Sonntag, 10. August 2014

Abenteuer Kleiderschrank!

Ich habe ja schon öfter behauptet, dass mein Kleiderschrank zu der eher leeren Sorte gehört - ich bin mir sicher manche von euch haben das nicht so richtig geglaubt und wenn ich meinen Kleiderschrank auf mache, dann ist da auch einiges drin. Doch neben Sport- und Hauskleidung, neben den Stücken, die nicht richtig passen, die nicht richtig sitzen, in denen ich mir eigentlich gar nicht gefalle - da bleibt nicht viel. Müsste ich alles, was ich nicht gern habe, aussortieren, dann.. nunja, seht selbst:
Abenteuer Kledierschrank 
Das ist was bliebe: unten links zwei Strickjacke und ein Strickpullover, daneben zwei Hosen, drei Blusen und sechs Kleider von denen immerhin fünf selbstgenäht sind, die zwar auch hier und da ihre Schwächen habe, aber die ich alle gern habe. Dabei sind von den Kleidern aber das graue und das rote eher Winterkleider und die geblümten eher für's Ausgehen. Und das war's dann auch schon. Und trotzdem macht mich der Anblick glücklicher als der vollgestopfte Kleiderschrank von dem ich so vieles nicht anziehen mag.

Einen großen Vorteil hat mein Kleiderschrank: Er lässt sich ganz gut kombinieren - so kann ich fast alle Teile zusammen tragen und habe auch passende Schuhe und Schmuck. Das soll auch so weitergehen und obwohl ich durchaus der Meinung bin, dass Qualität vor Quantität kommt, brauche ich dringend mehr Kleidung. Dazu gab es hier nun schon mehrere Ansätze. Erkenntnisse gab es dabei einige, aber irgendwie griff das immer alles zu kurz, war zu schnell wieder vorbei oder nicht umfassend genug. Daher starte ich nun mein eigenes Abenteuer Kleiderschrank.

LogoEs soll dabei um den Aufbau einer Garderobe quasi von Null gehen - um Kleidung, um Farben, um Formen, um Kombination und Organisation. Keine Leichen im Kleiderschrank, keine Kompromisse und lieber weniger, aber wundervolle Stücke. Und für mich natürlich ganz wichtig: Stilgetreu der 40er und 50er Jahre.

Zum Kleiderschrank gehört nicht nur die  Kleidung, sondern auch Schuhe, Handtaschen, Handschuhe, Hüte, Schmuck. All das soll hier seinen Platz finden.

So wird in Zukunft vor jedem Kaufen und vor jedem Nähen die Frage stehen: Passt das auch zu mir und meinem Kleiderschrank? Was habe ich, was ich dazu anziehen kann? Und wieso besitze ich eigentlich Schuhe, zu denen nichts aus meinem Kleiderschrank passt?

Kommentare:

  1. So ähnlich könnte mein Kleiderschrank auch aussehen. Ich habe ein paar heißgeliebte Sachen, der Rest ist notwendig. Was dann noch übrig bleibt, könnte eigentlich entsorgt werden.
    Dein Projekt hört sich sehr interessant an. Vor allen Dingen bin ich auf die Lösung des Problems mit den Schuhen gespannt. Was sind das für Schuhe, zu denen nichts passt?
    Liebe Grüße, Sandra

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    1. Die selbstgefärbten Schuhe in Smaragdgrün (hier gezeigt) - ich habe zwar Wolle in dem Farbton, aber zum Stricken bin ich seit Wochen gar nicht gekommen.

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  2. Ui! Ja, so eine Aktion verhilft einem zu einigen Erkenntnissen. In meinem Kleiderschrank hängen und liegen auch etliche Kleidungsstücke, die ich eigentlich längst hatte bei e*** einstellen wollen. Aber dann erschien mir die Jahreszeit dafür ungünstig, ich hatte gerade nicht den nötigen Impuls, und, und, und ... Und so verstopfen sie weiterhin den Schrank und gaukeln mir vor, ich hätte eine Menge tragbarer Sachen. Wenn ich Deinen Schrank jetzt so sehe, habe ich richtig Lust, meinen ebenfalls demnächst entschieden durchzuforsten.

    Das salbeifarbene Kleid ganz rechts sieht interessant aus - haben wir das schon gesehen?

    Liebe Grüße

    von Birgit

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    1. Ja, das gab's hier schon zu sehen :) Ist aber schon über ein Jahr her - ich glaube da hast Du noch nicht mitgelesen ;)

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  3. Oh ja, das Problem kenne ich nur allzu gut! Wenn ich etwas nähe, ist bei mir meist zuerst der Stoff da, der mir gut gefällt, dann suche ich den Schnitt aus und ob es zu meinen schon vorhandenen Kleidungsstücken passt, stelle ich dann immer erst fest, wenn es fertig genäht ist. Vieles in meinem Schrank, ist zwar an sich o.K., aber aufgrund von Kleinigkeiten in der Paßform (die außer mir kein Mensch bemerkt...) mag ich sie nicht so gern tragen. Da ich mir aber selbst verboten habe, neue Stoffe zu kaufen, will ich mich von diesen Kleidern aber nicht gänzlich trennen, sondern lasse sie dort noch hängen, bis sie zu einem neuen Stück verwurstet werden können. Natürlich könnte ich sie auch aus dem Schrank herausräumen, aber meine Stoffkisten sind noch zu voll, um sie dort unterzubringen (hüstel...). Mein Traum ist ein minimalistischer, übersichtlicher Kleiderschrank, mit wenigen Kleidungsstücken, die unterschiedlich einsetztbar/ wandelbar sind und alle zusammen passen. Irgendwie läuft das aber meinem Drang zuwider, ständig etwas Neues auszuprobieren. Hach ja, zwei Seelen in meiner Brust. Ich fürchte, ich finde keine Lösung für dieses Dilemma...
    Liebe Grüße
    Antje

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  4. Das sieht aber wirklich sehr aufgeräumt aus... Bei mir herrscht das blanke Chaos - durchaus auch mit einigen Kleiderleichen. Ich solte dringend mal wieder ausmisten. Danke für die Anregung dazu^^
    Bin gespannt, was wir bei deinem "Abenteuer Kleiderschrank" noch alles zu sehen bekommen werden^^
    LG, Sandy

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  5. Sehr gute Sache! In meinem Schrank würden zwar mehr Teile hängen, aber dennoch viel weniger als die Klamotten, die ich habe, weil sie praktisch/mit Erinnerungen verknüpft/zu schade zum weggeben sind. Ich verfolge deine Aktion, vielleicht inspiriert sie mich ja dazu, was Ähnliches mit meinem Schrank anzustehen.

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  6. Ach, das finde ich jetzt aber witzig! Ich lese erst seit einigen Tagen regelmässig hier in Deinem anregenden Blog ( bin vom Outfit her aber eine ganz andere Type ) .
    Nun hatte ich selbst kürzlich die Idee, für mich in meinem Blog das "Projekt Kleiderschrank" zu starten, ähnlich wie Du es hier beginnst: Bestandsaufnahme, ausmisten und dann sehen, was wie sinnvoll ergänzt werden kann. Tatsächlich auch bis hin zur Brille, die ich mir dann zum Abschluss gönnen werde.
    Ach, da schaue ich sehr sehr gerne bei Dir rein. Mir gefällt übrigens sehr, wie strukturiert Deine Darstellung ist, da setze ich mich immer gerne zum Blogschmökern mit einem Kaffee gemütlich hin!
    Herzlich Grüsse!

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  7. Ich bin gerade (seit heute!) am Ausmisten meiner Kleider, die sich im Schrank und im Keller tummeln. Nach drei Schwangerschaften mit entsprechenden Gewichtsschwankungen und der Veränderung meines persönlichen Geschmacks kommt nun einiges weg, das vor allem zu gross ist oder das ich mittlerweile scheusslich finde. Ein paar vorsintflutliche Sachen dürfen bleiben, da ich die gut für die haus- und Gartenarbeit brauchen und so prima austragen kann. Alles andere kommt jetzt weg, und mein Vorsatz ist auch, weniger Stücke, dafür solche, die mir wirklich gefallen und die sich auch gut mit vorhandenen Sachen wie Strickjacken etc. kombinieren lassen. Nach meinem gestrigen Ausflug zu H&M um die Tochter mit Basics für den Kindergarten einzukleiden bin ich auch froh, dass ich mich als Liebhaberin von Vintage-Stil nicht mehr dem modischen Diktat der Kleiderindustrie unterwerfen und nicht mehr jeden stilistischen Unsinn mitmachen muss, nur weil es halt grad so das ist, was "Frau" trägt und das uns angeboten (aufgedrängt) wird. Und richtig, wer glücklich ist mit seinem Stil und vor allem wer auch nähen kann, der ist mit ein bisschen weniger, dafür richtig guten Sachen besser bedient. "Weniger ist mehr", und ein überschaubarer Schrank macht auch viel mehr Freude. :-)

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  8. Also das ist wirklich ein leerer Kleiderschrank. Ich habe echt viel ausgemistet in letzter Zeit aber ich habe trotzdem deutlich mehr und ich habe nur das behalten was ich wirklich wirklich mag! Also Hut ab! Das klingt nach einer spannenden Sache und ich bin gespannt wie du das meistern wirst :) Ne gute Idee ist es auf jeden Fall :) Ich kaufe eigentlich nur unpassende Schuhe um eine Entschuldigung zu haben neue Klamotten zu nähen :D Dann kann ich bei dir bestimmt in nächster Zeit richtig was lernen :) ich freu mich drauf :)
    Liebe Grüße
    Katharina

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  9. ich bin sprachlos!
    so einen leeren kleiderschrank habe ich noch nie gesehen ;0)
    lg, andrea

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  10. It's a wonderful idea !! A whole wardrobe build from scratch .. handmade by you. I started that project three years ago and 90% of my wardrobe is made ​​by me. I'm anxious to see all your sewing projects !!

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  11. ich beneiede dich jetzt schon um viele dinge:-)
    1. mein schrank ist voll mit sachen, die ich theoretisch targen könnte,aber nciht mehr trage,weil da zu viele und ZU schöne kleidungsstücke der 50-er sind, die noch oben drauf von mir genäht sind. ich kann mich davon so gut wie gar nicht trennen. damals, also 2009-2010 hab ich sie getragen, aber jetzt kann ich die 50-er kaum noch leiden, also hängen da wundervolle kleider(teilweise kennst du sie ja aus meine r vintage-galarie auf dem blog),die ich nciht trage und nciht weggebe.
    2.mein geschmack erlebt sehr langsame aber kontinuierliche veränderungen. vor 3-4 jahren war es undenkbar,dass ich mode und schnittlinie der 60-er und 70-er jemals mögen könnte. und wenn du bei mir in den schrank rein schauen würdest, würdest du vermutlich mit ausnahme der 80-er-90-er alles drin vorfinden. quer beet durch alle stile, formen udn gezeiten.
    3.viele kleidungstücke hab ich aus purer lust sie zu verwirklichen genäht, auch teilweise aus sher schönen und teuren stoffen, wie z.b. jacquard, die aber in meinem realen leben total overdressed wären. und soviele anlässe, um sie zu tragen habe ich einfach nicht.
    all diese punkte sind für mich ein balast und ich habe einfach keine lösung zu:-(
    ich habe kaum noch industriesachen aus meiner nicht-näh-vergangenheit. das sind die restlichen überbleibsel.
    da habe ich 0-problem, sie los zu werden. es gibt im schrank auch nichts,was ich wegen der passform nciht tragen würde, wiel ich alles,was nicht passt verändere bis es sitzt.
    ich brauche sowas wie einen coach oder sowas:-(

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  12. Dein Schrank ist sehr sehr übersichtlich, muss ich schon sagen. Ich beneide dich um deine Konsequenz. Trotz großer Ausmistaktion in meinem Schrank, sind doch noch recht viele Klamotten drin. Aber tatsächlich ziehe in nur ein Drittel davon an. Dann habe ich noch diverse kurz- und langärmelige T-Shirts drin liegen.
    Also ist ein erneute Aktion angesagt. Eigentlich wollte ich ja noch einige Klamotten von meiner älteren Damen upcycled, aber dazu fehlt mir im Moment die Lust, weil doch manchmal sehr zeitaufwendig. Und da sich mein Stoffvorrat schon eher meinen Wohlfühlfarben entsprechen, bin ich dabei sie zu verarbeiten. Mein großer Vorsatz dabei: einen Stoff raus holen, überlegen was ich daraus machen kann und dann einen Schnitt aussuchen und loslegen! Das ist mein Plan. Mal sehen, ob ich das auch durchhalte.
    Ich werde auf jeden Fall an der Aktion Kleiderschrank dran bleiben!!!
    Liebe Grüße
    Agnes

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  13. Hast du tatsächlich alles andere rigoros aussortiert? Ich ziehe meinen Hut! Mit den gezeigten Stücken Deines Kleiderschrankes hast Du Teile die sich schön kombinieren lassen, das ist doch wunderbar. Und jetzt kannst Du mit unverstelltem blick schauen, welche Lücken Du empfindest und wie Du sie schließen möchtest. Das ist toll! Ich habe immer wieder "Anfälle" in denen ich radikal aussortiere und kurzen Prozess mache. Dann wächst der Kleiderschrank wieder eine Weile bis zum nächsten Anfall. Die Regel "für jedes neue Teil , ein altes Teil auszusortieren" halte ich nicht wirklich durch. Beim nähen selber folge ich manchmal den Lücken im Schrank aber ganz oft auch dem Lustprinzip. ein toller Stoff - könnte eine Bluse werden - dann versuche ich es. Nähen nach Plan, das dann leicht in Pflich ausartet, das liegt mir nicht ganz so. LG Kuestensocke

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  14. oh, das ist leer! wenn ich mir dagegen meinen aus allen ritzen quellenden kleiderschrank vorstelle, der bereits durch eine große ausmistaktion aus gedünnt wurde (fühlt sich nicht dünner an) ...
    ich bin auf alle fälle gespannt, wie die abenteuer um deinen neuen schrank inhalt aussehen werden.

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