich harmlos und sauber im vergleich zu russland. viele machen sich kein bild von, wie dreckig und schlammig sind schneetau-massen auf den strassen in der periphärie russlands. und dennnoch tragen sie deutlich mehr helle und farbenfrohe kleidung als hier. und die meisten von uns haben autos und fahren fast ausschliesslich autos.also, man läuft nciht wirklich gefahr, dreckig zu werden.
      dass man auf den strassen deutschlands keine helle kleidung im winter sieht hat zu einem mit den angebot der industrie zu tun und zum anderen mit selbstbewusstsein der träger. denn es erfordert mut, anders zu sein und farblich aus dem raster zu fallen, weil es auf sich sehr viel aufmerksamkeit zieht.
      wenn ich im winter signal-rot trage, bin ich alles andere als unsichtbar.

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  9. Mir geht es ja ähnlich wie Dir .... mit Schrecken wurde mit im Frühjahr bewußt, dass ich ein Sommertyp bin. Immer mehr lasse ich mich daher auf diese Farbpalette ein und habe erst die Tage wieder kräftig meinen Kleider- und Schuhschrank ausgemistet ... alles Grellbunte oder einfach die falschen Farben sind rausgeflogen. Insgesamt waren es mal wieder 6 Kleidersäcke und 16 Paar Schuhe. Ich bin da gnadenlos. Allerdings sieht mein Kleiderschrank ähnlich Deinem aus .... nämlich gäääähnend leer. Für den Sommer hatte ich mich nich groß neu ausgestattet was ja letztlich gut war .... und nun beschäftige ich mit aber mit Herbst und Winter. Ich bin und bleibe erstmal ein Jeanstyp .... in dunkel ... was gut ins Farbschema paßt. Und für den Herbst/Winter möchte ich mir nun neue Pullis stricken. Dazu habe ich mir nun von Holst Garn ... eine Marke mit irrsinnig großer Farbpalette. Da diese für mich nur übers Netz zu bekommen ist habe ich mir extra die Farbpaletten für zwei Garnqualitäten bestellt die hoffenltich morgen kommen ... und dann wird wohlüberlegt ausgewählt.
    Schwarz vermisse ich schon seit Jahren kein bisschen ... aber Schokobraun aufzugeben tut mir schon a weng weeeh ... und möglichweise werde ich da in Zukunft nicht ganz konsequent nein sagen können.
    Bin gespannt wie es bei Dir weitergeht .... bin interessiert dabei.
    Grüßle Steffi

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  10. Ich kenn meine Farbpalette überhaupt nicht und die ganzen Frauenmagazine tragen auch nicht dazu bei dass ich es heraus finde :D Ich werd eh aus Protest dem grauen Alltag gegenüber immer bunter, von daher ^^

    Aber du hast recht mit den Kleidern in Läden! Aber das ist immer so, als ich noch in Gothic unterwegs war, gab es keine schwarzen Kleider, nur quitschbuntes Zeug und jetzt, wo ich von Farben nicht mehr genug bekommen kann, gibt es nur noch schwarz und gedeckte Farben.

    LG

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