Sonntag, 27. Juli 2014

Hüte und Kopfschmuck

Man trägt wieder einen Hut! 
..so lautete einer der letzten großen Werbesprüche der 50er Jahre zum Thema Kopfbedeckung. Doch trotz Werbekampagnen und einer bemühten Hutmacherindustrie wurden bedeckte Köpfe immer mehr ein alter Hut.
Heutzutage haben Hüte eher einen  altbackenen oder übertriebenen Ruf und werden meist mit Pferderennen oder adeligen Hochzeiten in Zusammenhang gebracht. Im besten Falle taugen sie noch zum Sonnenschutz von geschundenen Glatzen am Strand.

Schade eigentlich, denn Hüte haben so viele Vorzüge - nicht nur der Schutz vor Wind und Wetter und das Verstecken von eben schon erwähnten Glatzen, sondern auch das raffinierte Aussehen.  Ganz besonders wundervoll sind Hüte, wenn sie auf die Kleidung und andere Details abgestimmt sind. Hüte passend zum Kleid, Hüte passend zur Handtasche, Hüte passend zu den Handschuhen. Und nicht nur die klassischen Hüte, sondern auch Halbhüte, Tücher, Schiebermützen, Fascinator gehören zum weiten Feld des Kopfschmuckes.

Wer sich die alten Zeitschriften anschaut sieht sofort, dass Hüte bis in die 50er Jahre hinein ein Muss waren, wenn man das Haus verließ. Und das galt für Männer wie Frauen gleichermaßen! Wer etwas auf sich hielt, der ging nicht unbehütet vor die Tür und auch die Designer - wie Coco Chanel oder Dior - nutzten das schmückende Accessoire.

Und weil besonders der Herbst mit Regen und Wind den Schutz der Frisur bedarf und auch der Winter mit seinen wärmenden Mützen nicht mehr so weit ist, möchte ich eine kleine Serie zum Hut und anderen Kopfbedeckungen starten. Vielleicht hat ja der eine oder die andere daran ein wenig Interesse und wollte sich längst auch gut behüten - das könnte man dann ja unter einen Hut bringen. Aber bevor ich noch weitere abgedroschene Sprüche aus dem Hut zaubere und jemandem die Hutschnur platzt, lasse ich es mal für heute gut sein und nehme meinen Hut..

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